… vom irrwitzigen Versuch, eine selbst eingebrockte Suppe mit der Gabel auszulöffeln …

… ist meine erste Idee für die Überschrift gewesen.

Ich muss sie verwerfen (obwohl sie gut klingt). Sie stimmt nämlich nicht.

Ob eine Frau (bei einem Mann ginge es mir übrigens ebenso) ihre Platzhalter mit Messer schneidet, mit Löffeln löffelt oder auf Gabeln spiesst – ist mir nämlich grundsätzlich wurscht. Ich bin zu alt, um mich um jeden Ton jeder Posaune zu kümmern.

Und genau deswegen (also meinem Alter geschuldet) will ich nicht einfach hinwegsehen:

… über den irrwitzigen Versuch, eine selbst eingebrockte Suppe mit der Gabel auszulöffeln und dabei den gesamten Tisch gnadenlos zu versauen …

Mit dieser Betreffzeile bin ich genau auf dem Mittelpunkt der Koordinaten, in denen ich mich im Zusammenhang mit den Gerckeplatzhaltern bewege. Löffelte sie ihre Suppe an ihrem Tisch mit Ihrer Gabel aus und kleckere sich dabei auf ihre zartbekragte weisse Bluse, ist das für mich total in Ordnung.

Ihre Experimente,  mit welchem Seifenpulver  jeder Fleck entfernt werden könnte, lassen eine relativ trüb gewordene Brühe vermuten.

Aber auch die Reinigungsversuche der Frau Gercke sind mir wurscht. Sie wirft jedoch in unregelmässigen aber zuverlässig zu erwartenden Abständen immer noch ein Stückchen Festes in die Plärre.

In ihrem  Stellungnahmevideo vom 23. Dezember auf eigener Homepage mit Weihnachtskopfsenk-  und „Mir wurde vorgeworfen“ Masche verkündet Frau Gercke ihren Lesern und Fans, es sei zwischen den Anwälten in der Sache eine Einigung herbeigeführt worden.

Mal abgesehen von dem Drumrum (siehe mein Artikel von gestern) ist seit heute bekannt:

(Quelle: BuchMarkt.de)

„Martina Gercke verkündet Einigung über ihr Plagiat, aber Random House weiß von nichts“

Auszug aus dem Interview: BuchMarkt  mit  Rainer Dresen

Zitat:

„Martina Gercke spricht in ihrer Stellungnahme davon, ( … ) Was halten Sie davon?
Rainer Dresen: ( … ) Ich bin deshalb neugierig, ob ihr ihre Leserinnen und die anderen self-publisher diese lahme Eklärung wirklich abnehmen.”

(Zitat Ende)

Und nun wird es wiedermal persönlich.

Ich fühle mich angesprochen.  So wie sich mein Verstand bei der albernen „gerck’ schen Platzhaltererklärung” beleidigt gefühlt hat, habe ich nun den Eindruck, die Decke des Generalverdachtes legt sich auf alle self-publisher – Tische und neben allen Suppenschüsseln liegen nur noch zweizinkige Gabeln.

’Moment!’, ruft mein Verstand, während ich schon  darüber nachdenke wie  Suppe aus der Schnabeltasse schmecken würde.

’Hey charlotte!’ (mit dem Einstieg beginnt mein Verstand immer einen Kurzvortrag)

„Wieso hast Du Probleme mit den Tischsitten anderer? Setz’ Dich an Deinen Tisch und kümm ’re Dich nicht um anderer Leutes Suppeneinlagen und Besteckteile.”

Und siehe da: Ich bin froh.

Die Sonne scheint übern Balaton.

Es ist wie Frühling so mild und warm und schön.

Und statt mir die Suppe der Frau Gercke ans Bein zu binden, speichere ich diesen herrlichen Sonnentag als Platzhalter für einen der bevorstehenden grimmigkalten Wintertage und esse nachher den Rest vom Festtagsbraten.

(ACR)

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