Warum lassen wir uns nicht wie wir sind und werden was wir wollen …

ist mein allererster Gedanke gewesen- der sich unzählige Male wiederholte, während ich die Artikel hinter dem Link las.

Literaturcafe.de – Große Diskussion um Self Publishing 

Zwei endlos lange, mangelhaft strukturierte und mit Sicherheit nicht verlagslektorierte Artikel eines Autors, die meiner Ansicht nach nur als Mehrtagslesestoff taugen und einen außergewöhnlich gewöhnlichen Einblick in eine Welt aufdrängen, die offensichtlich noch wesentlich kreativitätszerstörender ist als ich es mir je vorstellen konnte/wollte.

Zuerst wollte ich es einfach überblättern, kleines Kreuzchen rechts oben drücken und gut. Jedoch hat es mich nicht in Ruhe gelassen, mit wie viel „man“ scheinbare Argumente paniert werden, die nicht nur hinter oftmals anonymen Usernamen  verwaschen werden, sondern vor allem auch durch sich selbst kaum Aussagen beinhalten.

So habe ich, statt das Kreuzchen rechts zu drücken, das Kommentarfeld ausgefüllt und losgelegt:

ACR Kommentar:

Angela Charlotte Reichel schrieb am 12. Mai 2013 um 14:20 Uhr

ich zitiere Sie:
“Vorab: Dieser Text von Tom Liehr richtet sich nicht an jene, die mit der Selbstveröffentlichung irgendwelcher Texte via KDP & Co. ein schönes Hobby für sich entdeckt haben, sondern an Menschen, die sich mit der Idee, Schriftsteller zu werden, zu sein und zu bleiben, ernsthaft auseinandersetzen, aber möglicherweise irrtümlich annehmen, die Aufgabe der Verlage bestünde allein darin, Bücher herzustellen.”

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Angenommen Menschen kämen auf die Idee, einzige Bestimmung der Verlage sei das Herstellen von Büchern.

Worin liegt die enorme Gefahr, vor der Sie warnen? An irgendeiner Stelle nennen Sie ein Werk, welches, nach meinem, zugegeben, flüchtigen Eindruck, wie eine ständig erweiterbare Werkstatt Instrumente feilbietet. Damit können Schreibende, die nicht denken der Verlage alleinige Aufgabe sei das Produzieren von Büchern, ihre Arbeiten denen angleichen, die vermuten, sie seien die Sachkundig(st)en auf dem Gebiet.

So etwas ist Zeitgeist. Es gibt auch viele, die sich Nasen, Hinterbacken und Augenbrauen nach anderer Leute Körperteilen nachformen lassen, weil sie vermuten, die seien schöner und führten zu Erfolgen.

Allgemeiner Abschied von Alleinstellungsmerkmalen oder grundsätzliche Faulheit, selbstständig nach einer Lösung zu suchen?
Die Behauptung, das Rad müsse nicht ständig neu erfunden werden, wird durch die weltweit unterschiedliche Weiterentwicklung des Rades zur Floskel.

In Foren kochen immer die gleichen Wisser an den gleichen Suppen für unwissende Esser? Fühle ich ähnlich. Egal, welche Tür aufgemacht wird, dieselben sind immer schon da. Und es gibt alle möglichen Bemüher. Die, die anderen nachrennen, selbst gehen, nichts tun, abschreiben, Rezension gegen Rezension tauschen, Gefällt-mir – Marathons starten, Endlosteiler, Gegenseitigkaufer, Dauerkopierer. Es gibt jene, die hofieren, probieren, testen, löschen, neu schreiben, jammern, klammern, still bleiben, laut schreien … es gibt die Neider und Nichtleider, die Affektierten und die Angeschmierten. Es gibt die Tuschler und die Aufrichtigen und deren Gegenüber. Und viele mehr, alles, was unter Menschen überall üblich ist, bleibt und geworden ist.
Unter Verlagsautoren wie unter Nichtverlagsautoren, unter Hausfrauen wie unter Unternehmerinnen.

Im Zusammenhang mit Self Publishing gibt es kaum irgendetwas ohne Verkaufszahlen oder Verdiensten, Ranking und Preisstaffelung. Informationen, Diskussionen, die alle mehr oder minder etwas mit Geldverdienen zu tun haben sollen und es nur in Einzelfällen wirklich erreichen.

Der Kunde Leser liest mit und wird informiert, auf welche Weise er geködert werden kann, wie er als Markt aufgeteilt wird, wie dick die Scheibe Schinken ist, die er auf des Autors Brötchen finanziert.

Wem`s gefällt. Rechter als recht hat keiner von allen. Es ist ein reines Vertreten eigener Ansichten, von mir aus Glaubensbekenntnisse, was auch immer.
Es ist m e n s c h l i c h.

Schriftsteller sein ist ein freies Leben. Diese Freiheit geht in all dem baden und ertrinkt, was daran hindert, frei zu sein. Freiheit ist selbst bestimmend. Sie bedarf einerseits Disziplin und sich zu sich bekennen und andererseits ein paar banal anmutende Voraussetzungen. Meinen die einen, dies biete ein Verlag, ist das meines Erachtens genauso rechtens wie die Überzeugung all derer, die auf anderen Wegen gehen.

Eine Vorstellung teile ich. Verlage suchen in der Mehrzahl keine Werke. Sie suchen Handwerker, die in ihrem Auftrag und Sinn genau das produzieren, von dem angenommen wird, die Leserschaft sei gewinnbringend.

Na und?

Eilten die einen den Verlagsautorenideen und die anderen den Manifestideen der alles selber machenden Nichtverlagsautoren mit der Werkzeugausgabe nach, blieben Sie derjenige, der über all dem steht und die Richtung vorgibt, nämlich hin zu IHREN Vorstellungen?

Woher wissen Sie alles und warum glauben Sie daran; an sich, was sie tun, was sie unterlassen?

Was unterscheidet Sie von all denen, die auch an sich glauben und demnach weniger an Sie?

Machen Sie und viele andere das Werten, Bewerten, Beurteilen, Vergleichen künstlerischer Arbeiten nicht am Ergebnis, sondern an der Machart fest? Ich weiß jetzt schon, ich wähle einen hinkenden Vergleich, frage dennoch: Ist ein handgestrickter Pullover weniger wert als einer aus der Produktionslinie? Na hallo, da hat aber jemand nie ein 3 Euro 99 Maschinenstrickteil gesehen.

Oder reden wir von Marken? Ist eher der Mensch einer Marke nahe (wenn es auch komisch klingt) als ein Verlag?
Schriftsteller, Autor, Verlag unter die sogenannten Räder kommen können sie jederzeit. Einzeln und als Paket.

„Lobe den Sonnenuntergang erst als schönsten, wenn Du sicher sein kannst, Du erlebst keinen weiteren.“ (ACR)

Folgten Sie mit Ihren Ausführungen ausschließlich dem menschlichen Drang eines Autors, über die Erfahrung mit den eigenen Werken zu sprechen, brauchte es weder den Umfang noch die unendlichen Füllworte, Worthülsen und Beispiele.
Demnach folgere ich subjektiv, Sie wollen polarisieren.
Mit welchem Ziel?
Ich gebe zu, an einigen Stellen Ihrer Ausführungen habe ich herzlich gelacht. An anderen wurde ich lediglich von der Kaffeetasse in der linken und der Maus in der rechten Hand daran gehindert, eine unanständige Handbewegung zu machen. Das geht mir bei Bohlen aber auch so und bei der Schwarzer. Auch Nietzsche reizt mich gelegentlich zum Kopfschütteln, Stirnklopfen oder zum „Aha“, dem Effekt, der weiterbringt und weiter bringt. Bei Bohlen denke ich eher an einen Narziss, bei Frau Schwarzer daran, wie viel einfacher es zu sein scheint, für Prinzipien zu kämpfen als in ihnen zu leben, na und Nietzsche steht für mich als ein Beispiel, was einem anderen in den Mund gelegt wird, der sich nicht mehr wehren kann.

Aber ich komme beim Lesen Ihrer Ausführungen nicht weiter, erkenne nicht, wohin Sie wollen mit dem Leser, dem Einseher, dem Erkenner, dem Jubler oder dem Widersprecher. Gut, es käme noch der Frager hinzu. Ich rechne mich zu Lesern und Fragern.

Ein Mann wie Sie (Gendertechnische Schnörkel lasse ich weg- es könnte auch eine Frau wie eben nicht Sie, sondern eine –irgendeine- Frau, die von der Sache gleichviel oder gleichwenig oder Gleiches versteht oder gleiche Ansichten vertritt oder so …. Sie merken, ich bin eine, die das mit der Frau/Mann Trennung einfach nicht hinkriegt, und eher Mensch sagt. Nur klingt in diesem Falle: „Ein Mensch wie Sie“, … untertonbehaftet und so bleib ich ganz bei mir, und wie ich bin, und komme auf -à ‚Ein Mann wie Sie‘, zurück.)

Also: Ein Mann wie Sie sollte nach meiner Vorstellung nicht nur polarisieren und auch nicht in seine Richtung weisen. Ein Mann wie Sie verfügt über Möglichkeiten, zum Nachdenken anzuregen, dem Aha – Effekt ans Licht der Erkenntnis zu verhelfen. Ich bekomme den Vergleich mit Lotto spielen und der Chance, Manuskripte an Verlage zu schicken und Beachtung zu finden mit Einschränkungen zusammen. Lottozahlen werden gezogen und hängen nicht einen Deut daran, ob der Redakteur der Sendung zurzeit Stress mit seiner Frau durchlebt.

Der Lektor, und sei er noch so professionell, der gestern auf einer zu kurzen, schmalen Couch nächtigen musste, nachdem ihm seine Frau was von Gleichberechtigung geblasen hat, wegen des Mülleimers, wird heute früh die feministischen Anwandlungen eines Manuskriptes vollkommen anders werten als der Macho, der über solchen Krümelkram sowieso nur lacht. Ich bin sicher, der eine kann es nicht ertragen und der andere feixt sein: „Lass sie mal“, in die Kurznotiz, dies solle sich noch jemand anderes anschauen. „Lesenswert. Lustig allemal.“

Lottospielen, Suizid, was auch immer Sie noch beispielhaft heranziehen, hätte zu allen Zeiten zur Verhinderung einer Veränderung geführt. Und! Stets ist so etwas auch versucht worden. Anderssein ist Unsicherheit. Für wen? Fürs Alte? Es hat sogar Kriege gegeben, zwischen Fortschritt und Stillstand oder gar Rückschritt. Niemand wollte Wege frei machen. Raum schaffen. Zurücktreten.

Sofern Sie jedoch über den Büchermarkt reden, von Schriftstellern, Autoren, Dichtern geht es nicht ums Wegfreimachen. Es ist kein Verdrängungsprozess. Es sollen nicht die Pferdekutschen durch Lastkraftwagen abgelöst werden. Es bieten sich durchs Internet andere Wege, weitere Möglichkeiten, zusätzliche Entfaltungen, Ausgangspunkte für Experimente. Menschen leben länger. Sie sind geistig beweglicher, sie haben in den letzten Jahrzehnten an Mobilität gewonnen. Nicht nur die elitäre Gruppe verlagsbestätigter Menschen hat etwas zu sagen. Da ist was herangewachsen seit der Erfindung des Buchdrucks.

Seit Menschengedenken sind Versuche die Grundlage für Umbrüche, Veränderungen, Abweichungen, Neues. Ist nicht alles, begonnen vom Entdecken und N u t z e n des Feuers, bis hin zum Erforschen ferner Galaxien, eigens das Menschausmachende? Pioniergeist?

Stellen Sie sich vor, alle wären denen gefolgt, die einst behauptet haben, Eisen könne weder schwimmen noch fliegen. Es haben sich Menschen verbrennen lassen für ihre Überzeugung, die Erde sei keine Scheibe und nun sollen wir schamhaft den Kopf einziehen und schweigen, weil Sie befinden …

Und nun kommt´s: Was befinde Sie denn überhaupt? Was wollen Sie sagen mit Ihren Artikeln. Wovor haben sie es nötig, Schriftsteller, Autoren, Self Publisher, Verlage, Amazon, Leser … ?sich? zu bewahren, retten, schützen?

Mal angenommen, ich wäre überzeugt, Beton könnte singen, warum sollte ich damit nicht so lange experimentieren, bis ich keine Lust mehr habe oder der Inhalt meines Betonmischers Charleston tanzend Arien singt?

Einzige Einschränkung: Sollten Sie aus irgendeinem unerklärlichen Grund an meine Versuche gekoppelt sein, im oder außerhalb des Betonmischers, könnte ich Ihre Unbill verstehen. Dann wären Sie mit Bemerkungen wie Dreck oder Müll sogar den Ausgangsprodukten nahe. Verdonnerte Sie jemand, meine Betonsingexperimente zu finanzieren, verstünde ich, Sie unterstellten mir überkandidelten Schwachsinn.

Aber so.

Was nun?

Beste Grüße
ACR

Es folgten weitere Diskussionsbeiträge und einer davon entlockte mir:

ACR Kommentar:

Angela Charlotte Reichel schrieb am 14. Mai 2013 um 10:45 Uhr

Zitat:
“Da drängt sich die Frage auf, ob Bücher aus Verlagen wirklich so viel voraus haben.”

Ich füge in diesem Zusammenhang meinem Kommentar s.o. #15 hinzu:

Die Frage drängt sich mMn nicht auf. Sie ist vollkommen unschuldig. Sie ist bei allen möglichen Gelegenheiten immer wieder hervorgeholt worden, ist weiterhin präsent.

Im stetigen Drang des Vergleichens wird sie von uns selbst erschaffen. Ob dieses ewige Gegenüberstellen wirklich Ergebnisse bringt, wird die Zukunft zeigen. Vor allem, -welche- Ergebnisse und für wen.

„Du bist dünner als ich, ich bin größer als Du, er ist jünger als sie, so alt ist sie, aber niemand sieht ihr – mangels Falten- das an.“ Was bringt´s? Die Menschen schnippeln und spritzen und salben und übermalen, haben Essstörungen, Depressionen, Burn out und was nicht alles. Nun soll noch dazukommen- „Du bist nur ein Allesselbermacher, Du gehörst nicht zu uns, so lange Du nicht beweisen kannst …“

Bisher habe ich noch keinen Verlag(svertreter) gefunden, der behauptet, die Werke “seines Verlages” seien durchweg fehlerfrei und stilistisch auf makellosem Stand. Ein öffentliches sich gegenseitiges “Fehlerumdieohrenhauen” ermöglicht keine freie Debatte. Gespräche wie:
” So lange Du die Kommas nicht richtig setzt, hast gar nichts zu sagen!”, führen in die Totschlagargumentenkammer. Damit steigern wir das ewige Vergleichen. Dann geht es nicht mehr (nur) um Verlagsautor gegen Self Publisher, sondern Mensch gegen Mensch.

Verschwenden wir womöglich Ressourcen , wenn wir Argumente in den Raum werfen, die nichts anderes als Schweigen, Verteidigungs- oder Angriffshaltung ermöglichen? Na gut, eingeschnappt könnte der eine oder andere noch sein.

Verhindern wir Schaffensperioden, Experimente, Diskussionen, ja Kommunikation insgesamt, wenn nur noch reden, schreiben, kreativ sein darf, wer sich in einem vollkommen fehlerfreien Raum bewegt?

Und vor allem … mal angenommen, den gäbe es wirklich: Wer ist der Prüfstein, auf dem das Siegel der Würdigkeit vergeben oder das Werk zerschlagen wird? Wer wird durch wen zu etwas gemacht, was über allem steht und “gut” oder “schlecht” stempelt oder “würdig” und “unwürdig”?

Nur wegen der Behauptung, Self Publisher könnten Verlagsautoren „nicht das Wasser reichen“, mit dem Umdrehen des Spießes reagieren? Wozu? Welches Ergebnis bringt so etwas?

Es gibt Tatsachenberichte von Verlagsautoren, da steigen einem die Tränen in die Augen. Selbstbezeichnungen wie “Schreibsklave” und “Schreibmaschine”, der Monatslohn eines Normalverdieners als Jahreseinkommen, schreiben auf Bestellung in Zeitnot, Verstümmelung der eigenen Manuskripte bis zur Unkenntlichkeit, wird beschrieben und allerhand mehr.
Darüber könnten nun wieder die Self Publisher lachen. Andersherum glänzen einzelne Self Publisher mit Jahresverdiensten, die den, der seine Autorate kaum zusammenbringt, in die Tischplatte beißen lässt.

Verlag, nicht Verlag, Agentur, nicht Agentur, gedrucktes Buch, eBook, hungernd weiterschreiben statt Brotberuf – die Entscheidung trägt der Einzelne für sich.
Warum lassen wir uns das nicht? Warum sollte ein Verlag oder ein singender Frosch, ein hüpfender Vogel, ein umgedrehtes Bügeleisen oder was auch immer, einem Buch etwas verleihen, was andere auch nur -glauben- können. Wissen wissen´s alle nicht.

„Was drauf steht, ist auch drin“-, hier besser: „Was ich erwarte, finde ich auch vor“ ist gerade bei Büchern eine Frage des ganz persönlichen Empfindens. Darüber reden wir hier auch gerade, Verlag garantiert keine Fehlerfreiheit, SP auch nicht, Bestseller wird X Mal gekauft, davon wahrscheinlich zu einem hohen Prozentsatz gelesen und die einen finden die Geschichte toll, die anderen weniger und wieder andere wundern sich, warum das jemand Klasse finden kann.

Den einen ist das egal, sie schreiben weiter, andere tummeln sich in allen möglichen Foren und Gruppen, suchen Vergleiche und hoffen auf Bestätigung.

Und bitte, habe ich nicht hier auch schon die Werbung gelesen, jeder könne schreiben lernen und bietet nicht der eine oder andere sogar an, jedem das Schreiben beizubringen? Liebesdienste? Freien Herzens anderen zu Ruhm verhelfen? Oder knackige Dienstleistungen gegen Kohle? Und dann? Ein nunmehr begabt gemachter Mensch ist sozusagen begabt worden von einem anderen begabten begabt gewordenen Menschen. Gegenseitiges Hochloben, ebensolches Bedanken. Tolle Bedarfslenkung. Klappte kurz nach der Wende vor allem im Osten. Aber die Zeiten sind doch vorbei.

Wird vergessen, es gibt immer nur einen 1. Platz? Einer beißt nun mal in das letzte Brötchen und/oder lebt mit knurrendem Magen. Sollte die Jagd nach dem 1. Platz tatsächlich irgendwann jede Kreativität hintenanstellen?

Ob nun bei “Kostenlos,- unter 1 Euro oder geben sie einfach was Sie wollen” … wenn es nur einer macht, hat er den 1. Platz, gehen 10 den Weg, ist einer 10. Selbst die Möglichkeit, alle teilten sich einen Platz, tauchte den im Topf der Beliebigkeit bis auf den Boden.

Wir sind 100 000e … wohin sollte ein „Kampf“ führen? 100 000e erste Plätze gäbe es bei 100 000en Kategorien, die dann auch wieder entsprechend aufgeteilt werden müssten- unter den Hunderttausenden. Dann beginnt der Kampf um zwei oder drei oder mehr Kategorien? Oder hat der schon begonnen?
Macht das Sinn? Welchen?

Beste Grüße
ACR

Einige Beiträge später verabschiedete sich der Autor der beide Beiträge mit einem genervten „Herrje … “ Genau das habe ich zum Anlass genommen:

Angela Charlotte Reichel schrieb am 17. Mai 2013 um 08:31 Uhr

Zitat: ” Herrje. ( … )
Mit den folgenden (vergleichsweise) kurzen Worten werde ich mich aus der Diskussion verabschieden.”

Verabschieden?
… nun sind Sie der Eingeschnappte? Wer ist denn dann “man”? Sie erwähnen ihn gerade in diesem Text besonders oft. Macht der jetzt weiter?

Nachdem Ihnen “offenbar nicht ganz gelungen ist, zu verdeutlichen, was Sie für das eigentliche Problem halten”, zeigen Sie nun uns – wie soll ich es nett sagen- sinngemäss das eindrucksvoll- aussagekräftige Cover ihres SP- Buches – erwähnen das “böse Wort”, rücken Ihren Stuhl nach hinten und verlassen den Raum?

Offenbar nicht gelungen? Eigentliche Problem? Wenn ich mal kurz erinnern darf, Sie haben den Versuch gemacht, Lottospieler in Hirschkostüme zu stecken und einer Menge Leute einzureden wollen, sie seien auf dem Weg in den Wald und zusätzlich noch zu bleeede, sich vorher zu erkundigen, ob dort überhaupt gejagd wird.

Bissel mit der Bürste waschen ist wirklich kein einseitiger Akt. Wer andere schrubbt, sollte sich übers Abtrocknen nicht wundern.

All denen, die sich durch Ihre Beiträge gequält haben, schicken Sie nun ein “selber schuld” in die Runde und verduften?

Sie sind anerkannter Verlagsautor und Journalist, haben eine entsprechend eindrucksvolle Vita verfasst, und packen schon bei ein paar Reaktionen nach Ihren eigenen Vorlagen mit einem genervten “Herrje” die Tasche packen und gehen …

ich entschuldige mich vorab schon für die kommende Bemerkung, erstickte aber an ihr, erwähnte ich nicht meine Überlegung: Wie viele Hirschkostüme bräuchte es nun und kennt wer die Lottozahlen der letzten Woche?

Verlagsautor- nicht Verlagsautor, anerkannt- unbekannt, wiedermal eine Welle, auf der nicht mal der Wellenmacher surfen konnte.

War das Self Publishing, ist es schief gegangen und bestärkt die anerkannten Verlagsautoren in ihrer Auffassung, ohne richtiges Verlagslektorat usw. gehe sowieso nix.

War es anerkanntes Verlagsautorengehabe bestätigen Sie damit eine häufige Meinung der Self Publisher.

War es ein Kritikerauftritt ging der mindestens zur Seite los.

War es Ihre persönliche Sache, konnten Sie die offenbar nicht deutlich machen.

So viele Seiten und Lesezeit für: “Der Initiator hat keine Lust mehr und löst die Runde auf” ?

Hätte das ein Self Publisher verzapft, fiele Ihnen sicher was ein.

Beste Grüße
ACR

Eine Information mittels Privatnachricht und ich habe korrigiert:

Angela Charlotte Reichel schrieb am 17. Mai 2013 um 11:39 Uhr

Zitat: “(ich habe, um das abermals zu betonen, KEINEN Roman per “Self-Publishing” veröffentlicht)”

Korrigiere mich hiermit: Ich hatte, nur den Angaben zum Verlag bei Amazon folgend, offensichtlich nicht tief genug recherchiert. Nun, nachdem ich mehr Informationen bekommen habe, nehme ich die Bemerkung zur “Herstellungsart” selbstverständlich zurück.

Beste Grüsse
ACR

Anmerkung: Alles zwischendrin und vorher/nachher zu lesen, macht insofern Sinn als sich Türen öffnen und Welten erschauen lassen, von denen nach meiner An- und Einsicht nur die eine Ahnung haben, die denken sie hätten irgendeine Ahnung.

Der besondere Leckerbissen sind die überheblichen Selbstbeweihräucherungen und nachfolgend die unbeschreiblichen (verlags- ?)fachlichen Ratschläge einer, (sich selbst so nennenden) Verlagsautorin.

Mir hat es folgende Idee gebracht:

Dünkel ist kein Getreide

Kaum eine Steigerung für möglich gehalten, hat sie fortgesetzt, mit Ihren höchstpersönlichen 10 Erfolgsautoren- „Regeln“, wie jedermann versuchen kann, so zu schreiben wie Jedermanns Lieblingsautor schreibt. Das zeigt die Richtung aus der jener Wind kommt, von dem einige behaupten, es könne ein Sturm werden.

Sollte „es“ wirklich so funktionieren, gibt es bald nur noch die Kopien der Kopien der Kopien der Schreibstile derer zu lesen, die irgendwann früher mal interessante Geschichten geschrieben haben und Wiedererkennungswert hatten. Dann macht  sich die Literatur schlichtweg mit der Schönheitschirurgie gleich und wir können uns nicht nur die Hinterbacken von Cäsar  an die eigene Rückfront pappen lassen, nein, wir können auch Bücher lesen, die sich so lesen wie die von dem, der so schreibt wie der, der damals genauso geschrieben hat wie der, dessen Neffe gern die Bücher gelesen hat, von dem, der jeden Roman mit „als“ beginnt. Könnte aber auch jemand anders geschrieben haben. Wäre  d a n n  sowieso alles ein Brei geworden.

Wer will das?

Allein für diesen Blick hinter die Kulissen der allseits sich meist selbst befeiernden Verlagsautoren- hat sich der Lesemarathon dieser beiden Artikel und aller Kommentare gelohnt.

Eigenartig- der Zielpunkt sollten wohl die unfähigen, den angeblichen Markt verunreinigende Self Publisher sein… oder wie war das mit den Beispielen vom Hirschkostüm bis Suizid, Müll und Abfall ?

Warum lassen wir uns nicht wie wir sind und werden was wir wollen …

 

(ACR)

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