Geht es um …

... meine Empfehlung ...„Denkzeiten“ von  hat mich wieder „gekriegt“

Zitat: „Facebook ist ein schwieriges Pflaster. Es ist vor allem eines mit vielen Fettnäpfchen und  Stolpersteinen.“ weiterlesen

 

Und ich habe wiedermal kommentiert:

Einen Facebookausflug habe ich schon 2008 gewagt und ihn recht schnell, nach 4 oder 5 Monaten – per Löschung meines Acounts, beendet. Damals bin ich nur einmal wöchentlich auf meinem Profil gewesen und ich wusste nicht richtig, wie ich damit umgehen kann.

Was mich seinerzeit gestört hat, habe ich inzwischen mit mir geändert.

– ich habe verinnerlicht, was ich veröffentliche gehört mir nicht mehr alleine. ich gebe etwas her und jeder kann damit machen was er will. Einzige Möglichkeit, dies nicht ansehen zu müssen, ist blockieren. Meine Liste ist lang.

– mir ist klar geworden, ich bestimme die Zeit und den Zeitraum. Mehr als eine Stunde Internetlesen will ich nicht. Schon das ist eine Menge Leben. Es sind im Jahr 365 Stunden und sollte ich noch 20 Jahre aktiv leben können, werde ich am Ende meines Lebens hoffentlich _nicht_ die mindestens 7300 Stunden Internetlesen beklagen. Eine Stunde täglich sind im Jahr mehr als 15 Tage. Von 20 Jahren Leben fällt sozusagen fast ein Jahr komplett ins Internet. (Bei einer Stunde!)

– gebe ich tatsächlich so viel Lebenszeit ans oder ins Internet „ab“, will ich etwas davon haben. Zunächst Freude am Erfahren, Informieren und Teilen. Ständig wird zwar behauptet, alles müsse/solle Spass machen. Ich gehöre eher nicht zu denen, die ununterbrochen irre feixend in den Seilen einer Spasswelt hängen wollen. Mir reicht Freude, die aber rein und frei. Nimmt mir also etwas die Freude am Erleben, lasse ich die Finger davon. Demnach_ kommt immer wieder jemand auf mein Profil und hat das Bedürfnis mich ärgern zu wollen- lösche ich und blockiere. Daheim würde ich so jemand auch des Hauses verweisen

– ganz wichtig, im Zusammenhang mit den bereits genannten Punkten: Es ist mir egal, was andere darüber denken, was ich tue, lasse, schreibe und lese. Natürlich freue ich mich, gefällt jemand, was ich beschreibe, zeige, erzähle, offenbare, aber ich mache mein Wohlfühlen nicht davon abhängig. Was ich schreibe, will ich so, und zwar genauso, formulieren. Sollte jemand meinen, er kann es besser, anders, schöner- Klasse, dann soll er es tun. Mit seinen Gedanken, seinem Können, seinem Wissen. Ich schreibe wesentlich mehr als ich veröffentliche und ich weiss mehr als ich sage. Meinen „Hirngiftschrank“ mag ich sehr. In ihm will ich einschliessen, was nur ich denken will, des Denkens wegen. Ich will mich nicht erklären, nichts beweisen, nicht bedrängt werden, suche keine Ratschläge, will nicht missionieren. Kommunikation bedeutet vor allem- sich gegenseitig informieren. Vergleich, Bewertung, Urteil bedarf sehr viel mehr Vertrautheit als ein FB- Freund ist.

„Lies mit und sag selbst auch was”, wäre meiner Ansicht nach eine gute Kontaktformel.

– verwundert hat mich tatsächlich, wie empfindlich Freunde reagieren, wenn sie im Facebook etwas von mir finden was sie selbst noch nicht wissen. Die spitz klingenden Bemerkungen: “ Ich muss ja nur in FB schauen, dann weiss ich wie es Dir geht“, überhöre ich.

Freund sein heisst nicht mitbestimmen. Freund sein heisst Freund sein. Ich bin Dir Freund, weil Du bist – wie Du bist. Was Du bist ist dabei unwesentlich.

Der Freund, der sich nicht freut, beinahe täglich etwas von mir zu lesen und zu sehen … nur weil es nicht exklusiv ist, will nur meine Lebenssonne, nicht mich.

– wer mit mir anbändelt, wird blockiert. Wer mich bewirbt auch. Wer mich als Postkasten für seine Reklame sieht, ist keine 3 Minuten länger im FB-Freundesstatus. Dieses blödsinnige: „Danke für Deine Freundschaft, bitte besuche auch und schau da und dort”, ist peinlich. Ein Mann, der nur auf eine Seite schaut, weil er rote Haare sehr gerne sieht, soll sich einschlägige Seiten suchen- den blockier ich. Wer mich trotz mehrfachem Hinweis mit Angela anschreibt, wird blockiert. Wer gefällt mir drückt, wenn der 10 Minutenlesetext erst 30 Sekunden öffentlich ist, wird einmal angemahnt, es geht mir nicht um Stimmen, hernach blockiere ich, wenn sich das wiederholt. Wer sich für mich und was ich tue ohnehin nicht interessiert, muss auch nicht auf meiner Freundesliste sein.

 

Ja, so ist es, ich habe mein Profil zu meinem „Wohnzimmer“ gemacht und bestimme, wo meine Möbel wie stehen und sollte meine Einrichtung jemand nicht gefallen- die Welt ist weit- die Tür offen.

Seitdem gefällt mir FB. Ich habe immer Freude und bisweilen sogar richtig Spass. Manchmal hänge ich tatsächlich, vor Vergnügen quiekend, in den Seilen des Tages und lache noch am Nachmittag über Sachen, die ich früh gelesen habe. Ich kann über 2700 FB-Kontakte niemals aktiv pflegen, bekomme mehr Privatnachrichten als ich wirklich pflegen kann und freue mich über anspruchsvolle Leser mehr als über flüchtige Klicker. Es ist eine schnelle Kontaktmöglichkeit rund um die Welt und solange es nicht die einzige Kommunikation ist, Leben.

Und manches Interessante würde ich nie erfahren haben- folgte ich nicht den Links derer, die ich gerne und regelmässig lese.

Mal eine gute Gelegenheiten, zu danken, meinen Facebookfreunden.

 

Beste Grüsse

charlotte

(ACR)

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Eine Antwort auf Geht es um …

  1. Sandra sagt:

    Ich freue mich immer, wenn ich dich kriege, weil deine Kommentare mir so viel Input geben, sie immer tief, durchdacht, vielschichtig, belebend und lebendig sind. Dafür bedanke ICH mich bei dir!

    Ich denke immer, man selber sollte seine eigenen Grenzen achten, sie aktiv stecken und sie nicht von anderen übertreten lassen. Wer deine Grenzen nicht achtet, ist es nicht wert, dass du dich irgendwie schlecht fühlst, weil du ihn nicht drüber trampeln liessest. Wer deine Grenzen nicht achtet, der achtet dich nicht. Genau das sollten Freunde aber tun.

    Liebe Grüsse zu dir
    Sandra

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