1000 Zeilen neu … fast fertig (Auszug)

Erkenntnis ist im Gehen leichter

Erkenntnis ist im Gehen leichter

„Vorm Tod hat sie keine Angst, eher vorm würdelosen Sterben. Der Mensch hat allerhand Vorstellungen und sie, die ehemalige Krankenschwester mit Staatsexamen, ist nicht unwissend, hat viele Tode gesehen. Langsames Herauskratzen des Lebens aus Körper und Geist ist ein elendiger Zustand. Brennende Schmerzen gar. Womöglich Wunden. Bewegungseinschränkungen. Stupides Vorsichhinliegen, reines Vegetieren. Inkontinenz aller Funktionen. Ausgeliefertsein. Die Last der Verantwortung, wie sich die um sie herum Lebenden fühlen. Abhängigkeit von fremder Menschen Lächeln und Hingabe. Bei genauer Betrachtung: Was allgemein unter Sterben verstanden wird, sind seit einigen Jahren für sie die guten Tage. Und so ist heute der, an dem sie abbricht. Das Ganze. Alles. Endgültig. Ein gültiges Ende.“

(ACR)

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