Gedankenleiter (5) … ich weiss es akzeptiert …

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Zwischen Geburt und Tod steht das Leben und zwischen Leben und Tod das Sterben

Reden wir drüber. Es klingt so einfach. Reden wir drüber.

Kastanie (1)

Insgesamt gesehen ist es eine Frage der Reihenfolge: Geburt- Leben- Sterben- Tod.

Wer übers Leben miteinander spricht, kann auch übers Sterben reden.

Gilt: Mit mir kannst Du über alles reden oder gilt: Mit mir kannst Du über alles reden, aber bitte nicht über Dein Sterben, nicht über Gefahr, in die Du geraten kannst, nicht über Sachen, die mich traurig machen?

Zeitsprung:

Es ist wie wenn es heute wäre und doch schon einige Jahre her, da mein Sohn, mein einziges Kind, mit mir hat reden wollen über Risikolebensversicherungstarife, Organspende, Amputationen, Depressionen, Überlastungssyndrome,

Foto: Koßma

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lebenserhaltende Massnahmen und allerhand andere Dinge im Zusammenhang seines möglichen Auslandseinsatzes in der Bundeswehr. Anfang 20 ist er gewesen. Im 21. Jahrhundert, inmitten Europas hat unser Gespräch stattgefunden. Innerlich zerrissen bin ich sehr froh (gewesen), meinen Sohn in so guter Begleitung zu wissen, wie ich sie bin.

Gleichzeitig in mir das Echo meines Gedankens: Mein Sohn, Oh, mein Sohn, Oh, mein Sohn.
Ich habe ihm zugehört, seine Fragen beantwortet, bin ab und an aufgestanden und, wie so etwas aus physiologischen Gründen durchaus erklärbar ist, ins Badezimmer gegangen. Ins kleine Badezimmer. Es ist durch drei Türen von dem Raum abgeschirmt gewesen, in dem wir beide gesessen haben. Nicht der viele Kaffee hat mich getrieben. Mein Magen hat sich umgestülpt und mein Atem ist wie eingefroren gewesen. Ich habe mir beim zweiten oder dritten Male meinen ferrariroten Lippenstift abgewischt, weil er gegen die Blässe in meinem Gesicht anleuchtete und mir dann den Anschein des Krankseins gibt. Ich habe in Klopapierrollen gebissen, damit ich unhörbar schreie und Frotteehandtücher erwürgt, um aus dem Gelähmtsein zu kommen.

Das mit dem Klopapier und den Handtüchern hat lange Tradition. Wenn der Bursche mir als Kind an den Nerven genagt hat, bin ich oft im Bad verschwunden, mir den Mund stopfen, um nicht ewiglich rumzumeckern und habe zum Auspowern Handtücher erwürgt. Danach bin ich abgeklärt zurückgekommen und habe frei sagen können:

Foto: Koßma

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Mein Sohn, lass uns das gemeinsam machen. So haben wir nur gute Erfahrungen, im sich aufeinander verlassen können. Er weiss, er kann mir alles sagen, ich weiss, er sagt mir alles. Mit den Jahren haben sich die Themen geändert. Und natürlich sind im Laufe der Zeit auch andere „Geheimnisträger“ dazugekommen. Ich bin glücklich drüber, denn ich werde nicht ewig leben.

Zeitsprung:

Im Zusammenhang mit meiner Auswanderung hat der Gedanke, ich werde im Ausland sterben, mich nicht erschrocken. Wenn ich im Ausland leben will, ist das mit dem Sterben keine Überraschung. Besprochen werden muss jedoch, wie wird das sein und was will ich auf keinen Fall.

Das Wesentliche habe ich schriftlich verfasst, kurz, bündig. Ich will nicht Trauer schüren durch Worte, die im Klang der lebenden Stimme gesagt, viel inniger bleiben als aufgeschrieben. Jeder, den ich liebe, weiss das auch.

Foto: Koßma

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Alles andere habe ich besprochen. Unumstösslich ist meine Antwort auf die Besuchsfrage. Besucht mich in meinem Leben, aber sitzt mir nicht um mein Sterbebett herum. Sammeltransporte oder Einzelreisen zu charlotte, weil alle sie nochmal sehen wollen, fallen aus. Meine innere Sonne und mein Lachen haben mich meine Kindheit und allerhand anderes überstehen und mich mein Leben lang mein Leben lieben lassen. Wenn es Euch nach meinem Gestorbensein fehlt, lacht statt meiner. Ich will keine Schläuche und keine Zwangsernährung und schon gar nicht will ich Sterbebegleitung. Ich kann das Wort schon nicht verstehen. Kurz vor der Beendigung des Sterbens wäre weiter begleiten ja Unsinnig. Reicht doch, wenn der zu ende stirbt, der damit angefangen hat. 

Ruhe will ich.
Kein Weckerticken, keine Wasserlaufplätschermusik, kein Wasserhahntropfen, kein Fachgespräch bei Visiten, keine Spekulationen über mein Wielangenoch. kein Piepsen von Überwachungsgeräten, kein Vorlesen, kein Weisst du noch.
Ich will alleine mit mir sein dürfen.
Das weiss ich.
Ich weiss, ich will alleine sein.

Ich will das akzeptiert wissen- ich weiss es akzeptiert.

Zeitsprung:

Ich bin noch jung gewesen, eine weitere Operation ist notwendig geworden und mit dem Gedanken im Hinterkopf, ich kann, wenn ich will, das Ganze auch abbrechen, habe ich mich wieder aufschneiden lassen. Vor Narkosen hatte ich nie Angst. Ich habe sowieso nie Angst im Sinne von Angst. Ich hatte schon als Kind gespürt, wie die lähmende Wirkung der Angst die Energie aus meinem Körper zieht. Will ich leben, darf ich keine Angst haben vor dem Preis, den das Leben kostet. Ich gebe zu, damals habe ich das dramatischer empfunden als heute.

Foto: Koßma

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Ich erwache aus der Narkose. Der Schmerz hat sich hinter dem Schlafbedürfnis hervorgewälzt und überfällt mich mit überraschender Härte. So war es noch nie. Und ich habe Operationserfahrungen am und auf dem Op-Tisch. Ich höre die Zimmertür, an meinem Bett stehen mindestens zwei Ärzte und zwei Schwestern. Unachtsam ruckeln sie an meinem Bett. Sie reden, decken mich auf und reden und ich höre sie und meinen Atem und sie sprechen mich nicht an, sondern sie reden über mich. Hallo? Bin ich nicht da? Und hört auf, an mein Bett zu stossen. Ich will mich bewegen, meine Schmerzen bekunden. Bin ich so langsam oder sind die blind und taub? „Hängt Glukose an und schiebt sie raus. Guckt regelmässig nach ihr“ höre ich jemanden sagen, alle seufzen. Jemand weint. Kann mir mal jemand erklären, was hier los ist?

Damals hat es zu wenig Betten gegeben. Die Sterbenden sind auf fahrbaren Tragen in Nebenräume gefahren worden. Ich habe kein Zeitgefühl, will wissen, wen die meinen, will Schmerzmittel haben, will klingeln, will mich beschweren, will … Ich weiss, was Rausfahren bedeutet. Hallo! Ihr irrt Euch! Hört mir doch mal zu, ich kann …

Nichts kann ich. Ich werde aus dem Bett auf eine Trage gelegt, aus dem Zimmer hinaus auf den Gang und dann irgendwohin gefahren. Hier sei ich wenigstens alleine, flüstert mir die noch immer weinende Person zu. Ich sehe sie nicht. Über mir hängt eine Deckenlampe. Die ist dreckig, das ist doch keine normale Zimmerlampe. Das sieht aus wie eine Klolampe. Hallo? Ich muss nicht! Ich habe von der Operation noch die Katheter in mir. Die Tür schliesst sich. Gut. Jetzt höchste Konzentration. Ich muss nachdenken was mit mir los ist. Ein Tropfen bohrt sich in mein Hirn. Dieser Ton gibt einen eindeutigen Hinweis auf meinen Aufenthaltsort. Das ist der Waschraum für die Bettgeschirre. Ich bin abgestellt im Schieberraum. Hier war ich gestern noch, um einen Schieber für meine Bettnachbarin zu holen. Offensichtlich liege ich in unmittelbarer Nähe des alten Blechwaschbeckens, und der mindestens ebenso alte Messinghahn tropft.

Foto: Koßma

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Elf Tage und Nächte habe ich dort gestanden, Infusionen literweise, ab und zu kommt jemand „über mich drüber schau`n“, an mir die Abflussbehälter wechseln, Verbandswechsel, waschen, Kissen frisch beziehen. Merkt denn hier niemand, wie starke meine Schmerze sind. Lebt sie noch. Ja. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es ihr wirklich schlecht geht. Die Werte sind nicht so schlecht. Wird sie wieder? Kaum. Aber da steckt man ja auch nicht drin. Kommen die Eltern? Sie hat keine Adresse angegeben. Hat sie niemand? Also, eigentlich weiss das keiner so richtig. Ach, Mensch, das ist ja traurig. Wie alt ist die denn? 20 glaub` ich. Na, so möchte ich aber auch nicht enden. Ja, denkt Ihr denn, ich will enden? Und wenn Euch das SO nicht gefällt, holt mich doch hier raus.

Und ich liege da und höre alles, bin empört. Ich bin doch kein Gegenstand. Hier werden die Schieber sorgsamer behandelt als ich. Ich kann mich nicht bewegen, kann nicht sprechen. Diese blödsinnige Wasserhahntropferei macht mich fast wahnsinnig. Die wird nur unterbrochen, wenn die Schwestern oder die Lehrschwestern die Schieber ausleeren und schrubben und desinfizieren und sich gegenseitig ihre Freuden und Kümmernisse erzählen. Niemand achtet auf den Lärm. Scheppern die Schieber quatschen sie lauter. Ich höre regelmässig eine Lehrschwester würgen, wenn sie Spucknäpfe scheuern muss. Mein Würgreflex wird dadurch auch gereizt und ich könnte der eine schwalben. Zuerst versuche ich, wenigstens die Kontrolle über einen Finger zu bekommen. Ich muss Zeichen geben können. Dann übe ich das Wort Wasserhahn auszusprechen. Jedes Mal, wenn jemand den Raum betritt, schreie ich Wasserhahn. Innerlich. Mich hört niemand. Ich versuche die Augen aufzureissen. Auch das gelingt mir nur in meiner Vorstellung, jedenfalls reagiert niemand darauf. Ich denke nach, was mit mir los sein kann. Nicht aus der Narkose erwacht, trifft ja nicht zu. Ich bin wach. Ich beginne, meine Schmerzen wegzudenken. Der tropfende Wasserhahn stört meine Konzentration. Mein Hirn langweilt sich, wird aber von Wassertropfen durchbohrt. Ich beginne, den Rhythmus des Tropfens in meine Gedanken zu integrieren.

Foto: Koßma

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Zuerst funktioniert das nur in einem festen Rahmen. Ich rezitiere Gedichte im Wasserhahntropftank:

Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben seine Wort’ und Werke merkt’ ich und den Brauch und mit Geistesstärke tu’ ich Wunder auch …

Goethe und Schiller und Heine und Weinert eigenen sich gut dafür. Irgendwann ist mein Repertoire ausgeschöpft und ich stürze mich innerlich auf Küchen- und andere Lieder.

Bei Phyllis habe ich sogar das Gefühl hüpfen zu können. Ihren Schäfer zu erwarten tralerali tiralerala schlich sich Phyllis in den Garten tralerali tiralerala in dem dunklen Myrtenhain schlief das lose Mädchen ein tralerali tiralerala tralerali tiralerala

Später dekliniere oder konjugiere ich jedes Wort zwischendurch, bestimme die Fälle und füge alle Steigerungsformen ein.

Hat der alte, alt, älter, am ältesten, Hexenmeister, der Hexenmeister, die Hexenmeister, des Hexenmeisters, der Hexenmeister, dem Hexenmeister, den Hexenmeistern, den Hexenmeister, die Hexenmeister …

Irgendwann ist auch das langweilig und ich steige auf Mathematik um. Das kleine Einmaleins rückwärts und vorwärts als Kombination. 100:10=10×10=100; 90:10=9×10=90 im Tropfentakt.

Dann das grosse Einmaleins, dann Wurzeln ziehen, dann Quadratische Multiplikation … dann Kreuzworträtsel vorstellen, dann lange Wörter buchstabieren. Mein Hirn muss beweglich bleiben, sonst sterbe ich. Sterben kommt nicht in Frage, nicht wegen eines offensichtlichen medizinischen Irrtums. Das lasse ich mir nicht gefallen. Grade nicht.

Der Rhythmus des Wassertropfens ist immer wieder anders, sobald jemand den Wasserhahn auf und wieder zugedreht hat. Unzählige Male. Rund um die Uhr. Hier haben mich alle aufgegeben. Ich bin durstig, mein Hals schmerzt. Der kleine Watteträger, der angefeuchtet über meine Lippen gezogen wird, hilft mir auch nichts. Ausserdem krabbelt das in meinen Wundwinkeln, wenn die Schwester zu vorsichtig dabei ist. Ich will das alles nicht. Ich will nicht nur an diesen Infusionsschläuchen hängen. Niemand kümmert sich drum, ob ich Hunger habe. Ich kann schlucken, mein Magen ist ok. Tür auf, Tür zu, Klappern, Stimmen und ich schaue nur an die Decke dieses unsäglichen Raumes. Dieses ganze Leben ist doch irgendwie ungerecht mit mir. Kaum bin ich erwachsen, geht es so richtig beschissen weiter.

Foto: Koßma

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Später habe ich Phasen zwischen Depression und Wutanfall. Ich könnte heulend Amok laufen. Nicht mal beim Krepieren hätte der Mensch hier seine Ruhe! Ständig Lärm, Gestank und dieses elendige Tropfen. Ich zähle die Visiten. Am fünften Tag bin ich schlichtweg stinksauer. Ich beginne, mich auf eine Brandrede vorzubereiten. Sobald ich wieder auf den Beinen sein werde, können die sich hier alle was anhören. Das steht fest! Das ganze Gesundheitswesen muss überdacht werden. Zuerst verlange ich die Reparatur des Wasserhahnes und danach erzähle ich denen was über Gerüche. Denken die denn, jemand, der keine Lebenszeichen geben kann, riecht auch nichts? Mal abgesehen von den Schiebern, dem Desinfektionsmitteln und den Spucknäpfen, fühlt sich jeder, der hier alleine arbeitet unbeobachtet und kracht seine Ausdünstungen durch den gefliesten Raum. Und dann wird mein, mir explizit zugewiesener, Aufenthaltsraum auch noch nachts von einigen als Raucherzimmer genutzt. Denkt denn niemand nach?

Die Rede ist fertig, der neunte Tag beginnt, ich habe Mathematik, Musik, Gedichte, Grammatik und alles andere satt. Schlafen würde ich ganz gerne, einfach einschlafen, von mir aus auch nicht mehr aufwachen. Nur die Ruhe dazu gibt es nicht. Dafür erfahre ich Familiengeschichten, weiss nun, welche Schwester mit welchem Arzt wollen würde, hatte oder haben werden plant. Meine Güte haben die alle Probleme. Klar, dass die mich vollkommen ignorieren.

Foto: Koßma

Foto: Koßma

Schlafen und wachen verwischen, ich kann es manchmal nicht mehr unterscheiden, spüre tiefgehende Schwäche krame in meinen fachlichen Erinnerungen, wie lange der Mensch nur von Infusionen leben kann. Die lassen mich aus Unachtsamkeit verhungern und verdursten, vermute ich und stelle mir eine Weile vor, wie schön schlank ich werden könnte, hielte ich das aus.

Ich spüre Druckstellen an meinen Schulterblättern, am Hintern und vor allem an den Fersen. Aus Gründen, die gegen jede Pflegeerfahrung sprechen, wird mir seit Tagen Zellstoff untergelegt. Bettwäsche nur für die mit Aussicht auf Leben. Zellstoff ist Anfang der 70er in der DDR kaum weicher als Baumrinde und krümelt unter mir. Ich habe mich insgesamt dem Geruch des Raumes angepasst, werde zum Ding, auf dem Rummelplatz der Ignoranz.

Irgendwann weine ich und versuche sofort, wieder damit aufzuhören. Die Tränen nicht wegwischen zu können, macht mein Daliegen noch unbequemer. Nun krabbelt mir die Nase und brennen die Wangen.

Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für meinen Zustand und genau so wenig ist zu erklären, warum ich am elften Tag plötzlich munter geworden bin und die Schwester, die gerade in dem Raum hereingekommenen ist, gefragt habe, ob an der Tür denn keine Klinge sei. Ich hebe dabei beide Hände und lasse sie mit Wucht auf die Trage fallen.. Die Arme hat mich wie einen Geist angeschaut und – sie leben ja doch- warten sie hier, ich hole jemand- gerufen, und ist abgeschwirrt.

Ich lebe doch? Na hallo, wollten die mich hier mumifizieren? Warten sie hier? Na, was denkt die denn, wohin ich in dem Aufzug gehen kann? Ich bin so sauer, der Arzt, der den Raum mit wehendem Kittel betritt, nimmt meine Ankündigung, ich werde mir das nicht länger gefallen lassen, als Ausdruck meiner geistigen Umnachtung und schickt die Schwester nach einer Beruhigungsspritze. Ich sage in aller mir möglichen Ruhe: Ich habe elf Tage hier zugebracht, habe alles gehört und bin an dem Wasserhahn fast verzweifelt. Er antwortet: Das bilden sie sich ein. So was gibt es nicht. Ich überlege, ob ich ihn mir zum Freund mache, wenn ich ihm erzähle, dass ich seit ein paar Tagen weiss, wen er poppt, muss aber nicht weiterdenken, denn die nach der Spritze geschickte Schwester hat im Dienstzimmer erzählt, ich sei wach geworden und nun kommen alle nachschauen.

Ich werde nicht ins Krankenzimmer, sondern erst in den Duschraum gefahren. Schande über Euch, möchte ich rufen. Alle Schläuche werden aus mir gezogen. Ich bekomme ein richtiges Bett und Schonkost. Durch die fühle ich mich regelrecht misshandelt. Ich will Schnitzel, Krautrouladen und Gulasch. Drei Wochen brauche ich zum Laufen lernen und ich verlange den Chefarzt zu sprechen und halte meine Rede. Medizinisch ist das für ihn ausgesprochen interessant. Ansonsten ist, was ich erlebt habe, in der sozialistischen Medizin der DDR gar nicht möglich. Er gibt mir das deutlich zu verstehen.

Ich lasse mich auf eigene Verantwortung entlassen, werde wieder fit (bis zu meiner nächsten OP) und eine viel aufmerksamere Krankenschwester als zuvor. Das beginnt schon damit, dass ich mich niemals an einem Bett anlehne.

Erst hier in Ungarn in der Ruhe der Puszta habe ich meine Geräuschempfindlichkeit weitgehend verloren. Wasserhahntropfen, Uhrenticken und andere monotone Geräusche meide ich immer noch.

Foto: Koßma

Foto: Koßma

Und wenn ich krank bin, will ich alleine sein.
Darauf bestehe ich.
Auch beim Sterben.

Dann ist es leicht zu sagen: Sie ist nun tot. Das ist wie geboren sein, nur auf einer anderen Seite.
Mehr will ich nicht, dass gesagt wird.

Und ich werde wissen, Ihr lebt Euer Leben.
(ACR)

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