Vom Sterben der Schmetterlinge

Irgendwo, sonntags zur Frühstückszeit, suchen drei Ehepaare unabhängig voneinander die Antwort auf die Frage: 
„Wo sind die Schmetterlinge geblieben und wenn es die nicht mehr gibt, wo ist dann die ganz normale Liebe?“ 

Ganz ernst gemeint und nicht ganz so ernst genommen, werden die Momentaufnahmen jeweils aus Sicht der Protagonisten erzählt. 
Trotzdem sind es keine Frauengeschichten und Männergeschichten auch nicht. 

Menschengeschichten sind es allemal. 

 

Cover Printausgabe

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Auszug:

„Sybille sitzt, wie gemalt, lächelnd am Tisch. Ihr Blick ist umwerfend. Ansgar will sich aber nicht umwerfen lassen. Er ist ein wenig mürrisch und rundum lustlos.
Gäbe es einen Knopf, der ihn auf Automatik stellt, bewegte er sich nicht freiwillig. Er murmelt etwas von guten Geistern und schleppt sich ins Bad. Mit voller Blase ist nicht gut Kaffeetrinken. Hände waschen, Zähne putzen.
‚Himmel, diese Arbeit immer am frühen Morgen’, bedauert er sich, nimmt, ohne hinzuschauen, seinen Bademantel vom Haken und zieht ihn über. Daneben hängt seit Monaten ein neuer, der nicht schlecht aussieht und auch mollig ist. Er mag ihn aber nicht. Warum? Keine Ahnung. Es reicht, ihn nicht zu mögen.“

(ACR)

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