Manchmal setzt sich der Morgen an mein Bett während die Nacht noch Morgentoilette macht

mein Sommer

mein Sommer

Heute – drei Uhr, munter, wach, neu-gierig, rumliegen ist Zeitverschwendung, aufgestanden, traumhafter Morgen, Wellenrauschen,

Wellenrauschens Rauschen lauschen.

Inzwischen an Sommerschreibtisch umgezogen.

… durchregnete Nacht, wunderbar abgekühlt, heisser Kaffee, Morgenlektüre, noch abgelenkt von der Aussicht, bin immer wieder neu eingefangen von ihr … die Fischer sind draussen, Angler auch, und Segler …

charlottejahreszeit

Entschluss nun unumkehrbar:

Beginne meinen grossen Roman ganz neu, neues Manuskript schon 10 Seiten *** lache,

habe mich entwickelt, Sicht auf die Dinge ändern sich drastisch,

was ich sagen muss, braucht eine andere Stimme. Sonst verbrenne ich.

Klarer noch
und
unangesteckt von „Marktlageberichten“.

Habe nun beinahe 7 Jahre geübt, erlaube ich mir jetzt nur noch mich … alles.

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der schöne schlanke Hals sei besonders beachtet

Bin ein Dinosaurier, übriggeblieben, unbelehrbar, keinen Sinn für vorgegebene Trends und Moden, will nicht verenglischen – während ich in deutscher Sprache Worte suche, die klar und scharf wie Glas in der Sonne auch im Bruch noch spiegeln und schneiden und unbedingt auch schön sind- trotzdem oder gerade deshalb.

Manchmal: Will ich einfach nur sein können, weg von der Welt. Sehnsucht nach Schweigekloster, nur Feder und Papier.
Übergrosser Einfluss von all dem -im Wimpernschlagtakt- in mich Dringende, jede Neuigkeit nur so tief bis die nächste auftrifft, nichts hat wirklich Zeit sich in mir Platz zu suchen, durchdacht geworden Farbe bekommt – meine- von mir. Lese mich durch endlose Links immer tiefer in Themen, die mich nicht betreffen, mich nichts angehen, mich nicht mal berühren.

Letztendlich merke ich, es ändert mich nicht, weil ich nicht anders sein will. Wir Menschen sind keine Zufälle, die sich im Schwebezustand aller Teilchen dem anpassen sollen, was sich gerade ergibt. Ich glaube, wir Menschen sollten nicht versuchen, keuchenden Atems sein zu wollen wie alle sein wollen, weil sie glauben- alle sollen und wollen so sein. Täusche ich mich oder sehen sich viele inzwischen sogar ähnlich? Nasen, Ohren, Busen, Pobacken, Bäuche, alles inzwischen bestellbar, zuschneidbar … Gedankendenken auch?

Was ich bin, bin ich absichtlich.
Bin kein Zufall.
In meinem Leben bin ich die einzige Bastion bedingungsloser Loyalität, die allein von mir abhängt.

Ab heute nur noch täglich maximal eine Stunde Internetgehabe.
Gebe mir eine Woche, mich auf die Wesentlichkeiten zu konditionieren.
Habe Lieblingsblogs. Die lese ich weiterhin.
Habe Lieblingskontakte. Die pflege ich weiterhin.

Bekomme wunderbaren Sommerbesuch:

Ende des Monats die Freude des Jahres, ein besonderes Geschenk, fast wie von Gott geschickt.

Juni, mein Sohn, das Geschenk meines Lebens, zwei Wochen ganz Mutter, ich weine jetzt schon vor Freude darauf.

Ein paar Besuche noch, nur ganz besondere, ansonsten … ganz alleine meine Zeit, meine Welt.

ich darf so stringend sein. Lachend schiebe ich alles auf Altersstarrsinn.

Einmal wöchentlich „Was ungesagt bliebe“

und

  zweimal wöchentlich hier bloggen.

Facebook und auch dieses facebook muss in die eine Internetstunde passen.

Werde aber zwischendurch hier twittern.

Will weiterhin fotografieren, mehr sogar noch als bisher.

Eine Idee macht sich immer breiter … bin gespannt.

… schicke Grüsse um die Welt –
an alle Alle

und und und und

mit längerem Zwischenaufenthalt- diesmal Agadir 😉
Liebe meines Lebens – Mann meines Herzens – das ist so ein Morgen, der nach Liebesdingenworten schreit- schau in die Wolken- da steht´s geschrieben und an einer Hand abzählbare Tage noch und ich sag`s Dir persönlich-

Lachensehnsucht – Du weisst schon …

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… das ist heute DIE Musik des charlotte-Tages

3 mal hintereinander

 

Medizin gegen alles was keine Freude bringt ...

Medizin gegen alles was keine Freude bringt …

 

seit Jahren meine allerliebste Gymnastik- und Laufmusik

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Musik des Tages

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Die sing und lache ich heute übern Balaton …

Umarmung

Umarmung

Das Leben ist eben eine Wunder – Bar und wir
Menschen mixen uns die Cocktails …

 

Nimm mich mit

Nimm mich mit bis zum Horizont ...

Nimm mich mit bis zum Horizont …

Lass uns lieben

 

Freude im Herz

weisst Du das ich Dich liebe

Weisst Du das ich glücklich bin …      

 

 

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Von Computern und Wünschen und reitende Boten und andere Katastrophen

 

Gelegentlich wird das Wort geprägt, über etwas seien keine Worte zu finden … ich finde sie wohl, nur kann ich sie im Moment nicht aufschreiben, deshalb …. hier gesprochen:

ich rege mich nicht auf (1)

ich rege mich nicht auf (2)

ich bin ganz ruhig (3)

SOS

SOS

 

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Was sonst ungesagt bliebe – gesprochen von ACR

Was ungesagt bliebe … diesmal auch zum Hören …

@ACR- Schulanfang 1959    Erwachsene bringen Kindern auf diese Weise bei wie sie Solidarität vermeiden und Verrat üben. … gesprochen von ACR

 

 

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… Mensch, erinnere Dich ans Menschsein … verschiedenerlei Tränen –

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Es unterscheidet die, die sich Menschen heissen,
ob sie musizieren oder anderen mittels Bomben
die Leiber zerreissen.

(ACR)

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Freudentränen

Tränen der Fassungslosigkeit

 

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Mensch, Du willst die Wahl haben.

Mensch, Du hast die Wahl.

Mensch, wieso wählst Du so?

Kochtöpfe ! ?

Briefe ! ?

Mensch ! ?

Mindestens 12 Körperteile

Mindestens 3 Tote

Mensch ! ?

belegte Brötchen vergiftet

Mensch ! ?

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… lückenloser Ausfall

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Gerade noch; atme frei.
Grenzenlos.
Welt bildschirmgroß.
Daten bücherumfangreich
wimpernschlagschnell
um den Erdenball jagen.
Fotos, warm vom Leben,
global verschenkt mit Lachengruß.
Lebensfunken stempelgleich festhalten.
Übersichtlich lückenlos
Handynummer, Hemdengrößen,
Kinderfotos, Textentwürfe,
Liebesbriefe, Einkaufslisten,
Garantiescheine, Geburtsurkunde,
Testament, Terminkalender,
Zahnprofil, Sonnenuntergang,
Internetseiten.
Mehr noch.
Alles.
Im Hier.
Luftigleichte Jubelsprünge,
Zwei Herzschläge.
Mittendrin das Aus.
Stumm. Kein Blinken.
Farbloses Schwarz.
Wie wenn Hauses Dach verschwände,
Küche Tassen, Teller, Gabel, Löffel,
Schränke, Boden verlöre.
Aus selbstverständlich durchgemailter
Komplettdateienverwaltung ins
Nichts.
Weder Stift noch Zettel,
nicht Telefon und Handy haben Nutzen.
Adressen, Nummern, Namen im Bodenlosen
entrückt.
Stillstand.
Unverbunden der Hilfe los.
Wie gegensätzlich: Des Fortschritts Stillstand.

(ACR)

 

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Aus einem Thunderbirdforum habe ich Hilfe erhalten (und bekomme sie jederzeit weiter) – nicht nur ausgesprochen geduldig- fachliche, sondern besonders auch, aufmunternd menschliche …

… aber dazu später ausführlicher.

 

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… da platzt mir wiedermal der Kragen …

Wassertropfen (20)

dieses Foto hat ein geduldiger Freund (für mich) gemacht

Manchmal ist das so. Wochenlang schaue ich drüber weg, immerhin kann ich nicht den ganzen Tag zu allem was sagen. So viel Leben habe ich gar nicht übrig, zum Verschleudern. Klappe halten ist auch mal gut. Besinnung auf sich selbst. Nicht wichtig nehmen, vor allem sich selbst nicht.
Und dann … ich will es gar nicht und trotzdem platzt mir der Kragen.

So heute geschehen- wiedermal.

Habe einen wirklich interessanten Blogbeitrag gelesen.
Regenbogenpresse ist das Thema.
Der Beitrag selbst wurde diesbezüglich von den Kommentaren noch überboten.
Wie sowas nun mal ist, Meinung sagen, Gedanken zusammentragen…

Klasse.

(Achtung: Alle Kommataregeln habe ich zu Gunsten der Betonung – absichtlich- ausser Kraft gesetzt. Und das nur dem schuldend, ein ganz klein wenig nett entschärfend zu umschreiben, was sicherlich auch direkt in unterschiedlichen, jeweils Zweiwortsätzen, zu formulieren wäre. Will ich aber nicht.)
Einige Kommentare befassen sich mit dem, in diese Kommentare verfasst Gehabten innewohnedem, vorhandenen oder nicht vorhandenem Mitleidspotential mit denen, die dazu benutzt werden, den die Regenbogenpresseerzeugnisse Herstellenden die Brötchen und die Butter und den Schinken darauf zu erwirtschaften; und dem derer, die die hernach hergestellte Regenbogenpresseerzeugnisse lesend, zu eigenen Erquickung brauchen.

Das hat mich veranlasst folgendermassen zu kommentieren:

Da ist es wie­der, die­ses Wort, wel­ches im Grunde ein Menschen-Gefühl wie­der­spie­geln soll, aber nach mei­nem Emp­fin­den in den letz­ten Jah­ren meist mit »begrenzt« oder „nicht bis gar nicht vor­han­den“ rand­be­schmückt wird.

Mit­leid.

Wieso? Wo ist es hin? Es ist doch so mensch­lich, Mit­leid, Mit­ge­fühl zu emp­fin­den. Wenn wir schon kei­nen Euro geben, dann doch wenigs­tens ein Lächeln.
Nein? Die Zeit des Lächeln Schen­kens ist vor­bei? Immer­hin sind wir da ange­kom­men, in der jeder ein Promi sein kann– auch wenn wir dazu das Alpha­bet in die 999. Runde schi­cken müss­ten. Z– 245 Promi sind her­nach die Klein­dar­stel­ler für die Cas­tingshow in der die Besit­zer der 10 unauf­ge­wa­schens­ten Kaf­fee­tas­sen Deutsch­lands gefun­den wer­den sol­len. Mit Pro­be­trin­ken natür­lich, es soll schon echt wir­ken. Ekel ist ange­sagt. Wo bleibt nur das Geruchs­fern­se­hen end­lich? Müs­sen denn ihre gan­zen For­schungs­gel­der für Medi­zin aus­ge­ge­ben wer­den. Zuschau­er­quo­ten machen das Leben. Krebs, was ist schon Krebs? Wenn den ne Berühmte hat, lässt die sich die Brüste sicher­lich bald vor der Cam ampu­tie­ren.

Mit­leid? Ach woher auch.

Schrei­ben wir bei­spiels­weise Köni­gin Bea­trix (ich habe gegooglet, um zu wis­sen, was da los ist) kei­nen Brief, weil wir dann allen wei­nen­den Müt­tern die­ser Welt einen Brief schrei­ben müss­ten, und nie­mand so viele Briefe lesen kann und will, soll­ten wir wenigs­tens eine Wim­pern­schlag­länge lang die­ser Mut­ter geden­ken, die am Bett ihres Soh­nes sitzt und hofft, er möge aus dem Koma erwa­chen. Es ist voll­kom­men gleich, ob sie mehr Tafel­sil­ber in ihren Schrän­ken hat als Frie­dakla­re­sonja Mül­ler­mei­er­schul­zes­dch­mitt. Hier braucht’s nur ein Gedanke. Diese Frau ist in ihre Kreise hin­ein­ge­bo­ren, sie hat keine Kriege geführt und hat auf kei­ner Beset­zungs­dingsda geses­sen und war zu kei­nem Köni­gin­werd– Cas­ting. Sie ist gebo­ren und hatte das Leben. Will es jemand für sich oder was ist los?

Jeder, der in diese bun­ten Blät­ter schaut, bezahlt Geld dafür und betrach­tet das Leben (nicht nur) die­ser Frau (die­ses Men­schen). Schauen wirk­lich nur alle dahin, weil sie was abha­ben wol­len, was wis­sen, was sehen, was erha­schen … bleibt dann wirk­lich nicht die Zeit, ein­mal nur kurz auf­zu­schauen … ein­mal kurz Mensch sein???
Und Köni­gin Bea­trix steht hier nur als eine von Unzäh­li­gen, die durch diese Blät­ter gezerrt wer­den … benutzt und nur für uns …(?)
Machen wir uns wirk­lich keine Gedan­ken, wie sich ein Mensch fühlt, der nur, weil er ein Lied singt, was viele mögen, nun mit unend­li­chem, gel­len­den Geschrei und einer Bedräng­nis leben muss .. was andere Men­schen in die Klaps­mühle brin­gen würde? Ist nie­man­dem klar, dass ein kran­ker Mensch unter sei­nem Kran­ken­haus­bett­fens­ter keine 1000e »Fans« schreien hören will?

Haben wir Men­schen nichts ande­res als das Leben ande­rer Men­schen »nötig«?

Die Welt schaut einer Amy nach der ande­ren beim sich selbst Umbrin­gen zu und nach­her gibt’s die herz­zer­reis­sen­den Bunt­fo­tos vom Ker­zen­an­zün­den noch hin­ter­her?
Mag sein, sie haben alle die Wahl — m a g s e i n.

Wassertropfen (9)

auch ein Foto des geduldigen Freundes

Vor kur­zem hat eine mal ganz öffent­lich gezeigt, dass sie sich nicht jeder­zeit öffent­lich ver­mat­sch­quat­schen lässt, und ihr kam das ent­ge­gen, was auf Deutsch so heißt, dass jenes Wort vor Sturm klei­nen Kin­dern als »schlech­tes Wort« ver­kauft wird. Ich ver­wei­gere mich dem ebenso, wie ich es Fre­vel finde, in alten Büchern die Texte gen­der­ge­recht poli­tisch anzu­pas­sen.

Und– ich bin noch heute betrof­fen über die mensch­li­che Unmensch­lich­keit, die jene Kran­ken­schwes­ter nicht mehr erfuhr, mit denen aber den Ange­hö­ri­gen das heu­tige Welt­bild farb­lich klar­ge­stellt wor­den ist, die sich umbrachte, weil sie mit dem fin­gier­ten »Queen­an­ruf« nicht fer­tig wer­den konnte. Zur eige­nen Ent­las­tung und um nicht jenes Gefühl, Mitleid-genannt, auf­kom­men zu las­sen, wurde lapi­dar fest­ge­stellt: Sie habe sich schon mehr­mals vor­her umbrin­gen wol­len, es müsse also nicht mit jenem Anruf in Ver­bin­dung gebracht wer­den. Und außer­dem, also einen Spaß sollte schon jeder ver­ste­hen …

Mit­leid. Mit­ge­fühl. Einen Atem­zug mit dem Ande­ren tei­len? Nein, wir Men­schen lachen. Lachen ist doch auch mensch­lich. Soll sogar gesund sein. Gibt´s Stu­dien drü­ber. Alles Spaß! Jugend­li­che brin­gen sich um, weil sie spa­ßig ver­mark­tet wer­den, von andere Jugend­li­chen– Han­dy­film­chen und Inter­net­platt­for­men als Bun­teBlät­ter­Er­satz– es ist braucht nicht für alles Papier… es gibt Krank­hei­ten, die dem Mob­bing ent­sprin­gen, Men­schen lau­fen Amok, die Anzahl der Män­ner, die sich umbrin­gen steigt, Kin­der, die „Gegen-ihren-Willen-Alleinerzogene“ genannt wer­den könn­ten, wenn es nicht dau­ernd nur um Erwach­se­nen­wel­ten ginge, wer­den immer mehr, Frauen sind total über­for­dert … und wir lachen … wir fei­xen über andere, weil es ihnen in dem Moment noch schlech­ter geht als uns … oder es ihnen bis­her wesent­lich besser/anders ging als den meis­ten?

Und diese bun­ten Blät­ter sol­len uns auch noch sug­ge­rie­ren, das sei total in Ord­nung und zeit­ge­mäß– und jeder, der sie liest, kauft sich für paar Euro die Legi­ti­ma­tion, ein­fach in ande­rer Leute Fens­ter zu schauen und merkt dabei nicht mal, wie er benutzt wird und belo­gen.

Es kur­sie­ren Film­chen im Inter­net. Z.B. geht in einem Fahr­stuhl plötz­lich das Licht aus und er stoppt. Alleine das löst bei vie­len schon Panik aus. Aber dann.… durch eine Klappe wird ein »auf Geist« geschmink­tes Kind in diese kleine Kabine gelas­sen und das Licht wie­der ange­schal­tet. Diese Men­schen in dem Fahr­stuhl– maxi­mal 2 Per­so­nen außer dem Kind– erschre­cken so sehr, sie ver­su­chen sogar durch die Fahr­stuhl­wand zu sprin­gen, schreien gel­lend … unfass­bar, wel­che Belas­tung der Kreis­lauf dabei aus­hal­ten muss und es ist mög­lich, dass so ein Schreck in jedem Falle nicht ein­fach ver­ar­bei­tet wer­den kann.
Und wir haben kein Mit­leid?   Wassertropfen (12)

Selbst Schuld –fal­scher Fahr­stuhl. Außer­dem war Frie­da­gus­tav­klara eh schon immer schreck­haft??? Eine Bekannte hat mir den Link zu so einem Strei­fen geschickt, die­sen Kon­takt habe ich gecan­celt.

Ich bin sicher, mein Tod wäre so ein Schreck auf jeden Fall.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht, sind’s wirk­lich die bun­ten Blät­ter oder sind es nicht wir selbst, die ent­schei­den– wel­cher Gefühle wir fähig sind– was wir ande­ren (an)tun ?

Und dem Ein­wand, es wären die Bun­ten Blät­ter, die uns dazu machen, dass wir den Bun­ten Blät­tern immer ähn­li­cher wer­den, na dem kann doch leicht ent­geg­net wer­den.… es ist die Frage der Ent­schei­dung … wie z.B. .… na.… wie heißt sie gleich, diese Mut­ter mit dem Sohn im Koma, die mit den Hüten, Ihr wisst schon … selbst ent­schei­den kann …

Oder so. Eben. Halt. Und wei­tere Wort­hül­sen, die nichts aus­sa­gen, aber kalt sind… oder warum wird so was cool genannt?

(ACR)

und hier geht es zu dem Artikel

Eine kurze Bemerkung zum Thema FB: Beiträge nicht lesen und nur – gefällt mir- drücken, und Beiträge nicht lese aber kommentieren, führt zwar zu einer sinnlosen „Gefälltmiresammlung“ und zu allem, was nicht mal bei absoluter Grosszügigkeit zum Thema gehört, in den seltensten Fällen aber zu Gegenbesuchen- ausser dem winzigen „Interesse“, wer wohl sowas auf sowas antwortet oder innerhalb von 30 Sekunden an einem Beitrag von 20 Minuten Lesezeit Gefallen findet. Dies ist ungefähr gleich   Wassertropfen (44)bedeutend mit dem kurzen Kopfschütteln und der flüchtigen Handbewegung in Richtung Stirn, wie wenn jemand einer 60 jährigen in Ungarn Lebenden eine Einladung schickt: „Stillen- eine besondere Beziehung zum Kind. Lernen sie es für ihr Kind Treffpunkt: Berlin Mitte heute Nachmittag 13:00 Uhr. Dauer 1 Stunde. Unkostebeitrag: 12,35 Euro“ 
Absagen? Ja aber klar, wer eine Einladung bekommt, soll sie auch absagen- aber h ö f l i c h. Der Hinweis auf Alter und Wohnort wird als Belästigung empfunden.

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ich bin da ganz anders, ich lösche von Freundesliste und bei Wiederholung blockiere ich.

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ach ich hab‘ …. in Sachen Sexismus

Mit heiterem Lachen habe ich gerade dieses gefunden
und denke an die vielen Sexismusdebatten bis hin
ins weisse Haus …

Und ich hoffe sehr, dieser Text wird nicht gendertechnisch und politisch korrekt „ausgebessert“ …

 

…und das alles noch so schön Sächsisch – dann klingt es nicht so hochernst … aber ernst ist das Thema heutzutage …

Zitat:

„Ah die Blamage zu verschmerzen
Ich zu lächeln mich zwang,
Doch es kochte Wut im Herzen,
Und das Lächeln mir misslang.“

…das gann üsch ihnen sahchen, meine Härrn, also diese Schmahhhhch …. also ne ….

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Ivan Rebroff – Ach, ich hab‘ sie ja nur auf die Schulter geküsst 1981

Ausschnitt aus der Operettenverfilmung ‚Der Bettelstudent‘ von Karl Millöcker

 

Und da soll man noch galant sein
gegen schöneres Geschlecht,
Katzenbuckeln und charmant sein,
Spielen den ergebenen Knecht.

Einen Helden, den in Polen
Wie in Sachsen jeder kennt,
Den Wolhynien und Podolien
Nur mit höchster Achtung nennt;
Der .. an der Weichsel,
an der Elbe Sieg errang
Der bei Gossen, Bautzen, Wurzen
alle Feinde niederstrang

Jaaa diesen Helden, nie geschlagen,
Ueberall hochverehrt,
Durft‘ ein Weib zu schlagen wagen,
Der Gedanke mich empört.

Die Erinnerung macht mich beben,
Mich so tätlich zu insultieren’!
Doch soll sie etwas von mir erleben,
Meine Rache spüren!
War es denn eigentlich
Gar so fürchterlich, –
Warum ich so schwer gebüsst?

Ach, ich hab‘ sie ja nur
Auf die Schulter geküsst
Ach, ich hab‘ sie ja nur
Auf die Schulter geküsst

Hier hab‘ ich den Schlag gespürt
Mit dem Fächer ins Gesicht. –
Du heiliges Kanonenrohr.
verdammt noch mal.

Mir ist manches schon passiert,
Aber so etwas noch nicht!
Aber so etwas noch nicht!
Mir ist manches schon passiert,
Aber so etwas, na so was, so was nicht!

Also …. von meiner seligen Tante
die Kanaille wird mir das büssen
das schwör ich ihnen, meine Herr’n

Diese adelsstolze Dame
War beleidigt durch den Kuss,
Während das doch nur Reklame
Ihren Reizen machen muss!

Wenn man sonst mich insultierte,
Rächt ich’s immer blutig schnell;
Arm und Beine amputierte
Ich wohl zwanzig im Duell.
Ha, ich wüte, schäume, rase,
Dürste nach Satisfaktion,
Und ich schwör’s bei dieser Nase,
Sie bekommt noch ihren Lohn!

Ah die Blamage zu verschmerzen
Ich zu lächeln mich zwang,
Doch es kochte Wut im Herzen,
Und das Lächeln mir misslang.

Jammervolle Grimassen schnitt ich,
Nicht zu zeigen, wie mir zu Mut,
Nahm es spasshaft zwar,
doch im Innern litt ich
Mir war gar nicht gut.
Und ‚s war, wenn den Grund man hört,
Nicht der Rede wert,
Was ihr widerfahren ist.

Ach ich hab‘ sie doch nur
Auf die Schulter geküsst.
Ach ich hab‘ sie doch nur
Auf die Schulter geküsst.

Schauderhaft bin ich blamiert,
Alle Welt heut davon spricht,
Aber …. Weib… mich rächen

Mir ist manches schon passiert,
Aber so etwas noch nicht!
Aber so etwas noch nicht!
Mir ist manches schon passiert,
Aber so etwas, na so was, so was nicht!

Das kann ich Ihnen sagen meine Herr’n
diesmal ….

 

 

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… schon entdeckt? Besuch auf der anderen Seite …

 

Veranlassung des Innewerdens

~ Was nie gesagt- ist immerdar verloren, weil`s ungesagt niemals gefunden ward. (ACR)

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heute hilft nur Twist

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The Twist – Chubby Checker

Twist again

Joey Dee & The Starliters – Peppermint Twist.

Chubby Checker – Lets twist again    Du kannst es- tu`s einfach

 

 

 

 

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heute – komm lass uns Tango

... heute ist Tango ...

… heute ist Tango …

Louis Armstrong – Kiss Of Fire by Gergedan

 

... tanz mit mir ...

… tanz mit mir …

Itzhak Perlman Tango

Tango – Gotan Project _Santa Maria

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Musik meines Tages

... es kommt auf´s 'Wie' an, wenn es ums Leben geht ...

… Leben – es kommt auf´s ‚Wie‘ an …

La Campanella von Paganini

Paganini – Violin Concerto No. 5

Paganini, Niccolò Caprice 1,2,3 op.1

... Leben fühlen ...

… Leben fühlen …

 

 

 

 

 

 

 

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Was taugt der Mensch. Oder: Was ist der Wert wert …

Von vorn?     ——> So hat´s angefangen

Das wird kein Kochbuch!

Das wird kein Kochbuch!

Selbstverständnis – ist das Ergebnis aufrichtiger Arbeit mit mir (selbst). Bevor ich mich (selber) verstehe und, jedem Sturm trotzend, zu mir halte, muss ich mich mit mir auseinandergesetzt haben, ernsthaft, ehrlich, ohne Skrupel. Das ist einzig und allein eine Sache zwischen mir und mir.

Der Vorteil: Es geschieht im geschütztesten Raum meines Lebens, in mir, mit mir, wegen mir, für mich, und es hört mir, ausser mir, niemand zu. Kein Mensch erfährt, was ich mir zu sagen habe. In aller Hochachtung meiner Selbst packe ich mich, so ich es für nötig erachte, sogar am Kragen, drücke mir den Kopf unter die Klospülung und lasse mich frisches Wasser trinken, sofern ich es vorher aus kristall´nen Gläsern verweigert habe.

Das sollte sich mal jemand anders mit mir erlauben wollen! Bereits für 0,10% dessen, was ich mir selbst zumute, würde ich jeden anderen, gleich welchen Standes, vor die Tür meines Lebens verwiesen haben.

Aber Hoppla!

Somit, welcher philosophische oder praktische Ansatz für Selbstverständnis auch hervorgeholt werden soll – es bedeutet immer zuerst: Meine Loyalität, mir selbst gegenüber. Soll heißen: Mit mir zusammen bin ich schon zwei und mehr braucht´s für mein Selbstverständnis nicht.

Besonders, ich behaupte sogar, nur ab dieser Phase ist das ideelle Zusammenleben mit anderen Selbstverständnissen (Menschen) interessant und fruchtbar. Treffen also Individuen aufeinander, die sich (jedes für sich) ihrer selbst sicher sind, sie sich nicht mit anderen vergleichen, sondern selbst vervollkommnenwollen, ist zwar interessant, welche Rückmeldung sie von anderen bekommen, aber nicht selbstverständniswichtig.

»Was Du von mir denkst, ist Deine Sache. Denken wir voneinander, was uns dazu bringt, uns füreinander zu interessieren, ist es spannend, klasse und macht neu —> gierig.«

Punkt.

Alles andere wäre zwanghaftes aneinanderkleben von zeitraubenden Unnützlichkeiten.

Ist das Selbstverständnis des Menschen die Berufung zu kreativer Tätigkeit, hat er, auf den ersten Blick, unglaublich breit gefächerte Möglichkeiten. Zeichner, Tapezierer, Tänzer, Stuckateur, Schriftsteller, Schauspieler, Opernsänger, Maler, Koch, Konditor, Komponist, Grafiker, Friseur, Bildhauer, Architekt. (Nicht vollständig, absichtlich rückwärts alphabetisch und nicht gendertechnisch – politisch korrekt– aber
selbst —–> verständlich zusammengetragen.)

Nun könnte die Teilüberschrift heißen: Vom kleinen Unterschied.

Beispielsweise beginnt nämlich die Kreativität des Friseurs beim Zelebrieren der Haarkunst. Er braucht Kamm, Bürste, statt Lockenwickel reicht feuchtes Papier, anstelle Fön wird luftgetrocknet. Vollkommen unabhängig von irgendeinem, an seiner Leistung interessierten Menschen, kann an Probeköpfen von Wasserwelle bis Barockfrisur, von Zopfgebilden bis Hochsteckbauten alles kreiert werden.

Die Höhepunkte seiner Schaffensperioden sind wahrscheinlich Wettbewerbe. Er kann auch nur Fotos machen und sie auf seinem Blog veröffentlichen oder unter seinem Kopfkissen stapeln. Und nur, wenn er zur richtigen Zeit am richtigen Ort dem richtigen Gremium die richtige Frisur präsentiert, und ihm das mehrmals hintereinander gelingen sollte, wird er möglicherweise mit der dadurch erlangbaren Berühmtheit, Trendsetter; und ein paar Jahren gefeiert wie ein Superstar. Der Wermutstropfen? Das Ganze kostet Unsummen und bei aller Selbstverwirklichung gibt´s nichts auf die Stulle.

Der Friseur, der sich das nicht leisten kann oder will, muss neben dem ganzen Gedöns um Kreationen und Präsentationen auch etwas für den Magen tun und fleißig Kunden bedienen. Dazu sollte er gut sein, sonst bleibt sein Laden leer.

Nun gibt es aber auch Friseure, die einfach nicht den Fuß in die Tür der grossen Kreationen bekommen haben und den Traum vom Beruf nicht aufgeben wollen. Sie sind richtig gute Handwerker, leben davon, die Haartrachten des umliegenden Wohnviertels zu gestalten und steuern dies zusätzlich über den Preis. Kleine Locken – kleiner Preis. Wermutstropfen: Die Klientel mit den größeren Geldbörsen suchen meist nach dem oben genannten Salon. Nur ganz besonders gute Leistungen locken in solchen Fällen tatsächlich Kunden, die gerne auch 200 km fahren, um einmal den Kopf von diesem Meister gewaschen zu bekommen. Und? Damit stiege er auf zum Elitesalon?

Und es gibt Friseure, deren handwerkliche Kreation einzig darin bestehen (darf/sollte/muss), in 60 Minuten 15 Haarschnitte absolviert zu haben, sonst werden sie ausgetauscht. Sinnbildlich stehen vor solchen Türen nämlich Schlangen von Nachrückfriseuren.

Gleiches gilt z.B. für Köche, die von beruf(ung)swegen dann entweder viele Freunde haben (müssten) oder unheimlich fett würden. Es ist übrigens bekannt, viele exzellente Köche finden nur ihres Aussehens wegen, den Weg in die grosse Gastronomie nicht.

Es gilt für Musiker und Tänzer, deren Plätze zwischen grossen Bühnen und Fußgängerzonen unterteilt sind. Die Maler dividieren sich in Steher vor Staffelei oder Knieer auf Asphaltstraßen. Bildhauer arbeiten mit Marmor, Stahl, Speckstein oder kratzen den Lehm aus ihrem Garten.

So lange und solange jeder im Selbstverständnis lebt: Sein Beruf, seine Entscheidung, seine Möglichkeiten, hat er aus sich heraus eigene Chancen zur Vervollkommnung und Zufriedenheit. Jeder tut was er muss, für den Fall es ihn unglücklich machte, überhörte er den inneren Ruf. Zugegeben: Es ist selten allein eine Frage des Könnens, meist auch die der Anfangsmöglichkeiten.

Der Sohn des berühmten Coiffeurs, die Tochter des bekannten Sängers, der Neffe des namhaften Schauspielers, der Enkel des grandiosen Architekten, sie alle kennen zumindest schon mal eine Tür, die nicht auf die Strasse führt. Der Spruch, nichts täte so weh, wie mangelndes Vitamin B (ich mag Sprüche nicht!) lässt zumindest vermuten, bereits erkundete Labyrinthe erlaubten einen direkten Durchgang. Das sind unerheblich wenige in Relation zu den Gesamtberufenen.

Problematisch wird das Ganze erst durch Vergleich. Dabei wächst die Knacknuss dort am dicksten, wo der Maßstab verschoben ist.

D.E.N.N.
Wer ständig von unten nach oben schaut, kriegt einen steifen Hals. Das mag noch aushaltbar sein und auch motivierend. Ekelhaft sind nur die Speicheltropfen, die von denen kommen, die hochmütig lachend von oben auf die da unten herabschauen.

Insgesamt: Die Analogie zur schreibenden Zunft liegt auf der Hand.

Ist es wirklich eine Überraschung, nun denjenigen zu begegnen, die gerade noch meinten, auf hohem Ross zu schreiben, aber einem längst toten Pferd die Bleistifte spitzten? Damit ist nicht explizit der gemeint, der aus der Schule der Verlagsautoren plaudert. Solcherlei Berichte hat es schon oft gegeben und kluge Verlage verpassen ihren Autoren auch den Maulkorb für anonyme Berichte.

Mal nebenbei: Ich setze den Fall, ich wäre ein solcher Verlag. (Unmöglich!) Den Plauderern spränge ich mit Anlauf auf ihre Lieblingsfüßchen. Ungeachtet der ethisch- moralischen Einstellung, gilt hier Vertragsrecht. Etwas unterschreiben, was menschenverachtend und kreativtötend ist, entlastet nicht aus der Verantwortung für sich selbst. Entweder Verlagsautoren-Selbstverständnis oder „Salon wechseln“.

Der eigene Bezug zum Selbstverständnis scheint aus dem Gleichgewicht zu rutschen, sobald sich die geträumten blütenblätterbetupften Pfade als Trimm-dich-Wege entpuppen. Statt Lorbeerkranz und Kontobeifall gibt´s Rankinguntergrenzen und Organisationsprobleme. Ist der unruhige Halbschlaf schon nachmitternächtlich beendet, streichen die lang und breit veröffentlichten Umsatz- und Einkommenszahlen derer, die zwar keinen toten Gaul reiten, aber meist nur einen hinkenden Esel am Zaum führen, Salz in die Wunde. Dann reicht es nicht mehr zum klaren Überblick, wer innerhalb dreier Monate mal 15.000 Euro erschrieben hat, ist nicht reich geworden, sondern steht unter gewaltigem Druck. Was einmal möglich war, soll angeblich immer wieder erreichbar sein. Solcherlei Spruchnachrennereien sorgen eher für technische Verweigerung des Browsers, die Verkaufszahlen im Herzschlagtakt abzurufen, denn für Lust am Schreiben.

Nachmachen (wollen) was andere (angeblich) richtig machen, steuert, sofern es wirklich dahin führen sollte, meist zur Erkenntnis, die haben recht bald sogar Wasserwelle und Barockfrisur, Zopfgebilde und Hochsteckbauten in 15 Minuten s c h n e i d e n müssen.

Dabei ist es gleichgültig, in welcher Abhängigkeit wozu jemand zu stehen meint. Es ist nie die Frage, Verlag oder Kohle und auch nicht Schreiben oder nicht schreiben.

Selbstverständnis in Schieflage. Wer soll da gerade stehen?

Ein verdrehtes Rückgrat ähnelt einer Pirouette, es tanzt indes damit niemand gut.

Also zurück zum Ausgangspunkt. Selbstverständnis – ist das Ergebnis aufrichtiger Arbeit mit sich selbst. Womit wir tatsächlich wieder am Anfang (dieses Blogpost) wären …

Fortsetzung später …

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Verlage: Heiligenschein oder Gallenstein, lieber Autor, es ist Deine Entscheidung

Im Blogpost bei SteglitzMind

schreiben ist schreiben ist schreiben

schreiben ist schreiben ist schreiben

„Statt Schriftsteller ist man ‚Schreib-Maschine‘.“ Zwei Autoren berichten

… beschreiben zwei Autorinnen anonym, wie sie es geschafft haben, jene magische Grenze zur Verlagsautorenschaft zu überschreiten. Ernüchterung, Enttäuschung und Entsetzen allerdings in der Schilderung, wie es ihnen hernach ergangen ist und ergeht. Die darauf folgenden Kommentare bieten unterschiedliche Impressionen der Eindrücke und Ausblicke.

In den letzten Tagen ist die Ausführung einer weiteren Autorin hinzugekommen. Sie erzählt unter dem Nick „Schreibsklavin“, auf dem ersten Blick dramatisch anmutend, von ihrem jahrzehntelangen schriftstellerischen Werdegang. Zehn Jahre, sagt sie, habe sie gebraucht, um gut schreiben zu lernen. Weitere zehn Jahre sei sie mit Bewerbungen bei und Absagen von Verlagen beschäftigt gewesen.
Das Ergebnis ist im „agentendefinierten“ und selbstbestätigten Synonym „Schreibsklavin“ auf den Punkt gebracht.

Punkt?

Wir haben alle nur ein Leben, alles andere ist reine Spekulation; und wenn es 20 Jahre (selbst ein Tag kann am Ende des Lebens „fehlen“) kostet, um an _diesen Punkt_ zu kommen, ihn erkennen zu müssen,
und mit Verlaub, auch noch anonym zu sprechen genötigt sein, stimmt was in der „SchreiberWelt“ nicht.

Ich erinnere an die Quintessenz meines Gastbeitrages auf SteglitzMind

Unter den Aspekten, die Erfahrungsberichte aller Kommentare und Beiträge aus dem oben genannten Blogpost und vielfältiger anderer Netzlektüren zusammenfügt, formt sich die Frage: Warum heutzutage das Allerheiligste ein großer, angeblich namhafter Verlag sein sollte. Der Prozentsatz der nicht zusammengeschusterten und tatsächlich lektorierten A+ und A – Bücher ist wahrscheinlich sogar niedriger als der jener Schriftsteller, die großen Geist in handwerklicher Qualität zu Papier bringen und selbst vermarkten. Ich vermute, der wahre Unterschied liegt einzig in fehlenden Kubikmetern der diversen bookstores dieser Welt. Und ein kleiner Verlag- der nichts anderes kann als – was ich sowieso selbst machen muss, wozu ist der gut?

Entspräche ein monatliches Durchschnittseinkommen eines Normalverdieners tatsächlich dem Jahressalär eines Verlagsautors, lachte sich jeder Self Publisher Löcher in den Bauch, sobald er auf sein Konto schaut.

Die Begründung der Verlagsautoren, vom Schreiben nicht mehr die Finger lassen zu können, scheint mir graduell zu dürftig. Zum Schreiben bedarf es nun wirklich keinen Verlag.

Schreiben ist schreiben ist schreiben.
Mehr nicht.
Kopf, Hände, Stift, Papier.

Schreib´s notfalls mit Kreide an die Wand,
mit Finger in den Sand,
mit Spucke auf meinen Bauch
und wenn Du´s nur flüsterst,
merk ich`s mir auch.

(ACR)

Es bedarf nicht mal einen Verlag zum Veröffentlichen.
Zum Gelesenwerden schon überhaupt nicht.

Verlage sind nur Tüten, in die gekippt wird, was zielmarktführend und marktzielführend in ihrem Auftrag herbeigeschrieben worden ist. Wieso kommen mir jetzt alte Bilder in den Sinn, die zeigen, wie früher im Knast Tüten geklebt worden sind?
Die Beschriftung ist schon vorhanden, bevor der Häftling den Leim auf die Kanten streicht …
Na, bleibe ich mal lieber beim Buch. Sofern ein Verlag Titel, Klappentext und Cover bereits festlegt, bevor der Verlagsautor auch nur eine Zeile zu Papier gebracht hat, welche Freiheit bleibt dann der Kreativität des Schreibens?

Bestimmt der Verlag nicht nur die Geschichte, sondern auch deren Verlauf, die Figuren, die geforderten Aktionen, sowie Seitenzahl und Abgabetermin, wird der Verlagsautor nur gebraucht, weil der Verlag als physisches Ganzes nicht selbst schreiben kann. Somit ist ein Schriftsteller nicht mal ein Autor, sondern ein Schriftenhersteller (für einen Verlag).

Auf diese Weise erklärt sich sein jämmerliches Einkommen. Es darf den ökonomischen Aspekt der Leasingkosten einer Schreibmaschine nicht überschreiten.

Und nun? Soll wieder das Totschlagargument des professionellen Lektorats und der professionellen Korrektur als Bewertungsmaßstab der Schriften hervorgezogen werden? Spätestens seit Verlagsautoren aus dem Nähkästchen plaudern, funktioniert sowas nicht mehr. Sofern beispielsweise ein Schriftenhersteller fremdbestimmt unter Zeitnot etwas zusammenschustert, was er am Ende nicht mal als sein eigenes – was auch immer- erkennen würde, erinnert das Ganze an die Verlogenheit der übergewichtigen Hausfrau, die am Telefon behauptet, eine 19 jährige schlanke Blondine zu sein, und dabei die Fußballsocken ihres Mannes stopft.

Selbst bei immer noch wohlwollender Betrachtung schrammt inzwischen die Aufgeblasenheit derer, die explizit den Self Publishern und Autoren von Druckkostenverlagen in Bausch und Bogen mangelndes Lektorat, fehlerhafte Schreibweisen und unbedarfte „Erzählkunst“ anlasten, haarscharf an von Ignoranz zeugender Unverschämtheit vorbei. Habe ich doch in der Tat in der letzten Zeit etliche Leseproben bei Amazon durchgeblättert…

Es brauchte Container, den endlosen Grammatik-, Ausdrucks- Rechtschreibmüll zu entsorgen, der unter Verlagsgütesiegel verzapft worden ist. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Sätze, Kapitel, Bücher mit dem unschuldigen Wörtchen „als“ beginnen.
Jeder Lektor, der zumindest bis zum ersten Frühstück seiner Arbeit Ehre geben wollte, nennt solche Sätze „Al-s- heimer- Sätze“. Ein Buch damit zu beginnen, ist handwerklich _nach meinem Empfinden_ ausgeschlossen (gewesen). Sätze mit Komma- dass, Komma- weil, Komma –wenn, stolpern sich gegenseitig bis ins Groteske treibend durch die Texte, die der Wortwiederholung frönen und auf einen sehr geringen Wortschatz der flüchtig genutzten Rechtschreibprogramme schließen lassen.

Wie oft muss –man- herhalten.
Eine geschlechtslose allgemeine Person. Jedem bekannt und ununterbrochen zum Pausenfüllen, Lückenbüßen, Verantwortlichen hergenommen, hat es zwar noch niemand persönlich kennengelernt, aber jeder weiß, was es denkt, tut, kann, macht, sagt, will. Unentwegt wird es aus der Reserve gezogen und ins Getümmel des Bedeutungslosen geworfen.

Stichwort bedeutungslos – angelangt bei Marketingprogrammen der Verlage. Es gibt viele Fachleute, die darüber sofort einen Aufsatz schreiben könnten. Ich nicht. Will ich auch nicht. Entscheidend ist ausschließlich, was kann ein Verlag, was davon will er, was macht er tatsächlich und was delegiert er an seine Verlagsautoren?

Die Fragestellung ist offenkundig nicht korrekt. Der Unterschied beginnt bereits zwischen A+ und A Verlagsautoren und endet beim Rest. Bildlich gesehen wird hier also der Aufwand unterschieden, den Verlage für Schreibmaschinen oder Griffel auf Schiefertafel aufwenden wollen.
Zugegeben und allseits bekannt, Marketing ist teuer. Irgendwer hat mal gesagt, gerade das Unterlassene sei am Teuersten, da es dem Erfolg keine Chance gäbe. Das könnte begründen, warum die Biografie eines dschungelerfahrenen Bekannten der Tante einer beinahe Bauersfrau gewordenen Cousine eines nicht unbekannten Frisörs promotet wird. Gleichzeitig erklärt es, warum handwerklich geschickte Geschichtenerzähler ihre verlagsgütegesiegelten Bücher bei Familienfeiern dem Frisör ihrer Tante schenken, der nie Bauersfrau werden wollte und vom Dschungel nichts Näheres weiß.

Bei allem ist die subjektive Einstellung zum „Prädikat Verlagsautor“ zugleich Basis und Überbau. An der Struktur der Verlage kann sich meiner Meinung nach nichts Wesentliches ändern. Sind sie nicht ökonomisch, verschwinden sie vom Markt- immerhin halten einzelne Menschen so ein Konstrukt zusammen, die am Monatsbeginn, ebenso wie ihre Autoren hoffen, finanziell „hinzukommen.“

Der Schlüssel zur Zukunft liegt im Selbstverständnis der Schriftsteller und aller kreativ Schaffenden.

Fortsetzung hier —->

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(ACR)

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ACR- Musik meines Tages – alles L.i.e.b.e.

 

 

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Und schon entdeckt?

~ Es gibt kein Wort was nicht gelebt werden kann, aber nicht für jedes Leben angemessene Worte. (ACR)
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~ Gesine von Prittwitz: Gespräche mit ACR

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ACR- Musik des Tages 26. März

Sei wie Du bist- dann bist Du -DU-

Sei wie Du bist- dann bist Du -DU-

Queen – Bohemian Rhapsody

Queen – We Are The Champions

Queen – A Kind Of Magic

 

 

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… meine Musik des Tages 25. März

Heute meine Musik:

Ich lege mich zwischen die Worte und lasse mich von den Klängen treiben …

Unheilig … singt nicht nur- er macht begreiflich

 

Du bist mein Licht – Du bist die Sonne – ach hört einfach selber

Wozu sonst?

 

Geboren – um zu leben“

„Es ist reine Verschwendung, das eigene Leben nicht mehr lebenswert zu empfinden, weil ein anderer nicht mehr teilhaben kann. Alles, was er bis dahin in den Wert dieses Lebens eingebracht hat, würde dem Zweck entzogen.“ (ACR)

 

„Lichter dieser Stadt“

Gewissen. Haft.
Frag‘ mich, war es die Zeit?
Sag ich, es sind die Menschen.
Frag mich, sind es die Menschen?
Sag ich, es war die Zeit.
Und nun? Wohin- wie weiter?
Der Mensch in seiner Zeit –
sind auch wir.
Wir alle.
( ACR )
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Musik des Tages

ACR: Ab heute poste ich täglich 3 Musiktitel, die ich an dem Tag auch gehört habe …

Dem weltberühmten Bariton, Gesangsprofessor und mehrfachem Grammypreisträger Thomas Quasthoff wurde einst die Aufnahme an der Musikhochschule Hannover verweigert.

Begründung: Seine Behinderung erlaube es ihm nicht, Klavier zu spielen.

Thomas Quasthoff – Moon river

Thomas Quasthoff – I can´t stand the Rain —> from the album Tell It like it is

Annette Dasch, Thomas Quasthoff – HAYDN „Die Schöpfung“ [8]

viel Freude und Genuss

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Und schon entdeckt?

~ Es gibt kein Wort was nicht gelebt werden kann, aber nicht für jedes Leben angemessene Worte. (ACR)
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~ Gesine von Prittwitz: Gespräche mit ACR

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Ansichtssache ?

Steter Tropfen höhlt den Stein,
füllt jedoch ebenso zuverlässig den Krug.

( ACR)

Wassertropfen (57) Wassertropfen (56) Wassertropfen (58) Wassertropfen (59) Wassertropfen (60) Wassertropfen (62) Wassertropfen (61) Wassertropfen (63) Wassertropfen (65) Wassertropfen (64) Wassertropfen (67) Wassertropfen (66) Wassertropfen (55) Wassertropfen (54)  Wassertropfen (52) Wassertropfen (51)Wassertropfen (49) Wassertropfen (48)Wassertropfen (50) Wassertropfen (53)  Wassertropfen (47) Wassertropfen (46) Wassertropfen (45) Wassertropfen (44) Wassertropfen (43) Wassertropfen (42) Wassertropfen (41) Wassertropfen (40) Wassertropfen (39) Wassertropfen (38) Wassertropfen (36) Wassertropfen (35) Wassertropfen (34) Wassertropfen (33) Wassertropfen (32) Wassertropfen (31) Wassertropfen (30) Wassertropfen (29) Wassertropfen (28) Wassertropfen (27) Wassertropfen (26) Wassertropfen (25) Wassertropfen (24) Wassertropfen (23) Wassertropfen (22) Wassertropfen (18) Wassertropfen (17) Wassertropfen (16) Wassertropfen (15) Wassertropfen (14) Wassertropfen (13) Wassertropfen (12) Wassertropfen (11) Wassertropfen (9) Wassertropfen (8) Wassertropfen (7) Wassertropfen (6) Wassertropfen (3) Wassertropfen (2) Wassertropfen (1) Wassertropfen (76) Wassertropfen (75) Wassertropfen (74) Wassertropfen (70)

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Gewissen. Haft.

Mensch ist ewig Mensch

Mensch ist ewig Mensch

Gewissen. Haft.

Frag‘ mich, war es die Zeit?
Sag ich, es sind die Menschen.

Frag mich, sind es die Menschen?
Sag ich, es war die Zeit.

Und nun? Wohin- wie weiter?

Der Mensch in seiner Zeit –
sind auch wir.

Wir alle.

( ACR )

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Gemeinsam haben wir entschieden, unsere Gespräche in Fortsetzungen öffentlich zu machen.

„Gespräche mit ACR“

Vertrau mir mein Kind …

Im Spiel des
hellen Lachens
gilt nicht Sieg –
sondern Liebe
und so wird`s
zu aller Gewinn.

( ACR )

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2.Teil: „Kommen Sie hierher! Kommen Sie ran! Hier bekommen Sie´s Billiger als nebenan.“

Lebenszeit ist WERTvoll ...

Lebenszeit ist WERTvoll …

So hat´s angefangen

Führt der kleine Gedankenbogen wirklich zum Ausgangspunkt zurück?

Oder sind es nicht nur die PR-Themen Billig- und Kostenlos – Aktion, sondern vor allem die Suche nach Abwehrmechanismen gegen die Unterstellung, Häme und Verdächtigung, als Selbstverleger kein vollwertiger Autor zu sein?

Englisch oder Deutsch – Sprache macht Inhalt oder Inhalt macht Sprache?

Vorsorglich soll erwähnt sein: Ich weiss, Englisch ist »Internetsprache«. Es ist mir bekannt, Englisch ist Weltsprache, auch wenn so mancher Weltreisender da anderes erlebt haben mag. Ich akzeptiere, heutzutage braucht´s die Bereitschaft der vollkommenen Öffnung für alles Mögliche, ich weiss, ich weiss, ich weiss …

Trotzdem:
Für mich beginnt es schon beim Begriff. Vielleicht bin ich einfach nur zu alt(modisch). Jedenfalls kann ich nicht nachvollziehen, warum unbedingt alles englisch ausgedrückt werden muss, statt einfach deutsch zu sprechen. Klingt Selbstverleger hoffnungslos? Ist Selbstpublikation peinlich?
Vielleicht fehlt mir bei dem Ganzen nur die Konsequenz? Wenn schon Self Publishing- warum nicht auch:
“just for free”
oder
“no costs”
oder
“buy 2 pay 1″.

Klingt Self-Publisher wertvoller, seriöser als – Selbstverleger?
Ist selbst herausgeben ehrenrührig?

Im Umkehreffekt: Ist Verlagsautor sein – eine öffentliche Würdigung besonders herausragender künstlerischer Leistungen? Bitte schön! Ich fühle mich eher peinlich berührt, wenn ich lese, das ein Verlag, in dem mein Manuskript vor ein paar Jahren mit ziemlicher Sicherheit nicht mal ausgepackt worden ist, heute über ein Plagiat von jemandem stolpert, der es als Selbstverleger in prima Verkaufszahlen “geplatzhaltert” hat. Trotzdem Klasse? Klar! Denn alle Beteiligten sind im Gespräch, Tage und Wochen. Die Überlegung, wofür heutzutage Sendezeiten, Druckspalten und andere Werbewirksamkeiten vergeben werden, vervielfältigt die Möglichkeiten der Künstler nicht. Im Gegenteil. Demnach glaube ich auch nicht daran, dass Verlage, nach kostenbaren Perlen suchend, im Tief der Self Publisher tauchen. Mit höherer Wahrscheinlichkeit sieht es so aus, als warteten allerhand trockenen Fusses am Ufer auf geeignetes Strandgut.

Bei all‘ den Diskussionen, ist für mich ganz alleine wichtig:

„Wie selbstverständlich gehe ich, als Selbstverleger, also im Grunde jemand, für den sich kein Verlag interessiert, mit der Tatsache eines übervollen Marktes um?”

Etwas herausgeben – ist das nicht sowieso gleichbedeutend mit … Entscheidung treffen … und hat etwas mit loslassen zu tun?

Ich habe es schon einmal so erlebt: (Währenddessen ich nachdenke, schleicht sich das Plusquamperfekt ein … ich merke, dieses Thema habe ich abgeschlossen, deshalb kann ich nun auch offen darüber sprechen)

Vor ein paar Jahren: Das Manuskript: „Im Spiegel der anderen“ ist fertig gestellt.

Nein, ich hatte nicht wahllos alle Verlage angeschrieben. Viele Tage und Nächte hatte ich Homepages durchgeblättert. Was gehört in die Verlagsprogramm? Welche Autoren schreiben dort? Welche Bücher des betreffenden Verlages sind auf dem Markt? Welche Neuerscheinungen gibt es? Welche Anforderungen an ein Manuskript werden erwartet? Ich hatte eine Kontrollliste angefertigt, damit ich keinen Punkt übersehe, der über Sinn und Unsinn einer Manuskripteinsendung entscheiden könnte.
Genau 56 Mal habe ich exakt verpackt, mit Anschreiben, Vita und Exposé vervollständigt, mein Manuskript versendet. 56 mal 3,875 kg Papier, „mit Herzblut geschrieben“, habe ich damals leise vor mich hingesungen und genauso fühlend, zur Post gebracht. Die Etiketten hatte ich bereits zu Hause ausgefüllt, um auf der Poststelle keinen Stau zu verursachen. Das „kleine Aufsehen “: „Die Rothaarige hat heute ein halbes Hundert Pakete aufgegeben. Alle Empfänger sind Verlage. Die will wohl ein Buch schreiben?“, hat mich amüsiert. Und die Versicherung der Postfrau, dieses Buch werde sie auf jeden Fall lesen wollen, hat mir beinahe die Sicherheit einer schnellen Mulitplaktion des Vertriebsweges suggeriert. Ich erinnere mich noch sehr gut, mit welcher Freude ich das Porto bezahlt habe.

Wartezeit.
Angespannte Wartezeit.
Ekelhaft langwierige Wartezeit.

Längst hatte sich meine Euphorie in Kümmernisse gespaltet. Inzwischen hatte ich nämlich in Foren und Homepages viel intensiver über´s Verlagswesen gelesen. Im Allgemeinen und Speziellen ist mir dadurch klar geworden, ich gehöre schon zu den Auserwählten, sobald jemand mein Manuskript auspackt. Ich hatte mitbekommen, die Lektoren lesen, wenn überhaupt, höchstens zwei Seiten. Sind sie bis dahin nicht gefesselt, wenden sie sich ab. Nachschub ist im Überfluss vorhanden. Immerhin gehen täglich Tausende Manuskripte ungefragt auf Reisen und landen in desinteressierten Verlagshäusern auf überstrapazierten Lektoren Schreibtischen. Ausserdem war mir 2008 schon nicht verborgen geblieben, wie viele Verlagsautorenwerke beinahe täglich auf dem Buchmarkt erscheinen; und wie viele von ihnen, glorreich beworben, in den Schaufenstern der Buchhandlungen gestapelt werden. Zu dieser Zeit tummelten sich alle möglichen Namen aus dem Unterhaltungssektor in der Arena der Autoren. Ich betone: Namen.
Arena vermutete ich damals nur.

Genau darin liegt wohl auch die Krux, jedenfalls teilte mir der eine oder andere Verlag wortreich umschrieben mit: Hätte ich einen Namen, wäre das Risiko einer Publikation so klein, wie es Verlage eben gern haben.
„Über Namen oder Sex verkauft sich alles fast von allein“, sagte mir ein Journalist, der mein Manuskript gelesen hatte. „Überlege Dir, ob Du nicht einfach nur ein paar Sexszenen mehr reinschreibst und Dir dann die entsprechende Verlage dafür suchst. Einer seiner Berufskollegen gab mir den gutgemeinten Rat, einfach einen Skandal zu provozieren. „Skandale schaffen Unbekannte an die Öffentlichkeit“, behauptete er.

Ich bin furchtbar gekränkt gewesen. „Meine Anna“, die Protagonistin meines Romans, erlaubt die für mich damals intimsten Eindrücke von ihrem Leben, das ist wohl wahr. Immerhin: Anna lebt und liebt, sie arbeitet und trauert, trennt sich und liebt neu. Natürlich hat sie auch Sex. Da es mir um den Blick in den Spiegel der anderen geht, ist der im gegebenen Moment ein wenig anders als der von anderen. Warum und wie ich einen Skandal hervorrufen sollte, habe ich nicht verstanden und die Erklärung, die ich diesbezüglich bekommen habe, will ich hier nicht wiederholen. Das mir Unmögliche dann noch als einfach abzutun, war ein Schlag in mein Gesicht.

Was heute gang und gäbe ist, schien mir damals nicht angeraten zu sein

2008 hat es die Möglichkeit des Selbstverlegens längst gegeben. Allerdings sind diese Autoren gerade in den sogenannten Fachkreisen weder für voll genommen worden, noch überhaupt interessant gewesen. Regelmässig gab es Schelte in Foren, Blogs und anderen Publikationen. Die einhellig niedrige Meinung über Selbstverleger hat mich beeindruckt. „Ohne Verlag keine Chance!“, schrie es mir aus allen Ebenen entgegen. Eigenartigerweise sind diese Rufe nicht von den LeserInnen gekommen, sondern Autoren und die, die es werden wollten, hatten die lautesten Stimmen und die für mich dünnsten Argumente. Nicht nur die angeblich Ahnungslosen, wie ich es auch gewesen bin, haben im Internet gelesen, geschrieben und ihre Wünsche, Eindrücke und Frustrationen abgelassen. Nein! Viele Fachleute warnten eindringlich davor, irgendetwas ohne ihre Hilfe zu verlegen. Mein Eindruck: Es könnte zwar weniger herabwürdigend geschrieben sein, aber sie warben eben auch nur mit allen Mitteln um zahlende Kunden. Und dabei gilt: Jeder auf seine Weise, wie er will und kann. Natürlich habe ich auch Rezensenten über Selbstverleger „klagen hören“ und ganz oft lesen müssen: „Ich schlage ein BoD gar nicht mehr auf!“ Ob zum Beispiel ein Lektorat von jemand, der das für Liebesbriefe, Aufsätze, Doktorarbeiten, Romane und vieles andere mehr in gleichem Masse anbietet aber das Beste ist? Ich habe es nicht ausprobiert.

Das alles wäre für mich aushaltbar. Das Risiko, für mich einstehen zu müssen, halte ich nie für zu hoch. Die Häme allerdings, die beinahe bösartig anmutenden Äusserungen über Selbstverleger sind es gewesen, die mich davor zurückschrecken lassen haben, auf einen Verlag zu verzichten. Damals wäre ich wahrscheinlich nicht einmal bereit gewesen, „meine Anna“ an ein eBook „zu verscherbeln“. Ich konnte mir Buch im Zusammenhang mit -ohne Papier- nicht im Traum vorstellen. Wollte ich auch nicht.
Mit alledem ist es mir gar nicht um mich gegangen. Ich habe nur „meine Anna“ unter meinen Schutz gestellt. Noch gebadet und parfümiert von der Freude an meinem Roman, gerade frisch geschrieben, unglaublich schönes Kind, viele meiner Gedanken zum Thema Beziehung zwischen Mann und Frau, aus der Sicht des Mannes, habe ich nichts auf „meine Anna“ kommen lassen wollen.

... es gibt sie- diese Freudenmomente ...

… es gibt sie- diese Freudenmomente …

Meinen Gewinn hatte ich bereits durchs Schreiben eingefahren. Das Erlebnis des Schreibens ist ein ohnehin unbezahlbares.

… während der 13 Monate, in denen ich beinahe rund um die Uhr nichts anders

getan hatte als Schreiben, ist meine Überzeugung gewachsen, ich kann an andere etwas geben. Nun, nach dem letzten Buchstaben der Korrektur, ist ein Entschluss fällig gewesen. Natürlich hatte ich auch TestleserInnen und das sind keine „Jubelfreunde“, die mich in einen peinlichen Auftritt schicken wollten. Nach der letzten von mehreren 100 „Leserunden mit mir“, nach dem letzten Zweifel, ob ich die eine oder andere Szene doch noch anders, gar nicht, weniger betont oder viel tiefer schreiben sollte, ist der Zeitpunkt gekommen gewesen, mich zu entscheiden. Ich hatte laut gelesen und leise, vom Blatt und vom Bildschirm. Nie war ich zufrieden. Meine Identifikation mit „meiner Anna“ war noch so tief, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, alle Sexszenen zu löschen und an „solchen Stellen“ immer nur sowas wie: „Und sie sinken sich in die Arme“, zu schreiben. Es war mir plötzlich peinlich. Ein guter Freund, dem ich dies anvertraute, regte sich fürchterlich auf und sagte: „Bist Du verrückt, vertiefe sie eher. Das sind unvergleichlich erotische Bilder, die Du da beschreibst. Bau lieber solche Szenen wie mit der Domina weiter aus“ Zwischen: „Ich habe da wirklich etwas richtig Gutes geschrieben“ und: „Um Himmels Willen, welcher Teufel hat mich geritten, so viele Monate … und nun …?“, habe ich eines Tages begriffen, ich muss so oder so loslassen.

Entweder ich verbrenne das Manuskript, lösche die Dateien und hoffe darauf, irgendwann meinen Frieden machen zu können- oder ich veröffentliche meinen: „Im Spiegel der anderen“, und halte aus, was damit geschieht.
Ganz filmreif: „Geh‘ mein Kind, raus in die Welt. Laufen lehrte ich Dich, nun finde Deinen Weg“, habe ich an einem Donnerstagmorgen gegen den Flammentod „meiner Anna“ beschieden.

In den folgenden 6 Wochen erhielt ich 52 Antwortbriefe. Rücksendeporto für die Manuskripte hatte ich nicht beigelegt. Die Schmach der Wiederkehr wollte ich in gestapelten Ablagen im eigenen Haus vor mir nicht sehen müssen. Hatte mit Loslassen zu tun. Die meisten Antworten sahen gleich aus. Austauschbar nett und teilnahmslos. Das Ganze passe nicht ins Verlagsprogramm, wurde mir mitgeteilt und Erfolg gewünscht. Mehr als 10 mal wurde mir ein hoher Wiedererkennungswert zugerechnet und geraten, weiterzuschreiben. Allerdings passe es nicht ins Verlagsprogramm. Zweimal wurde ich angerufen, weil mein Foto angeblich dazu verführe, die Stimme zum Abbild hören zu wollen. Dreimal wurde mir angeboten, mein Buch eventuell ins Verlagsprogramm aufzunehmen … im nächsten oder übernächsten Jahr. Drei Lektoren haben mich angerufen. Die Geschichte und der Schreibstil seien sehr interessant, aber vieles müsse geändert, gestrichen oder zumindest anders ausgelegt werden, damit es ins Verlagsprogramm passt. So ganz im Vertrauen wurde mir (natürlich ganz „privat“) empfohlen, eventuell darüber nachzudenken, einen SM Roman daraus zu machen. „Das sind doch unheimlich fantasievolle Sexszenen, Sie können doch sowas schreiben. Also trauen Sie sich. Sie können doch auch unter Pseudonym erscheinen. Noch ein bisschen mehr Fetisch und es wird sich schon deshalb verkaufen“, wurde mir angeraten.

Vor allem das hat mich besonders aufgeregt. ich hatte weit mehr als zehn Sexszenen geschrieben, mehr sollte es nicht sein. Meine Intention ist ein sozialkritischer Gegenwartsroman und absichtlich keine BDSM- Liebesgeschichte. Ich bin verärgert gewesen und hatte dieses: “Nun gerade!“ in mir.

Nachdem inzwischen SM und BDSM in der Literatur preisträchtig hoffähig und fast zur Pflicht geworden ist, lache ich heute über meinen Beschützerinstinkt gegenüber dem »biddel Sex« meiner Anna.

Ja, so war das damals und ich habe nicht mehr darüber nachdenken, nichts ändern, streichen und nicht 2 oder 3 Jahre warten wollen. Das Argument, auch Goethe habe seine ersten Werke mitfinanzieren müssen, empfand ich zwar blödsinnig, bin aber dann doch den Weg mit einem Druckkostenzuschussverlag gegangen. „Es ist wenigstens ein Verlag und ich gelte nicht als BoD“, habe ich mir zu jener Zeit eingeredet.

Derweil sind fast 51 Monate vergangen.

Die Häme gegen Autoren von Druckkostenvorschussverlagen ist mir mehr oder minder heftig ins Gesicht geschlagen worden. Wieder: Eigenartigerweise niemals von LeserInnen, sondern von anderen Autoren, aus Foren oder von Verlagsmitarbeitern. Die, leider sehr wenigen, Rezensionen sind durchweg gut. Im Grunde bin ich noch nie so beleidigt worden wie von denen, die sich darum nicht scheren, was mit dem Roman wird, sondern schon daran verdienen, dass ich diese Entscheidung einstmals getroffen habe und dafür Geld bezahlte.

Ich habe »meine Anna« losgelassen. Manchmal nehme ich eine Leseprobe als Spiegelbild für etwas, was ich gerade sagen will. Sie ist klug und kann viel erzählen, aber ich habe sie auf eigene Verantwortung weggegeben, an jemand, der sie nicht verdient hat. (Na, verdienen in dem Zusammenhang ist dünnes Eis, aber ich lasse es so stehen.)

Könnte ich heute daraus ein eBook machen, ich würde es tun. Ich kann es nicht und mit dem Dingsda werde ich nie wieder auch nur ein Wort reden. Ich sitze die Zeit ab … bis „meine Anna“ wieder ganz mir gehört. Und wenn ich es nicht mehr erlebe- mein Sohn ist noch jung. 😉

Nachtrag 30. Mai 2013: wie es mit „meiner Anna“ weitergeht …  hier

... wieder bei mir ...

… wieder bei mir …

Entdeckungsreise der Momente

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allerlei Allerlei aber gar nicht so allerlei …

 

Immer komme ich in Bedrängnis, wenn jemand sagt, er freue sich für mich.
Und was sollte ich derweil machen? Ihm beim Freuen zuschauen?
Ich putze für Dich dein Auto, hat mir noch niemand angeboten …

(ACR)

 

Im Wahlkampf …

Ich möchte wirklich mal wissen, wie viel die wissen, die behaupten,
sie wissen, wie wenig andere wissen.

(ACR)

 

Vorige Woche hat ein guter Bekannter gesagt, er könnte glatt vor Freude ein Rad schlagen.

Na Hallo! Ich finde es ja wunderbar, dass er Freude hat.
Aber! Mein Rad ist neu!
Ich habe vorsichtshalber meinen Fahrradschuppen abgeschlossen.

(ACR)

 

Bin ratlos! Mir wurde heute gesagt, ich solle die Ohren steif halten.
Mal abgesehen davon, dass ich nicht weiss —>wie, fällt mir auch kein
guter Grund ein —–> warum ich das machen soll.
Hübsch kann sowas ja nun wirklich nicht aussehen.

(ACR)

 

Wer behauptet, sich für jemand ein Bein ausgerissen zu haben,
sollte wenigstens am Stock gehen, sonst wirkt das Ganze unglaubwürdig.

(ACR)

 

Heute habe ich eine Einladung zum Preisausschreiben bekommen. Kann ich gar nicht verstehen-
ich habe den Preis noch nie abgekürzt.

(ACR)

 

Heute habe ich im Haltverbot gestanden,
dem folgend alles fallen lassen.

Wer wohl solche Verbote aufstellt?

(ACR)

 

Habe heute etwas von Haltbarkeit gelesen.
Komisch, da wird nichts von einer Umarmung geschrieben,
sondern
wie lange Wurst im Kühlschrank gelagert werden kann.

(ACR)

 

Wer einen Fuss vor den anderen setzt und keinen Schritt weiter kommt,
muss wohl oder übel aus dem Sessel aufstehen.

(ACR)

 

War im Park.
Eigenartig: Dort ist Parkverbot.
So ein Mist!
Warum überlegen die sich das nicht vorher?
Wo gehe ich denn nun spazieren?

(ACR)

 

Lese gerade, irgendein Sternchen suchte einen Kleid für den roten Teppich. Aber nirgends wird gezeigt, was sie nun selber angehabt hat.

(ACR)

 

Habe Löschpapier in den Kamin gelegt.
Komisch- Feuer geht nicht aus …
Was mach‘ ich falsch ?

(ACR)

 

Schnell gelebte Zeit …

Jemanden den Ruf
des Eigenbrötlers
zu verpassen
ist leichter als sich
mit ihm
zu beschäftigen
und das wiederum
ist leichter
als sich mit sich selbst
auseinanderzusetzen.

(ACR)

 

 

Veröffentlicht unter ACR - mal ganz anders, ACR Aphorismen - Aphotismen, Gedankensplitter | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für allerlei Allerlei aber gar nicht so allerlei …

Blick zurück nach vorn …

Hey Welt, ich lebe  noch allerhand Jahre und habe vor, die schon vorhandenen Spuren noch zu vertiefen.

Hey Welt, ich lebe noch allerhand Jahre und habe vor, die schon vorhandenen Spuren zu vertiefen.

In den letzten Tagen habe ich ab und an innegehalten, gelächelt oder tief durchgeatmet (kann auch geseufzt gewesen sein), Fotos angeschaut, meine beiden »heiligsten« Schätze, zwei wundervolle Briefe aus meines Sohnes Kinder-/Jugendzeit, hervorgekramt und gelesen.

Erinnerungen.
Eine womöglich schicksalshafte Begegnung hat mich unlängst tatsächlich um Jahrzehnte in mein Leben zurückgeschossen.
Erinnerung – Erkenntnis.

Es ist, wie eine Schallmauer durchbrechen.
Ist es wie durch eine Tür gehen?
Ein Stück mehr Freiheit.
Ein Stück weniger Zeit?

Manchmal bin ich mir wie jemand vorgekommen, der in einem geschlossenen Raum versucht, den Kopf über einen steigenden Wasserspiegel zu halten. Dann wieder hat mich interessiert, wie viele Minuten 10 Jahre sind und wie viele Male ich wohl ein- und ausatme in dieser Zeit?

Bei der Rückschau auf meinen 30. Geburtstag, an dem ich doch tatsächlich schon gedacht hatte, nun uralt zu sein und bald die Radieschen von unten anschauen zu müssen, habe ich herzlich gelacht.

Radieschensalat finde ich übrigens lecker.

Mit 40 hätte ich so gern meine 30 wiedergehabt. Erst ab 50 ist mir Alter zur Schwester geworden. Ich liebe meine Jahre. Ich mag´s jetzt nicht näher erklären, aber mir wird gerade bewusst, wie oft ich mich selbst überlebt habe.
Unglaublich, ich bin 60 Jahre alt geworden.

Meine innere Sonne, mein Glaube an den göttlichen Funken im Menschen, meine Neu — Gier, vor allem diese Gier, Neues zu lernen, begreifen, bedenken, nutzen, weitergeben, meine Sehnsucht nach Vervollkommnung, schreiben können/dürfen, meine Gabe, bedingungslos zu lieben und mein Glück, geliebt zu werden, weil ich es bin … sind Motoren meines Lebens.

Heute Nacht 00:00 Uhr werde ich 60.
Dass ich geboren worden bin, hat mit mir nichts zu tun, ich wurde nicht gefragt.

Was ich aber trotzdem aus mir gemacht habe, ist allerhand mehr als eine 60 jährige, rothaarige, hippppsche Hiiiiiietchenträgerin, die ab und zu was schreibt und sich wünscht, das nähme jemand wahr.

Hey Welt, ich lebe noch allerhand Jahre und habe vor, die schon vorhandenen Spuren zu vertiefen.

Ich habe mir viele neue Federhalter gewünscht und ganz dolle viele lila Tintenpartonen und ganz viele schöne zeilenlose Bücher – für meine Notizen …

… und gratuliere mir zu meinem Leben.

(ACR)

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Der allererste Gastbeitrag in meinem Blog

von Gesine von Prittwitz 

 

Mir fallen heute dazu nur diese Worte noch ein:

Sei sicher-
grosser Mensch Du,
es gibt nicht´s
erschreckenderes
im Kinderleben –
als eben
der Verlust
des bedingungslosen
Vertrauens …

und oft
hält das
ein Leben
lang …

(ACR)

ahntest Du, Mensch, wozu Du in der Lage bist, was davon würdest Du nie tun?

… ahntest Du, Mensch, wozu Du in der Lage bist, was davon würdest Du nie tun?


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Die Sache mit dem Finanzierungsmodell, der Legitimität und anderer Aufstiege …

IMG_1493

… da wünscht man sich wenigstens Kopfsteinpflaster …

Wo kommen wir denn da hin?

Das ist eine der Fragen, die frühestens auf dem Rückweg beantwortet werden kann. Meist braucht es allerdings noch eine Zeit der Rekonvaleszenz, bevor über das Dahingekommen- und Dagewesen Sein berichtet werden kann.

Darüber habe ich bei der Lektüre in Focus-Online: „Plagiatsanalysen sind Wissenschaft“ vom Samstag, 09.02.2013, 08:19 • von FOCUS-Online-Redakteur Christoph Pagel, nachgedacht.

Er berichtet über Tatsachen, die mich einige Tage zuvor schon betroffen gemacht hatten. Ich bin darüber nun nicht mehr verwundert gewesen. „Des Ruhmes Reinlichkeit- der Ehre Wert!“

Die Überlegungen, ob es denn genügend anonyme und/oder offizielle Beitragszahler geben möge, klingt in diesem Artikel an.
Jedoch gibt Christoph Pagel bekannt, der hauptberufliche Überprüfer von Doktorarbeiten, Heidingsfelder, habe sich dazu geäussert, „momentan genügend Einkommen“ zu haben.

Ausserdem – und ich wollte es mehrmals lesen, um sicher zu sein, ich rufe nur aus gutem Grunde die oben bereits erwähnte Frage, seien bei ihm (Heidingsfelder) auch die Doktorarbeiten der Kanzlerin und des Bundesverkehrsministers eingereicht worden.

Und nun kommt`s: „Dafür seien grössere Gelder geflossen, von denen er (Heidingsfelder) zehren könne.“

„No, wo gommern denn do hinn?“, den Blick gen Himmel richtend, verfalle ich meinem ursächsischen Gemüt. (Wenn ich mich aufrege passiert das fast immer.) Und ich stelle mir vor, wofür denn zukünftig „grössere Gelder“ irgendwohin fliessen könnten.

Hört es auf bei: „Prüfen Sie bitte!“ oder geht es bis „Finden Sie was!“ oder könnte es auch ein Kreuzer mehr sein, für: „Sie sollten auf keinen Fall etwas finden!“ ?

Und bei dieser Überlegung kommt mir die grosse Dietrich in den Sinn.

Ihr melancholisches Lied:
Zitat:„Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm‘ ich in Verlegenheit, was ich mir denn wünschen sollte …“
und ich (ACR) hoffe, ich werde nie erfahren, wie es dort ist, wo wir hinkommen werden, wenn es so kommt, wie es kommen kann, wenn wir so weitermachen.

(ACR)

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Des Ruhmes Reinlichkeit- der Ehre Wert?

Und wer zahlt den Preis vom Preis des Preises ?

Wir putzen-wir putzen-wir putzen.Des Ruhmes Reinlichkeit,der Ehre Wert.

Wir putzen-
wir putzen-
wir putzen.
Des Ruhmes Reinlichkeit,
der Ehre Wert.

Wer abzuschreiben gedenkt, wer abschreibt, wer abgeschrieben hat, wer etwas liest, was jemand abgeschrieben hat und es nicht meldet, wer nicht meldet, dass es jemand gibt, der gelesen hat, was jemand abzuschreiben gedenkt, wer nicht meldet, was jemand, der dies abzuschreiben gedacht hatte, abgeschrieben hat, wer nicht meldet, dass jemand gelesen hat, was abgeschrieben war und gelesen wurde … und wie weiter?
Wer nicht regelmässig etwas meldet … na so schlimm ist es nicht?

Wo beginnt, wo endet es?

Geht es um die Wissenschaft, versteht die Wissenschaft keinen Spass. Bis dahin kann ich dem Ganzen noch folgen und bin für die Prüfungen jeder Dissertation.

Ohne genaues Hintergrundwissen denke ich- auch dafür ist ein Doktorvater zuständig.
Ausserdem, jedenfalls nehme ich das an, müssen einige honorige Wissenschaftler jede Dissertation unabhängig voneinander prüfen und bewerten. Wenn das schon bei vergleichbar simplen Abiturabschlussprüfungen so ist, wieso sollte es bei Dissertationen anders sein.

Unabhängig davon, wie es danach zur Abschlussbewertung kommt und wer aus welchem Grunde am Ende den Doktortitel vergibt, sollte sich der und auch die damit in ihrer wissenschaftlichen Wichtigkeit Bestätigte sicher sein können, in der Leistung und im Ergebnis der Leistung an einem Punkt angelangt zu sein, vom dem aus das weitere Leben aufgebaut werden kann.

Soweit – so gut?

Mag sein, ich- die ich nie eine Uni von innen gesehen habe, male mir das alles viel zu geschichts- und ehrenträchtig aus.

Vielleicht verlasse ich mich mit einer zu starren Selbstverständlichkeit darauf: Wer sich in die Welt der Wissenschaft einzureihen gedenkt, ist sich der Sauberkeit seines Wesens, der Reinheit seiner ethischen und moralischen Werte – oder was immer dazu gesagt werden könnte, bewusst.

Ich sehe ein und bin bereit, mit dem bitteren Beigeschmack der Enttäuschung hinzunehmen, es gibt wirklich Menschen, die ihren eigenen Ruhm mit der Kopiepaste anderer Wissenschaftler zum Glänzen zu bringen gedenken.

Ich sehe ein und bin bereit, mit dem Kopfschütteln einer Unverständigen einzuräumen, solche Versuche werden vom Doktorvater und anderen „Beiprüf- und Bewertenden“ nicht im Keim erstickt, sondern gehen unerkannt und hochgelobt in die Veröffentlichung.

Ich sehe ein, sowas muss – so es bekannt wird, geprüft, untersucht und ganz bestimmt auch geahndet werden.

Die Frage: „Vater, mein Doktorvater, was ist Deine Pflicht, rührt denn die Arbeit Deines Schützlings Dich nicht?“ (In der Melodie des „Erlkönigs“ von Goethe), käme mir in erster Linie in den Sinn. An die Universität, die sich bis dahin (wohin e i g e n t l i c h?) von der Sonne -der in ihr gewurzelten Doktoren- hat beglänzen lassen, hätte ich auch allerhand Bemerkungen zu richten.

Und natürlich würde ich gerne jeden einzelnen nachträglich Erwischten an Haar und Ohren packen und schütteln und ihn fragen, wieso er nie daran gedacht hat, dass jede Wiese – und sei ihr Gras noch so hoch gewachsen, von Schafen immer wieder niedergefressen wird.

Das alles ist für mich nur die Spitze vom -so oft beispielhaft herbeigezogenen- Eisberg.
Was mich am Allerallermeisten beeindruckt, verunsichert, traurig und gleichzeitig auch wütend macht, mich immer wieder in Schrecken versetzt … ist das Heer der vielen Unsichtbaren. Diese eifrig Scharrenden, die nach einem verfaulten Korn suchend, ganze Lebenswege zerwühlen und sich offensichtlich jeden Abend mit dem immer offenen Taschenmesser eine neue Kerbe in die Bettpfosten schnitzen. „Wieder einer erledigt!“

Ein grausiges Bild entsteht vor meinem inneren Auge: Verbunden im blindsehenden, taubhörenden, stummschreienden Gejohle der Heimlichkeiten, steht da jeder für sich und geeint im gleichen Sinn, des Abends vorm eigenen Spiegel. Und ganz im Gleichnis des „Heinrich Mann`schens Untertan“ knallen sie vor sich selbst die Hacken zusammen und johlen ihrem Spiegelbild ins Gesicht: „Und bevor wir nun zur Sache selbst kommen, feixen wir über die, die wir schon zur Strecke gebracht haben und gedenken derer, die schon auf unserer Liste stehen. Und auch die wollen wir nicht vergessen, die wir noch draufsetzen werden!“ (Ganz frei nach einer Szene aus „Der Untertan“ von Heinrich Mann)

Und seit ein paar Tagen befürchte ich, wir  k ö n n t e n auf dem zweifelhaften Weg sein, einen neuen „Volkssport“ zu kreieren, weil viel zu wenige etwas dagegen sagen.

ich habe mir die Seite angeschaut, die sich „PolitPlag“ nennt und keine Bilder hat, aber (subjektiv mir) welche malt. Diese Seite wurde nach eigenen Angaben initiiert von „Vroniplag“.

Mit Verwunderung und anderen unguten Gefühlen habe ich gelesen, dass es eine ganze Liste „Vorgemerkter“ gibt, deren Doktorarbeiten geprüft werden sollen. Ausserdem, so wird mitgeteilt, ganz umsonst könne diese aufwendige Arbeit nicht gemacht werden und man „habe einen Weg gefunden“ und „sammle Beiträge, um die Projekte zu finanzieren“.

Natürlich wird die MwSt. abgeführt. Arbeitsschritte kosten zwischen 50 und 300 Euro und „jeder weitere Arbeitstag eines Plagiatsuchers“ kostet 500,00 Euro.

Und nun kommt´s: Ab Beiträgen von 20,00 Euro kann sich jeder an den „Prüfungskosten“ beteiligen. Und nochwas!
Auch anonyme Überweisungen sind möglich, es kann in diesen Fällen aber keine Rechnung versendet werden.

Namentliche Beitragsüberweiser erhalten auf Wunsch eine Rechnung mit ausgewiesener MwSt.

Zitat Politplag:

„Bitte vermerken Sie bei Ihrer Banküberweisung, welcher Kandidat geprüft werden soll.”

Zitat Ende.

Anmerkung ACR:

Sollte ich hier Worte verwendet haben, die auch auf der Seite „Politplag“ genutzt worden sind, so erkläre ich hiermit, mir sind einfach keinen anderen eingefallen, die ich öffentlich nutzen wollte.

Na gut, eines dann doch, nämlich: Riesenschweinerei!

Da wird forciert, von meist Namens- und Gesichtslosen, die- so habe ich es mehrfach schon gelesen, sich oftmals gegenseitig sogar nur mit Chatnamen kennen sollen, dass jeder für 20 Euro jemand aufs Korn nehmen kann?

Zukunftsbilder des Grauens malen sich in meine Vorstellungen:

Du hast einen Nachbarn, der Dir stinkt und der hat einen Doktortitel? Na was denn- mach ihn fertig! Lass ihn auf die Liste setzen!

Die Lehrerin Deines Kindes ist zu streng? Na los denn, lass mal überprüfen, ob die nicht in ihrer Doktorarbeit abgeschrieben hat! Ist sowieso ein Rätsel, wieso die auf dem Namensschild ein Dr. hat!

Kommt man eigentlich auch an die Mathearbeiten der Grundschullehrern Deiner Tochter ran? Willst Du nicht mal sehen, ob die _umme _uh wirklich nur Einser hatte oder woher nimmt die sich das Recht, ausgerechnet Deiner Tochter einen Dreier zu geben?

Wo es beginnt, steht nun schon weltweit in allen Gazetten geschrieben und wird über jeden Sender „gewahrheitet“.

WO endet es? Wenn sich ausreichend viele beteiligen, reicht dann auch schon ein Beitrag von 2Euro 50?

Zukünftig statt eines Abendgebets, eines heissen Kusses für die Liebe oder der Müdigkeit von redlicher Arbeit, kann ein Jeder sich nun die erbärmliche Freude machen, den geheimen Titel „Jäger und Erleger“ zu tragen?

Es ist genehm, Existenzen zu durchpflügen und den Samen der Verdächtigung, der Missgunst, des Neides, der Häme, des Spotts … in die Spur zu legen, auf das wir alle zu Voyeuren werden?

20 Euro beschleunigen jeden Einzelvorgang sogar noch? Und jeder kann sich jemand „auf die Liste“ wünschen?

Was wäre, wenn wir alle – pro Kopf der Nation- morgen einen Euro überweisen, auf das es dem Mittelstand, dem Rückgrat der Wirtschaft Deutschlands, besser gehe?

Oder

Pro Kopf einen Euro für die Wissenschaft?

Oder

Pro Kopf einen Euro für die Bildung?

Nein? Das macht nicht so viel Spass, wie das Rätseln, wann und auf welche Weise jemand seinen Doktorhut abgerissen und seinen Privaten nehmen muss?

Die Spekulation, wer in welcher Jugendflüchtigkeit ersäuft und wessen Lebensleistung im Gelächter einer Nation zermalmt wird, ist auf dem Wege … Mode zu werden?

Wer nicht regelmässig etwas meldet … ???

Ich werde in wenigen Tagen 60 Jahre alt und bin der vagen Hoffnung, ich lebe nicht so lange, bis das Melden und Beitragzahlen Pflicht wird.

(ACR)

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Geburtsnacht …

Wehen kreisen den Abend,
brüllender Sturm freut
sich auf neues Leben.
Geboren ist die Nacht.
Welch‘ Staunen.

Wenn es Gott gibt,
ist er ein Künstler …

(ACR)

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… morgenliedweise …

Die Sonne in ihrem Tageslauf –
schlägt ein Rad um des Menschen Leben.

Verweigerung hält sie nicht auf
und unmöglich, ihr mehr Tempo zu geben.

So ist es eben.

(ACR)

Wenn der Tag um die Sonne ein Rad schlägt ...oder umgekehrt ...

Wenn der Tag um die Sonne ein Rad schlägt …oder umgekehrt …

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Aufschrei gegen Machotum? Jetzt platzt mir aber der Kragen – hinschauen erwünscht

Ich weiss nicht, seit wann ich durch tiefes tiefes tiefes Einatmen und nachfolgend bis an körperliche Grenzen gehendes Luftanhalten versuche, meine Auflehnung gegen den immer grösser werdenden Unsinn herunterzuschlucken.

Zugeben muss ich: Hinter der Überzeugung, ich kann die Welt sowieso nicht ändern, schien mir das Klappehalten bis hierher legitim.
Nun bin ich immernoch der Meinung, ich kann die Welt sowieso nicht ändern und hätte für solch’ grosse Aktionen auch kein Konzept, aber aber aber … ich müsste bei den ewigen Aufgeschreie-und-Gemännergewitze-Debatten einen Trockenapnoetauchtraining absolvieren, wollte ich nicht atemlos ohnmächtig daniedersinken.

Also muss ich was sagen, wenn ich schon gezwungen werde, das wiedermal lauthalse Wehklagen mindestens dreier Frauengenerationen gleichzeitig -von überallher nach überallhin- zu ertragen.

Himmelnochmal- hier nun mein Aufschrei:

Ganz zuerst will ich loswerden, wie leid ich es bin, ständig gendertechnisch einwandfrei – demnach vorab gegen jeden Einwand schreibend, Männer und Frauen extra- also getrennt- erwähnen zu müssen. Ich habe Leser und Leserinnen und werde gelegentlich angefacht, warum ich nicht zuerst Leserinnen und dann erst die Leser nenne. Es gibt so unglaublich viele und ganz unübersehbare Unterschiede zwischen Mann und Frau, ich glaube einfach daran, Menschen müsste genügen und beide fühlten sich angesprochen.

Aber nun, da genderpolitisch einwandfrei sogar Klassiker der Literatur ausgebügelt werden, fürchte ich, irgendwann nimmt uns die Glattmacherei die Farbe.

Und damit habe ich eine ganz prima Überleitung zum Thema Sexismus und die schreckliche Schrecklichkeit der Männer
oder könnte das auch ganz anders ausg(s)ehen ?

Angefangen vom kleinen Farbkasten mit Wimpernschwarz vor vielen Jahren – bis hin zur aktuellen Form der- „wie bekomme ich die Wimpern bis zum Hinterkopf gebogen”; Verlängerungen für Fingernägel und Fussnägel in Farben, die die männliche Vogelwelt als billige Kopie wirken lassen könnte; Haarverlängerungen in allen Längen und Farben (und für die Echtteile geben „Schwestern in der Seele” ihr eigenes Haupthaar her!!!), Absatzhöhen, die ans Stelzenlaufen erinnern, Ausschnitte bis zum Opferstock, Röcke, so kurz, dass sie von schmalen Gürteln vollkommen bedeckt werden könnten, oder lange Röcke wie Vorhänge – aber öffne sie- geschlitzt …
Die –wievielSchuhehastDudennüberhaupt- Masseinheit wird demnächst ganz offiziell in die Mengenlehre aufgenommen werden müssen. Das Gleiche gilt für Taschen.

Die Scheinheiligkeit wird für mich dort unübersehbar, wo naturhaarverlängerte Frauen gegen Naturpelzträger protestieren.
Nicht selten habe ich den Eindruck, der Tierschutz obsiegt dem Menschenschutz.
Nein! ich habe nicht übersehen, dass Frauen die Haarpracht nicht abgezogen, sondern bestenfalls abgeschnitten wird. Aber ich darf doch wenigstens darauf hinweisen, dass der „Wirtschaftszweig Frauenhaar” sich nicht aus auf Bäumen wachsenen Haarbüscheln entwickelt hat.

Die Schönheitschirurgie hat inzwischen eine vollkommen an der Wirklichkeit vorbeigehende Berufsbezeichnung; so vieles ist nicht mehr schön und hat den Blick des Schönheitswahns schon längst getrübt.
Busen, die an die Auslage übertriebener Sexspielzeuge erinnern, rausgedrückt und hervorgehoben und hochgehoben und durchgesilikont.
Wangenknochen, die verrutschten Schlüsselbeinen ähneln, abgehobelte Kinne, abgesaugte Backen in Hochpaterre und oberster Etage ….

Wir bedauern in aller Öffentlichkeit die Schicksale durchoperierter Frauen, die daran gestorben sind und finden die Erklärung, wie schuldig sich die Konsumenten machen, ohne daran zu erinnern, dass niemand gegen seinen erklärten Willen irgendwelche Körperteile vergrössert bekommen kann.

Die Zeigefreudigkeit hat einen Körperwahn erzeugt, der seinesgleichen wahrscheinlich sucht und wir schauen zu, wie damit die Zukunft der Menschheit mannigfaltige Beeinflussung erfährt.

Wie unser Wadenbein verkürzt und unser Blinddarm unnütz ist, werden möglichweise über die nächsten Jahrtausende Menschheitsgeschichte Mutationen herauskommen, dass heutige Filme, in denen die Figuren an allen möglichen Stellen Reissverschlüsse tragen, real erscheinen. Nicht überraschen dürften leeren Hautsäcke für Busen, Nase, Po und allerlei andere Körperteile, die der Mensch sich dann, nach seinem Gutdünken, nachträglich modellieren kann.

ich begreife nicht, warum heutzutage alle gleich aussehen wollen.

Und ich kann schon gar nicht verstehen, warum die OriginalkörperteilträgerInnen keine Lizenzgebühren verlangen… für all die chrirgischen Nachbildungen ihrer Nasen, Lippen, usw.

Wohin treibt das alles ?

Heranwachsenden Generationen erleben Essstörungen bald heftiger als ihre Pupertät, bzw. irgendwann wird das zu pupertären Symptomen im genetischen Programm des Menschen gehören, wie der Stimmwechsel bei den Jungs. Wenn wir so weiter machen, wird das jugendliche Essstörungssterben auch den statistischen Altersdurchschnitt beeinflussen.

Wir werden es ganz bestimmt noch schaffen, dass vor dem Abitur der Berufswunsch IT-Girl/Boy steht, und der Buchwunschzettel bei Amazon schon ab dem 13. Geburtstag vom virtuellen Wunschzettel in den Portalen von Schönheitskliniken überholt wird, und nur noch Köperteile angeklickt werden müssen, um auf die Op-Liste zu gelangen.

Und das alles für die Katz’???
Da soll ich tatsächlich glauben, dies sei alles nur für die Katz`?

Nach dem Motto, hat viel Geld gekostet, nun soll es auch jeder sehen … haben doch Vorreiterinnen und Stars und die, die denken, sie seien welche und die, die gerne welche werden wollen, ganze Ansammlungen von Körperteilen in alle möglichen Kameras gehalten.

Na ganz stimmt das nicht: Das meistgeliebte Spiel heisst wahrscheinlich immernoch – jeder soll denken, es ist echt! Ich gehe so weit (absichtlich provokant) zu behaupten, sogar Photoshop und andere Programme sind als Kampfwerkzeuge erfunden worden, Frauen immer mehr dorthin „züchten” zu können, wo die Natur sie sowieso nicht hinlässt und die Chirurgie handwerkliche Grenzen hat.

Was ist unsere Nachrichtenebene?

Zum weltweit wichtigsten und aufrüttelsten Ereignis wird tatsächlich, wenn zwei Stars in ähnlichen Kleidern übern roten Teppich schaulaufen. Das Ganze wird nur abgelöst vom ganz ganz ganz zufälligen Busenblitzer, der mittlerweilen bereits als Promotionseinheit in Marketingprogrammen aufgenommen worden scheint. Ach, nein, beinahe vergessen, unsere grössten weiblichen Vorbilder tragen keine Höschen, am Besten wirkt das beim Aussteigen aus irgendeinem Auto.

Das alles und noch viel mehr, bekäme ich zum Beispiel gar nicht mit, gefiele es ganzen Berufsgruppen nicht, das vehement in mein Leben kolportieren zu wollen.

Höre ich da – ich übertriebe-?
Na schauen wir doch mal genauer hin:

Wer bekommt denn heute Sendeplätze? Über wen und von wem ist in Zeitungen und Zeitschriften zu lesen? Nackte Haut verkauft alles. Kombiniert mit wenig Hirn und ganz kleinem Wortschatz ist es nahezu verführerisch. Werbung mit Billigcharakter. Rundfunk und Fernsehen wollen nicht nur ihre eigenen Zielgruppen verraten, sondern auch ihre eigenen Strukturen. Gerade solche Zeitungen, die Frauenpopos so aussehen liessen als ritten sie auf einem sattellosen Fahrrad, und auch heutzutage nichts weglassen, was zum Hinschauen taugt, und solche, deren tägliche Tittiesschau nun wirklich nicht als Verkaufsgegenargument von der ersten Seite lacht, drehen aktuell genauso an der „Männerwitzschraube”, wie alle anderen auch.

Und viele Frauen schreien auf, habe ganz schreckliche Geschichten zu erzählen, die sie schon viele Jahre verschweigen.

ich kann nicht umhin, ich muss heute fragen:

Wer schreit auf, wenn einer der endlos repektlosen Witze über der Kanzlerin Frisur, Mundwinkel, Hosenanzug wiedermal die Medienrunde macht? Und wieviele solcher Runden werden von Frauen und nicht von Männern gedreht? Weil diese Frau nicht den Schönheitsnormen entspricht, darf sie einfach so als Witzfigur dienen? Oh, nein, kommt mir nicht mit Karikatur oder anderen Einwänden, die sich auf übliches politisches Geplänkel bezieht und – nein, ich finde sie nicht Klasse und ich wähle sie auch nicht und es könnte mir wurscht sein, denn ich lebe nicht in Deutschland. Ja, ich weiss, politische Häme, sowas gibt´s seit eh und je auch über Männer. Das alles meine ich nicht, sondern ich meine die Grundsätzlichkeit der Respektlosigkeit, die nicht nur darin angezeigt ist, dass ihr genau ins Dekollté fotografiert wird und dies die Schlagzeilen der Zeitungen ausgemacht hat.
Grundfrage ist doch hoffentlich auch bei ihr, wo endet die Freiwilligkeit- oder ist das plötzlich variable?

Wer schreit auf, wenn die Dramatik schwerer Unfallfolgen betont wird – durch sowas wie: „Die junge bildhübsche Frau wurde bei Unfall schwer verletzt …. !”
Ist ein Unfall einer älteren Frau nicht ebenso dramatisch?

Wer hat in den Oktoberzeltzeiten aufgeschrien, wenn Dirndl mit entsprechender Füllung jeden Tag aus allen Medien hochgeschnürt werden? Mir will jetzt niemand erzählen, die Frauen trügen zwar die Dirndl, aber sie wollten damit nicht gesehen werden?

Wer schreit auf, wenn Starmamas ihre Starbabybäuche vollkommen unbekleidet vorzeigen und anderen Babybauchträgerinnen vorzufotografieren versuchen, wie starbabybauchnichtvorhanden Schwangerschaftsstreifen sind. ich soll jetzt nicht glauben, die ungeborenen Kinder hätten diese Fotos gegen den Willen ihrer Mütter eingefordert?

Wer schreit auf, wenn Frauen sturzbesoffen kreischend und kaum bekleidet durch sogenannte Trash soaps über die Bildschirme quoten?
Mir will jetzt niemand erzählen, die Fernsehmannschaft mit Mikrofon und Kamera werde zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt, machte sie der peinlichen Vorführung nicht vorzeitig ein Ende? (Und ja, ich weiss, sowas gibts auch von Jungs und Männern zu sehen- aber irgendwie passt das ja wenigstens zur gelegentlichen weiblichen Annahmen, Kerle seien eh für nichts anderes gut.) Mir geht es gerade nur um die Darstellungsmöglichkeiten der emanzipierten Frau und deren Unterstützung durch die Medien.

Wer schreit auf- wenn`s … die jeweils schwer zu kriegenden 15 Minuten Ruhm sind, egal wie ruhmreich sie geraten? Unmittelbar nach der Dschungelfernsehzeit, die sogar einen Grimmepreisbewerber offeriert, ist das meine lauteste Frage.

Yes! Medienwelt! Yes!

Hackenaneinanderknalleundstrammstehe!
Wenn es um Quote geht, sind viele viele Frauen gerne in der ersten Reihe.
Frauen machen Quote!
Und viele denken auch noch, sie seien es, die das für sich selbst entscheiden.
Na Klasse!

Oder gilt Frauenquote nur als Begriff für:
„Ich krieg den Job, weil ich ein Mädchen bin?”

Die Frau von heute hat so eine Quote nötig ???

Frauenquote?

Dafür also haben sich die Frauen dieser Welt ins Feuer des Geschlechterkampfes geworfen und ihr Leben hergegeben und tun es in manchen Ländern noch immer?

Oder hat hier innerhalb der wechselnden Generationen, die Gier, die Zeit überholen zu wollen, den Kampf um Prinzipien zum Prinzip gemacht?
Kann es sein, es wird wiedermal ganz offensichtlich, dass es leichter ist, um Prinzipien zu kämpfen als zu leben, wo sie hinbringen?

Frauenquotierung, Frauenquoten, Quoten …

Weil Frau die Wahl hat – wird sie wahllos?

Mal angenommen, es wäre ein überdenkenswertes Modell
g e w e s e n, haben die Medien und die auf deren Welle reitenden Frauen, zumindest ihren ganz persönlichen Beitrag dafür geleistet, jede Form von Frauenquote peinlich werden zu lassen.

Zumal wir schon eine Menge Quote haben- oder nennt man das Sendezeit und damit Meinungsmache ?

Da gibt´s richtig Quote:
„Ich werde doch nicht arbeiten, Hey, ich bin ein Mädchen!” Mit viel Power haben das die Sender und Zeitungen gerade vor Kurzem ins Leser-und Guggervolk gepustet.

Da gibt´s immer Quote: „Schaut mal her – 25 Minuten nach der Entbindung hatte ich schon wieder den Körper einer 18 Jährigen!”

Da gibt´s soviel Quote, es reicht sogar für Dokumentationen: „Mein Körper ist mein Kapital. Ich bin ein Gesamtkunstwerk.” Wie viel Sendezeit und AufmerksamkeitsSpaltenplatz wird hierfür verschleudert? Dem Einwand, es gäbe dafür auch männliche Beispiele, schenke ich ein schulterzuckendes: „Mit welchem Recht denn nicht? Und wer war eher da? Ken oder Barbie?” Wer hat denn am lautesten gerufen, die Männer sollten unbedingt auch zur Kosmetik gehen? Wer wachst denn dem Manne das letzte Brusthaar weg?

Da gibt´s enorm Quote: „Wie wird ein Frauenkörper in ein paar Wochen auf Mass grundsaniert …” … oder wie heissen die extrem schönen Formate?

Da gibts ewiglich Quote: „Sex sell´s …” Eim Blick auf die Bestsellerlisten gefällig?

Da gibt´s ganz riesig Quote: „Wie sticht Frau ihre Mitbewerberinnen aus und hofft auf die nächtliche Rose eines traumfrausuchenden Mannes?” Also ich bin ja wirklich nicht „Alice´s Weggefährtin”, aber es muss schon ein Schlag ins Gesicht der gesamten Frauenbewegung sein, dass so ein Sendeformat überhaupt geplant werden konnte. Dieses Ding ist die öffentliche Bestätigung, wie sehr Frauen das angeblich so verpönte Machotum suchen! Dass sowas Zuschauer hat- könnte man ja noch den Männern anlasten. Unbeschreiblich peinlich ist es allerdings, wie viele Bewerberinnen es dafür gibt. Die wievielte Staffel führt uns Frauen schon vor, wie weit weg wir von dem sind, was wir öffentlich behaupten? Puhhhh Wo bitteschön ist der weibliche Aufschrei gegen ein solch’ unbeschreiblich dümmliches Format? Keine Lichterkette durchs Land? Und das Allerpeinlichste: Selbst die Nervensäge an sich, die an irgendeiner Stelle dann doch nicht mehr in der engeren Wahl ist und keine Rose mehr bekommt, macht in allen möglichen anderen Trashsendungen ihre ganz persönliche Karriere. Ich kann es mir nicht verkneifen zu erwähnen, sie ist eine Vertreterin der Frauenwelt!

Darf ich mal höflich anfragen: „Welche Zielgruppen sind denn bei alledem auf dem Schirm der Medien?”

Diese endlosen Hirnfresser werden wirklich für Null Zuschauerquote produziert?

Und bei all den Quoten ist Frau nicht mehr in der Lage zu unterscheiden?

Da kann ein männliches Unterwäschemodel medienträchtig – werbewirksam nach der Socke im Slip gefragt werden, anderenorts fasst ein Star öffentlich einem anderen in den Schritt und alles wird furchtbar fröhlich empfunden. Haut eine Frau einem Mann öffentlich eine in die Fresse, wird sie als Heldin gefeiert, die es den Kerlen endlich mal gibt, bei einem Mann reicht schon die blosse Vermutung, er täte ähnliches hinter geschlossene Wohnungstür … ? Eine Frau, die gern und oft nacktbetont über den Bildschirm geworben wird, wirkt ganz anders, wie wenn ein Nudist unbedingt unbekleidet fahrradfahren will? Die Frauen, die vorzugsweise Rasterlockenurlaube buchen, kommen als unglücklich verliebte und betrogene Frauen aus dem Urlaub, während Männer mit Tickets nach anderswo grundsätzlich als Schweine gelten? Frauen, bis zur Unkenntlichkeit aufgehübscht, sind in Discos nur der klassischen Musik wegen, während Männern unterstellt wird, sie wären schon auf allen 5en dahingehechelt? Eine Frau darf auf einen Mann zeigen und sagen:” Der war`s”, und es bleibt auf jeden Fall etwas an ihm kleben? Macht ein Mann das Gleiche, steht er unter Verdacht, er sei nur ein enttäuschter Liebhaber? Eine Mutter, nach der Trennung um die Erziehungsberechtigung ansuchend, ist eine gute Mutter, ein Vater in gleicher Situation ein storkender Täter? Wenn eine Frau den Knackarsch eines Mannes öffentlich zur Sprache bringt, ist das emanzipatorisch rechtens, sagt ein Mann etwas über die wohlgeformten Schultern einer Frau, kommt es auf die aktuelle Befindlichkeit der Schulterträgerin an, ob sie das für den Moment gut findet – oder für`s kommende Jahr notiert?

Ein ganz bestimmtes Möbelhaus fällt mir immermal durch mir brechreizerzeugende männerverunglimpfende Werbung auf; wäre so etwas auch nur annähernd mit Frauen in der entsprechenden Rolle geschehen- ein Aufschrei ginge durch die Welt. Oder kann sich jemand vorstellen, ein dominanter Kerl reicht einer dümmlich vor sich hinsuchenden Frau einen noch blödsinniger aussehenden Igelmotivpullover und eine sonore Stimme sagt aus dem Hintergrund: „Der richtigen Kleiderschrank erspart das Suchen”?

Am allerallermeisten habe ich den Aufschrei bei folgender Werbung des gleichen Möbelherstellers vermisst: Frau haut Mann im Beisein von Gästen die Pfanne auf den Kopf, weil der sagen will, bei wem man so eine wunderhübsche Küche kaufen kann. Häusliche Gewalt als Werbeslogan? Ich möchte gerne zur Überlegung geben- was wäre gewesen, wenn Mann gerade die Pfanne in der Hand gehabt hätte ?

Das in einem weiteren Spott sogar – im Beisein der Schwiegermutter – von der Ehefrau behauptet wird, der Vater des Neugeborenen sei ein anderer, weil der gerade unbedacht verraten will, wo die teuer aussehenden Schlafzimmermöbel gekauft worden sind- hat mich nur noch zum Kopfschütteln gebracht. Grenzen weit ausser Sicht- aber kein Aufschrei??? Na- in dieser Rolle wäre kein Tausch möglich und sogenannte Kuckuckskinder haben damit vielleicht eine ganz andere Symbolik bekommen?

Was also soll werden mit uns- mit den Frauen und Männern? Können wir nur nicht mehr differenzieren- ohne Gefahr zu laufen, gleichzeitig in eine Täterrolle gedrängt zu werden?

Nicht Täter? Na? Wie viele von den LeserInnen, die mich jetzt in diesem Moment lesen, unterstellen mir gerade, ich hiesse Übergriffigkeit gut und leiste der Gewalt gegen Frauen Steigbügelhalterdienste?

Wie viele Männer verstehen mich nicht und denken, sie müssten nun Partei ergreifen für Frauen?

Und wie viele Männer denken, sie müssten schnellstens Argumente gegen meine übertriebenen Behauptungen liefern, damit sie nicht in den Verdacht kommen, eine ähnliche Meinung zu haben. ich will jetzt vom Vertreten (Meinungvertreten) gar nicht reden.

Eher kommt vieles einer Meinungszertretung nahe, zumal erst mal nachdenken, nachfühlen, nachklingen lassen und dann ….was auch immer … im Zeitalter des Internets kaum noch Raum bekommt.

Ach was, mir kann es egal sein- ich werde in ein paar Tagen 60, finde mein Dekollté Klasse und zeige es gerne. Immerhin habe ich mir vor etlichen Jahren, nachdem ich enorm viel abgenommen habe, meinen Bauch und Busen straffen lassen. (Das war so schmerzhaft und teuer, das werde ich doch wohl zeigen dürfen. Ich hoffe ehrlich, meine Zeit für hochgeschlossenen Kragen und Vorstecknadel kommt nicht so bald.)

ich habe diesen klitzekleinen Spass, wenn an der Kasse bei Tesco eine Frau ihrem Mann auf die Füsse tritt, weil er einen Blick in meinen Auschnitt wagt, während ich die Einkäufe aufs Band lege.

Und ich denke, wie unglaublich verlassen sich ein Mann fühlen muss, während seine Frau immer wieder über irgendeinen Schauspieler ins Verzücken gerät.

Und beinahe möchte ich wetten, der ungefilterte Vergleich des Benehmens von weiblichen Fans für männliche Stars und männlicher Fans für weibliche Stars hält viele Facetten unterschiedlicher Bewertungen frei. Da kommen Frauen ganz bestimmt nicht besser weg als Männer- ich verkneife mir den Zusatz: „Ganz im Gegenteil” (nicht).

Wie gesagt, ich bin fast 60, ich bin raus aus dem Rennen um irgendwas und um meine Generation ist es mir nicht bange.

Aber bitte, wo sollen die Männer von morgen lernen, was genehm ist? Nach welchem Vorbild werden Mädchen zu Frauen?

Hilft wirklich nur noch absolute Ignoranz. Männer schauen Bilder und nicht Leben?

Frauen zeigen sich nur noch Kameras?

Hilft einzig vorausschauende Angst und Unterstellung auf beiden Seiten?
Kein Mann geht mehr ohne Zeugen vor die Tür?
Keine Frau wagt sich ohne Begleitung auf Strasse oder in Menschengruppen?

Soll es jetzt soweit gehen, dass wir uns gegenseitig nicht mehr trauen können. Soll Misstrauen und Unterstellung so lange herrschen, bis nur noch eine allumfassenden Bild- und Tonüberwachungswelt lebbar ist?

Wieso habe ich plötzlich im Sinn:

Achtung! Frauen und Kinder zuerst in die Rettungsboote! ?

Männer zuletzt … Männer das Letzte?
Na, wollen wir mal sehen, wie die Frauen …. ach ja, ganz vergessen… die haben im Zweifel die Quote …

Hmmm, wie es wohl weitergeht mit der Menschheit ?

Manchmal denke ich, es sei keine so schlechte Idee, mal weniger an den Männern rumzuklagen als sich selbst unter die Lupe zu nehmen … und ganz gewiss, muss dazu weder die Kleiderordnung geändert noch der Schminkkoffer zugeschlossen werden …

(ACR)

*** Anmerkung der Autorin: Allein die Tatsache, dass ich darüber nachgedacht habe, hier unbedingt erwähnen zu müssen, wie schlimm Gewalt gegen Frauen, Männer und Kinder ist, wie viel Aufmerksamkeit und Sensiblität nötig ist, um vor Gewalt zu schützen, und das ich mich gegen jede Form von Gewalt distanziere,
zeigt (mir)… wie schwer es inzwischen geworden ist, nicht in den Verdacht zu kommen, das Thema nicht gebührend ernst zu nehmen.

Das könnte bei genauerer Betrachtung sogar dahin führen, zu denken, Männer haben wenig Chancen, sich an solchen Debatten zu beteiligen, ohne unterstellt zu bekommen, sie gehörten zur Gattung derer, gegen die ein Aufschrei Not tut.

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… eingefrorene Versuche …

ich bin nun mal ein Sonnenkind

So schön der
Anblick,
so kalt das Wetter,
oder
alles braucht die
geeignete Basis …

Zu Eis erstarrt des
Sommers helles Lachen.
………………….
………………….
………………….
Ach was ganz ohne Poesie:
Es ist saukalt … brrrrrr
das mag ich nicht …

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…verantwortungsverteilungsweise …

... der Mensch an sich und solche Sachen ...

… der Mensch an sich und solche Sachen …

Die Politik spielt möglicherweise gar nicht die Rolle, die ihr ständig in die Schuhe geschoben wird. Jedenfalls denkt der Mensch, sofern etwas besonders toll in seinem Leben ist, wahrscheinlich zuletzt an Politik. (ACR)

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… reicht Hausfrauensex als Verkaufsmagnet oder muss es BDSM sein?

Dieser Ausschnitt ist ein Link zum Beitrag:

„Kommen Sie hierher! Kommen Sie ran! Hier bekommen Sie´s billiger als nebenan.“

Publiziert am 24. Januar 2013 von Charlotte

 

Leseprobe:

„Im Spiegel der anderen”

 

( … )

Der Orgasmus einer sogenannten Hure kann ganz anders, als der einer sogenannten anständigen Frau, sein. Ich bin beides gern und noch viel mehr als nur Frau und Hure für ihn. Ich bin gern seine Liebste, seine Köchin, seine Beraterin, seine Zuhörerin, seine Begleiterin und seine Angebetete. Das eine wäre ohne das andere nicht möglich.“
„Wow, du machst mich sprachlos“, Heidemarie sagt wirklich nicht mehr viel, sie verabschiedet sich leise mit der Feststellung: „Was habt ihr beide für ein Glück miteinander! Ach, ich freue mich so sehr für dich.“ Anna dankt und verkneift sich, zu erwähnen, sie solle sich nicht für sie, sondern mit ihr freuen.
Sie erzählt Martin von der zufälligen Entdeckung und Aufklärung. Es gibt einen kurzen Austausch reiner Auskünfte.
„Und? Meine A, hast du damit Probleme?“
„Nein, wieso auch“, sie streicht sich mit einer Hand durchs Haar und lächelt.
„Hat Heidemarie damit Probleme?“
„Ich glaube nicht, nein, hat sie wohl nicht.“
„Gut, dann ist alles besprochen?“
„Es gab nichts weiter zu besprechen.“
„Hätte mich auch gewundert.“ Er küsst Anna auf die Nasenspitze. „Mach mir einen Kaffee und bitte, frisiere dein Haar nicht so streng nach hinten. Du gefällst mir mit den wilden Locken in der Stirn besser.“ Er wuschelt mit beiden Händen über ihren Kopf, gibt ihr einen Klaps auf den Po, setzt sich in seinen Sessel und schlägt die Zeitung auf. „Hast du mitbekommen, wie die Bayern gespielt haben?“ Aus der Küche kommt ein Seufzer:
„Liebster, lies es selbst, es wird dir nicht gefallen.“ Raschelndes Papier, er blättert um, dann ein einzelnes Lautes:
„Scheiße!“ Sie findet diesen Kommentar angemessen. 0:3 gegen eine mittelmäßige Mannschaft zu verlieren, kann keine Jubelschreie hervorrufen.
Ein paar Minuten später serviert sie Kaffee. Er legt die Zeitung weg und befindet, es sei die richtige Zeit für einen Spaziergang. „Mach dich flott, richtig flott, meine A. Wir gehen nach dem Kaffee raus“. Sie huscht ins Schlafzimmer, zieht sich um und wählt eine tief ausgeschnittene Bluse im Blau der Tuareg. Er mag diese Farbe an ihr. Dazu trägt sie einen langen schwarzen, sehr engen Rock und schwarze, halterlose Strümpfe. Sie schlüpft in die hochhackigen, schwarzen Schuhe, geht ins Bad, frischt Lippenrot und Mascara auf, bürstet das Haar, steht nach wenigen Minuten im Zimmer und sagt:
„Fertig. Nimmst du mich so mit?“ Er schnürt gerade seine Schuhe zu, schön bequem im Sitzen. Kurz schaut er hoch, betrachtet sie, zieht die Schleife fest und lacht leise. Dann lehnt er sich zurück, zieht die Augenbrauen nach oben und antwortet als denke er nach:
„Mitnehmen? Das muss ich mir erst überlegen“. Was meint er? Ist sie flott für ihn, oder soll sie sich anders kleiden?
Martin steht auf, schiebt alle Stühle vom Esstisch zur Seite, weist mit dem Arm in Richtung Tisch und lächelt: „Bitte Platz zu nehmen, die Dame“. Zuerst beobachtet sie ihn erstaunt. Was macht er da? Jetzt lacht sie.
„Wie meinst du das? Soll ich mich auf den Tisch setzen?“ Er zuckt betont mit den Schultern:
„Spreche ich chinesisch? Komm, hopp auf den Tisch.“
Anna wird glutrot. Sie klettert ungeschickt auf die Tischkante und schaut zu, wie er den Sessel mit einem Ruck umdreht und direkt vor den Tisch rückt, sich setzt, wieder aufsteht, ihn etwa einen Meter zurückschiebt und sich wieder hineinsetzt. Ihre Blicke treffen sich. Wäre Atmung nicht grundsätzlich ein vegetativer, sich selbst regulierender Vorgang, erstickte sie.
Anna erstarrt, sitzt auf dem Tisch wie ein kleines Mädchen, hat nicht den Hauch einer Ahnung, was er von ihr erwartet und findet die ganze Situation unwirklich. Er sitzt vor ihr im Sessel, seine langen Beine übereinandergeschlagen, die Hände auf den breiten Lehnen und mustert sie. Kleinen Lachfalten in den Augenwinkeln zeigen, es ergötzt ihn, sie sich so verloren fühlen zu lassen. „Na, A, was ist los?“, fragt er. Sie zuckt fahrig mit den Schultern, wippt ein wenig mit den Beinen hin und her und schaut scheinbar interessiert auf ihre Schuhspitzen. Mit der rechten Hand fährt sie sich durchs Haar und dreht eine Locke um den Zeigefinger. Würde sie etwas denken können, würde sie wenigstens denken können, doch sie kann gar nichts. Nur ihr Gesicht verzieht sich zu einer kindlichen Grimasse. Sie ist ohne Einfluss darauf. „Hallo, A, ich rede mit dir“, er hebt seine Stimme nicht, flüstert nur. Sie empfindet es als Donnerhall und schreckt auf.
„Ja, ich bin hier.“ Sie kann den Kopf, trotz aller Anstrengung, nicht heben.
„Schau mich an“, seine Stimme wird lauter. Er liebt ihre Geste, sich durch ihr Haar zu streichen und beobachtet sie lächelnd. Sie versucht, ihr Kinn zu heben. Die Muskeln im Nackenbereich sind einer kompletten Versteifung anheimgefallen. Sie sieht das Muster ihres Teppichbodens erstmals in jedem Detail, hört sich albern kichern, schämt sich ihrer grenzenlosen Unbeholfenheit und sagt ganz leise:
„Ich weiß nicht so recht, was du willst“.
„Nach was sieht es denn aus?“ Er lacht. Dabei legt er seinen Kopf weit zurück. Seine Fröhlichkeit lockert auf, sie schaut zu ihm. Er zeigt mit einer Hand zuerst auf den Tisch, danach auf den Sessel: „Nach was sieht denn das aus?“ Anna kommt sich ungeheuer dämlich vor. Sie will unbedingt etwas Kluges sagen, das Gefühl ausgleichen und beantwortet die Frage logisch:
„Es sieht aus als säße ich auf dem Tisch und du im Sessel vor mir“. Kaum hat sie es ausgesprochen erkennt sie, es ist zwar eine exakte Beschreibung, aber keine passende Antwort. Wieder lacht Martin, diesmal laut mit den Händen auf seine Oberschenkel schlagend.
„Du kleine Schlaue, das hast du gut erkannt. Alles hat natürlich seinen Sinn. Ich will mir beweisen, ein Mann sitzt nicht nur bei der ARD in der ersten Reihe.“
Anna hält die Hände vors Gesicht und kichert. Sie weiß nicht warum, hat keinen Schimmer, was die ARD mit der Gesamtsituation zu tun hat, zumal sie kaum fernsehen, sie gickelt rein prophylaktisch weiter. Martin unterbricht ihren Anflug der Erleichterung mit einem Satz: „Leg dich auf den Tisch und zeig mir, wie du mit dir spielst“.
Sie versteinert mit dem nunmehr stummen Kichern auf den Lippen. Ihre Hände fallen vom Gesicht auf die Oberschenkel. Anna wird zur Marmorfigur. Wahrscheinlich wird sie auch so weiß. Arme und Beine haben das Gewicht ganzer Felsblöcke. Ihre Füße beginnen zu kribbeln. Gestein kribbeln nicht, nur deshalb weiß sie, es sind ihre Füße. Sie hält die Luft an und schaut mit übergroßen Augen zu Martin. Er grinst übers ganze Gesicht. „Wenn du so sitzen bleiben willst, hole ich die Kamera, damit du sehen kannst, wie du aussiehst, wenn du nicht glaubst, was du hörst. Du hörst richtig A, also komm, mach mich froh“.
Sie spürt frische Röte in ihr Gesicht schießen, legt die Hände mit viel Kraft wieder davor und legt sich langsam, nur gut, sie hat trainierte Bauchmuskeln, auf den Rücken. Sie weiß nicht mit den Füssen wohin und wagt nicht, sie in die Höhe zu heben. Wenigstens gut aussehen will sie in dieser unbeschreiblichen Lage. Sie tut, wie wenn der Tisch länger wäre, und hält sie waagerecht ausgestreckt in der Luft. Ihre Bauchmuskeln halten das eine Weile aus. Anna liegt, einem Brett ähnlich, auf dem Esstisch, hat die Beine etwas gespreizt und spürt ein leichtes Ziehen in den Oberschenkeln.
‚Ich muss unbedingt mehr Sport machen’, der wohl unsinnigste Gedanken für diesen Moment schießt ihr durch den Kopf. Gleichzeitig vermutet sie, in dieser Position wie eine Schubkarre auszusehen. Ihr Eindruck ist nicht falsch. Sie hört Martins Stimme:
„Du erinnerst mich an einen trocken übenden Rückenschwimmer. Hey A, werd` locker, es geht um Freude, nicht um Sport.“
„Ja, ja“, stammelt sie und wünscht sich ans andere Ende der Welt. Gleichwohl ist es aufregend und spannend, gegen die eigene Scham anzukämpfen. Anna lässt die Beine fallen, die nun, wie übrig geblieben, vom Tisch herunterhängen. Dann fasst sie die Tischkante, schiebt sich nach hinten, stellt die Füße jeweils recht und links am äußersten Rand auf, hebt ihren Rock … und weiß nicht weiter. Himmel, kommt sie sich dämlich vor. Sie hört sein Räuspern:
„Ehmmm, ehmmm, bisher ist es wirklich wie bei der ARD. Dort muss ich zwar Gebühren zahlen, um in der ersten Reihe zu sitzen, aber gezeigt wird mir auch nichts Aufregendes.“ Diese Bemerkung ist hart. Sie soll lustig klingen, ist es aber nur für jemanden, der nicht verloren auf einem Tisch herumliegt. Anna schämt sich. Sie schämt sich grenzenlos. Ihre Hände fassen nach dem Rand der Tischplatte als müsse sie sich daran an einen anderen Ort befördern.
Sie hat sich in den Monaten des allein Lebens oft selbst befriedigt und nur selten im Bett. Sich vorzustellen, es schaue ihr jemand dabei zu, kam ihr nie in den Sinn. „A, komm, mach es dir. Lass es mich sehen. Du wirst erstaunt sein. Es ist toll. Komm, tu es für mich“. Er flüstert. Er flüstert auf eine Weise, die sie anzieht, beruhigt, ihr Sicherheit gibt. Sie hört ihn aufstehen und kneift die Augen fest zu.
Martin fasst Annas Hand, legt sie zwischen ihre Oberschenkel und führt sie einen Moment. „Ich bin hier“, flüstert er beschwörend. „Ich sitze in der ersten Reihe“. Die Geräusche lassen ahnen, er schiebt sich den Sessel zurecht und setzt sich wieder. Annas Hand bewegt sich zaghaft über den Venushügel.
‚Wie machen das die Frauen in der blöden Werbung für die 0190er Nummern nachts im Fernsehen?’ Nein. So soll sie nicht aussehen, mit komischem Blick, künstlich aufgerissenem Mund einen Seufzer von sich geben und dabei eigenartig über die Scham streicheln. Das ist hoffnungslos unerotisch. Was also soll sie machen? Sie öffnet die Augen und ist über die Zimmerdecke erstaunt. So konzentriert hat sie die nie betrachtet. An einigen Stellen sind die Tapetenbahnen nicht exakt geklebt. Sie bedauert sich in ihrer Verlorenheit.
„Komm, lass es mich sehen, zeig mir, wie du bist …“, Martins Stimme hüllt sie ein. Sie lässt es zu. Von seiner Vorfreude gelockt taucht Anna schüchtern in seine gespannte Erwartung und ihre Lust ein. Ihre Hände werden mutiger. Bald bildet sie sich ein, sie würden zu seinen Händen. Das ist schön. Und so greifen ihre Fingerspitzen zaghaft, später voll Verlangen auf und in sie. Wie eine Welle holt die Lust sie ein.
Sie windet sich in Begierde, ruft nach Martin und er ruft zurück, er sei da und berührt sie mit seinen Blicken. Ihre Hände werden zu seinen Gedanken, seinen Wünschen, seinen Fantasien. Sie weiß noch nicht, wie froh sie in einigen Jahren sein wird, keinen einzigen Wunsch, keine einzige Freude, keine einzige Fantasie verschoben oder gar verweigert zu haben.
Anna weiß gegenwärtig gar nichts. Sie lebt in einer Welt der Farben und Musik, die in ihr für diesen Mann zum Leben erwachen. Träume werden an die Wirklichkeit abgegeben. Neue wachsen nach. Sie ist frei, und jedes Schamgefühl fällt von ihr ab. Der Tisch wird zu klein. Sie rutscht zu Boden und windet sich auf den Teppich, ohne zu bemerken, wie hart der Sturz war. Schweiß rinnt von ihrem Gesicht. Oder sind es Tränen? Keiner kann und will das unterscheiden.
Langsam, ganz langsam, wie nach einer langen Reise, öffnet Anna die Augen und wundert sich, den Tisch von unten zu sehen. Sie hebt den Kopf.
„Wie komme ich hierher?“ Da steht Martin auf, legt sich zu ihr, schiebt einen Arm unter ihren Kopf und wickelt sie in den anderen ein.
„Du bist geflogen, im wahrsten Sinne des Wortes. Bevor ich reagieren konnte, lagst du da. Du hast es nicht bemerkt. Also saß ich ab dem Moment erste Reihe Balkon.“
Sie lachen. Anna erschöpft, erstaunt, beinahe fassungslos. Sie ist dankbar. Er hat sie aus seinen Wünschen nicht weggelassen, nun darf sie die Leichtigkeit des augenblicklichen Glücks fühlen.
„Es ist viel schöner, wenn es für dich ist“, flüstert sie und er:
„Ich danke dir. Du bist wunderbar, wenn es für mich ist“. Eine tiefe Logik ist in den Aussagen nicht. Beide wissen, was gemeint ist. Seine Arme fassen sie für einen Atemzug fester. Wortloses Einssein entbindet von jeder Beweiskraft.
Nach einer Weile hebt er ihren Kopf mit seinem Arm an und sagt:
„Wir wollten spazieren gehen, also lümmle hier nicht rum“. Schwerfällig, aber hell lachend, lässt sie sich von ihm aufheben. Nach einer schnellen Dusche zieht sich Anna um. Es wird bereits dunkel.
Martin bummelt mit seiner A durch die Straßen. Er legt den Arm auf ihre Schultern. Vor einem Restaurant bleibt er stehen, dreht sie in Richtung Eingangstür. Sie trinken einige Gläser Wein, keiner zählt sie.
Spät in der Nacht, sie sind die letzten Gäste, haben geredet und gelacht, sich unter dem Tisch angefasst und kleine Schweinereien, wie er es nennt, gemacht, zahlt er und sagt: „Wir gehen.“ Auf dem Nachhauseweg stützt er sich auf Annas Schulter. Er ist müde.
Anna macht gerade Anstalten, das Licht zu löschen, da behauptet er, nicht schlafen zu können. Er wolle den besten Blowjob der Welt von ihr. Sie vergisst jede Vorsicht, bis er ruft, sie solle ihn nicht umbringen, sondern nur bis zur völligen Erschöpfung erfreuen. Irgendwann sagt er leise, fast unhörbar:
„Himmel, bist du gefährlich gut.“
Am Morgen erwacht sie, weil er sich bewegt. Sie ist zwischen seinen Beinen eingeschlafen, wahrscheinlich nicht mit leerem Mund.
Jetzt ist er es, der erstaunt fragt, wie er hierher gekommen sei und vor allen, wieso sie nicht in ihrem Bett liege. Sie lächelt:
„Du bist geflogen und diesmal schickte ich dich auf die Reise.“ Beim Frühstück stellt er fest, das beste Programm aus der ersten Reihe sehe er nicht im Fernsehen und sie seien die wohl weltbesten Piloten, die er kenne.

( … )

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Sex sells und BDSM noch mehr? Verkaufstrategie oder Lebensfragment ???

Dieser Ausschnitt ist ein Link zum Beitrag:

„Kommen Sie hierher! Kommen Sie ran! Hier bekommen Sie´s billiger als nebenan.“

Publiziert am 24. Januar 2013 von Charlotte

Leseprobe:

„Im Spiegel der anderen“

 

( … )

Nach einer kleinen Weile steht Martin hinter ihr, fasst in ihren Nacken, zieht ihn nach hinten und küsst sie. „Komm mit, ich will dich jetzt.“ Langsam steigt sie, geschoben von seiner Hand, die Stufen hinauf. Im oberen Zimmer brennen unzählig viele Kerzen. Der ganze Raum leuchtet, voller Zauber, im lebendigen Licht.
„Zieh dich aus.“ Martin sagt nur diese drei Worte.
Handelte es sich hier um einen Wettbewerb, wer sich am schnellsten aller Kleidungsstücke entledige, bekäme Anna den ersten Preis. Mit eckig flinken Bewegungen beginnt sie, ihr Kleid zu öffnen. „Nein, langsam, bewege dich langsam“, unterbricht er ihre synthetische Eile. Den Blick gesenkt, versucht sich auf besondere Weise zu bewegen. Anna will schön sein, sie will ihn erfreuen. „Nein A, sei, wie du bist, spiel mir kein Theater vor“. Er wird ungeduldig. „Ach, was soll denn das. Sei meine A und nicht irgendwer.“
Da entkleidet sie sich langsam, sicher und ohne über ihr Aussehen nachzudenken. Sein Lächeln bestätigt allgemeines Wohlgefallen. Nach und nach zeigt sich ihre Blöße. Martin kennt jede Stelle ihres Körpers. Gerade an den Oberschenkeln identifizieren sich ihre Jahre, deshalb behält sie die schwarzen halterlosen Strümpfe an. Er übersieht es großzügig. Sie weiß mit den Händen nicht wohin und legt sie nach hinten. Ihre Finger zupfen verstohlen die Spitze des Strumpfrandes unterhalb des Po zurecht.
„Nun zieh mich aus“, sagt Martin. Gerade will sie einen Hemdknopf öffnen, da tritt er einen Schritt zurück: „Nicht mit den Händen.“ Anna hebt den Kopf. Sein Lächeln fängt ihren hilflosen Blick. Sie versteht nicht. „Nicht mit den Händen“, wiederholt er leise und bestimmend.
Sie begreift, verharrt und nimmt in Brusthöhe einen Hemdknopf zwischen ihre Lippen. Wie sie an seinen Hals kommen soll, wird sie später enträtseln. Anna steht auf zehn Zentimeter Absatz und Martin überragt sie mit fast dreißig Zentimetern. Wackelig auf Zehenspitzen, die Hände auf dem Rücken, hat sie wenige Chancen, Balance zu halten. Obwohl Anna seine Wäsche wäscht und bügelt, ist sie absolut ahnungslos, Anzahl und Verschiedenheit der Verschlüsse, an der Kleidung eines Mannes, betreffend. Derzeit studiert sie geradezu akribisch den Facettenreichtum eines ganz banalen Männerhemdes. Jeder Knopf scheint einer individuellen Gebrauchsanweisung zu bedürfen. Sobald sie glaubt, sie habe den Dreh raus, bleibt einer im Knopfloch stecken oder rutscht wieder zur Seite. Martin zeigt unendliche Geduld und steht bewegungslos. Anna bleibt nichts anderes übrig, sie beißt sich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Knopfleiste. Ihre Nase schubbert am Stoff.
‚Morgen ist Weihnachten’, denkt sie, ‚bis dahin muss ich das unbedingt schaffen.’ Sie kann nicht lachen, eben hat sie den letzten erreichbaren Knopf mithilfe der Zunge halb geöffnet. ‚Hoffentlich bekomme ich keine rote Nasenspitze. Damit sehe ich dämlich aus.’
Mit einem Trick überlistet sie die drei oberen Knöpfe. Sie zieht so lange an einer Seite des Hemdes, bis die aufspringen. Dazu muss sie halb um Martin herumlaufen. Der hält sich an der Tischkante fest, um Haltung zu bewahren. Zunächst verweigert sich der Kragenknopf beharrlich. Martin keucht, sein Hals wird unangenehm eingeschnürt. Anna wundert sich über sein Japsen. Wenn sich jemand abrackert, dann wohl sie. Aus reinem Selbstschutz hilft er nach.
Von der Unterstützung bekommt sie nichts mit. Sie ist stolz, es geschafft zu haben, verliert kurz den Halt und hoppelt zwei oder drei Schritte zurück. Das Hemd hängt locker an Martins Körper.
Anna versucht, sich größer zu machen. Anatomisch ist das unmöglich. Also hüpft sie kurz hoch. Sie will den Kragen mit den Zähnen fassen. Beim ersten Versuch beißt sie beinahe in Martins Schulter. Beim Dritten gelingt es. Sie zerrt an der Kragenecke und hat das Gefühl, ihr Hals verlängere sich unnatürlich. Elegant sieht es nicht aus, und Wirkung zeigt diese Anstrengung auch nicht. Das Hemd bewegt sich kein Stück. Martin auch nicht, er schwankt nur kurz.
Mit fest geschlossenem Mund kann Anna nur durch die Nase atmen. Peinlich berührt vernimmt sie ihr Schnaufen. ‚Wie machen die das nur immer in den Filmen?’, überlegt sie angestrengt. ‚Eine Handbewegung und schon steht jemand nackt da.’ Die Unsinnigkeit des Vergleiches bleibt ihr verborgen. Dürfte sie die Hände benutzen, beschäftige sie längst anderes.
Anna steht derweil vor einer wichtigen Entscheidung. Entweder sie gibt den Kragen wieder frei oder zieht solange daran, bis er abreißt oder das Hemd letztendlich doch noch herunterrutscht. Zäh bewegt es sich über Martins rechte Schulter. Damit ist der erste Schritt getan. Schließlich fällt es zu Boden.
Sie wagt einen Blick nach oben. Martins Augen sind geschlossen. Er vertraut wohl ganz und gar darauf, dass sie ihm die Verschlüsse nicht einfach abbeißt. Die Verhältnismäßigkeit ändert sich, für die kommende Aufgabe ist Anna zu groß. Sie kniet nieder. Beim Gürtelöffnen nimmt sie reflexartig die Hände zur Hilfe. Martin verhindert es und bindet sie ihr auf dem Rücken zusammen. Er hat sie also immer im Blick. Anna schafft, das Gürtelende weit zurückzuschieben. Die so entstandene Schlaufe erhascht sie mit den Zähnen und quält sie aus dem Verschluss. Sie beißt auf den Lederriemen und beugt sich weit zurück. Der Metallstift verliert seinen Halt. Anna atmet ein paar Mal tief durch, bevor sie ihn durch die Schnalle zieht. Der Gürtel ist geöffnet.
Ihre Lippen brennen. Sie benetzt sie mit der Zunge. Unterdessen begutachtet sie ratlos den Reißverschluss. Unter solch erschwerten Bedingungen ist er ein wahres Problem und hat ganz offensichtlich eigene Grundsätze. ‚Sonst fasst man gedankenlos den kleinen Anhänger, zieht dran und schwups ist er auf“, sinniert Anna. ‚Wie mache ich es nun?’
Die Frage ist sekundär, es muss herausgefunden werden, ist der Schieber zu winzig oder ihr Mund zu groß? Mit der Analyse mag sie sich nicht aufhalten. Nach unzähligem ergebnislosem Ertasten bekommt sie ihn endlich zwischen die Zähne. Für ihre derzeitige Pose bekäme sie miserable Haltungsnoten. Sie zögert. Soll sie sich fallen lassen und ziehen? Oder soll sie sich größer machen und nach unten drücken? Die erste Idee war Blödsinn, das funktioniert nicht. Die zweite Variante klappt, wenn auch nicht beim ersten Mal.
Die Reihenfolge ist falsch, sie hätte zuerst den Metallknopf öffnen müssen. Nun hat Anna mit dem eine ausgesprochene Mühsal. Er sitzt fest, sie denkt ernsthaft darüber nach, ihn einfach abzubeißen. Wenn man etwas nicht erwartet, funktioniert es am Besten. Plötzlich geht das Ding auf. Sie greift mit den Zähnen den Hosenbund und zieht ihn nach unten.
Martin hebt ein Bein nach dem anderen, die Hilfe gewährt er gern.
‚Eine Jeans muss mindestens zwei Kilo wiegen’, denkt Anna und schleift das Ding zur Seite. ‚Na, ob das ein erotisches Bild abgibt, wage ich zu bezweifeln.’ Dann konzentriert sie sich auf den Slip. Theoretisch müsste er einfach nach unten rutschen, sobald sie daran zieht. Praktisch muss sie ihn zuvörderst übers Becken bekommen, dann gleitet er tatsächlich von allein.
Unabsichtlich und nur ganz wenig beißt sie in Martins linken großen Zeh, aber irgendwo muss sie die Socken greifen können.
‚Fertig.’ Anna hofft inständig, es möge ihm nicht gefallen, sie die Sachen auf gleiche Weise auch noch ordentlich zusammenlegen zu lassen. Da sagt Martin ganz ruhig und jedes Wort betonend:
„Und jetzt einigen wir uns auf ausgesprochene Vorsicht. Du wirst deine Zähne ab sofort nicht mehr zum Einsatz bringen.“ Prustend lacht sie auf.
„Ich werde mir nicht selbst schaden.“ Er stellt fest, sie habe ganz egoistische Seiten. Anna antwortet nicht.
„Brav“, seine Stimme ist weich und atemlos, „mit vollem Munde spricht man nicht, meine A.“
Später steht sie an einem Balken. Martin streichelt sie mit einer Feder. Sie möchte schreien vor Ungeduld. Dann bäumt sie sich unter seinen Händen, oder was immer sie treffen mag, lustvoll auf. Ihre Arme sind nach wie vor gebunden. Er hat sie über ihren Kopf an einen Haken gezogen. Sie kann sich bewegen, aber nicht entkommen. So fühlt Anna die Freiheit der Fesseln und die eines scheinbaren Schmerzes, der sie ganz zu sich finden lässt. Zeit und Raum verlieren ihre Bedeutung.
Weich und biegsam liegt sie Stunden später auf Martins Armen. Er trägt sie durch den Hausflur und legt sie im Nachbarzimmer auf eine Liege. Ihre Körper werden Eins in Lust und Gier.
„Wohin fliegst du?“, fragt er Stunden später. Anna liegt auf ihm, hört seinen Herzschlag und seine Worte. Sie flüstert:
„Ich würde dich so gerne mitnehmen und dir meine Welt zeigen. Der Weg zur Erfüllung ist lang und weit und weich und hart und was nicht alles er zu sein vermag. Ich erlebe nicht einfach einen oder zwei oder wie viele Orgasmen. Ich erlebe mich, fühle mich, bin restlos frei und ohne Denken, darf sein, was und wie ich bin. Erlösung ist bedeutungslos, im Vergleich mit dem, wohin du mich schickst. Ich fliege in ein warmes, zauberhaftes Licht.“ Sie schließt die Augen und schweigt. Er nimmt das Signal auf und fragt nicht weiter. Beide verweilen still in sich, und scheinen einzuschlafen. Nur die sanften Bewegungen seiner Hand auf ihrem Leib zeigen, zumindest er ruht nur. Nach einer unbemessenen Frist sagt er:
„Und ich wünschte, ich könnte dich mitnehmen, wohin du mir möglich machst, zu fliegen.
Am nächsten Morgen: Sie frühstücken und besprechen den Ablauf der Feiertage. Die Familie hat eingeladen. „Wir fahren morgen auf jeden Fall sehr früh, damit wir in keinem Stau landen. Erster Feiertag, da ist was los auf der Autobahn“, sagt er und deutet an, er habe keine Lust auf den Trubel. „Am liebsten wäre mir, wir blieben zuhause.“ Anna schlägt vor, einfach alle einzuladen und er legt fest: „So machen wir es auch im kommenden Jahr.“ Sie bringt die Zeitung und deckt den Tisch ab. Martin hält sie am Arm fest: „Lauf nicht weg.“ Er zieht sie zu sich aufs Sofa. Sie kuschelt mit dem Kopf auf seinen Knien, die Beine ganz bequem auf der Lehne. Martin legt die Zeitung beiseite. Sie schauen sich in die Augen.
Ahnte Anna an diesem Morgen des Heiligen Abends, welche Prüfung das Leben für sie reserviert hat, sie würde ihre Arme um Martins Schulter schlingen und ihn nie wieder loslassen. So aber liegt sie einfach auf seinem Schoß und vergisst die Welt.

( … )

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… „Fellchen“ an Vorratskammer erwischt …

Manchmal braucht´s keine Worte …
(ACR)

"Fellchens" Wintervorbereitungen

„Fellchens“ Wintervorbereitungen

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…Irrtümlicherweise …

Manchmal plündern sich Menschen gegenseitig das Leben und nennen es Beziehung.

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… vom kleinen Unterschied …

Ein Sieger kalkuliert von Anfang an einen Verlierer neben sich ein.
Ein Gewinner hat so viel, dass er teilen kann.

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… Mehrwert mehr wert ?

Unzufriedene Menschen denken sich oftmals den Herzinhalt grösser.

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… mit den Jahren …

Ab einem gewissen Alter sollte jede neue Liebe als Mahnmal für die jeweils vorher gescheiterte Beziehung erkannt werden.

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… Unterschied unterscheiden …

Sich unterscheiden ist etwas anderes als sich unbedingt abheben wollen.

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… spannend …

Sich mit Gegebenheiten abzufinden bedeutet, auf den Überraschungseffekt einer Sanduhr zu warten.

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Lebensweise …

Leben ist nicht- was alle tun.
Leben ist- was ich tue.
Das bedeutet nicht- alle Übrigen lebten nicht.
Sie leben auch- aber eben anders als ich.

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.. zielgebenderweise …

Alles herunterschlucken bedeutet, sich eine Zielscheibe auf den Rücken zu fressen und hernach zu wundern, wie gut man getroffen werden kann.

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Schuldzuweisungen und andere Fesseln

Unvorhersehbarkeit ist eine der Voraussetzungen für Schuld. Das macht es offensichtlich schwierig, sich aus dieser zu entlassen.

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Glaubwürdigkeiten und andere Irrwege

Sie glaubt an sich. Das ist soweit auch in Ordnung. Aber sie glaubt sich auch; und das ist Selbstbetrug.
Es sollte ihr erklärt werden: Eine Feuerleiter soll aus dem Feuer retten und nicht ins Feuer leiten.

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lebenslang …

Es ist unnötig, ständig an den Tod zu denken. Er ist ja sowieso unausweichlich.

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wortwirkungsweise …

September 20120323Oftmals reicht ein einziges Wort, um eine schlimme Situation auszulösen. In solchen Fällen sind viele Worte nicht die Lösung, sondern der Beton.

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1. Teil: „Kommen Sie hierher! Kommen Sie ran! Hier bekommen Sie´s billiger als nebenan.“

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Könnte es eines Marktschreiers Slogan sein? Hat das mal irgendwer gesungen? Könnte es aus Zille´s Tagen stammen? Ich weiss es nicht, mir ist nur gerade danach, damit auf einen Beitrag zu reagieren, den ein Blogger gestern ins Netz gesetzt hat.

Ich habe den Blogger als authentisch erfahren, glaube ihm und lese ihn deshalb.
Das Internet ist jedoch voll von Erlebnisberichten, Fragen, Erfolgsgeschichten, Autorenforen, „Protest- und Klageliedern“, und vielem mehr. Bunt gemischt sind nicht nur die Meinungen. Auch die Stimmungen schwanken und die gegenseitige Häme ist wahrscheinlich genauso verbreitet, wie die Suche nach Solidarität.

Wichtig- alle Facetten dazwischen sind ebenso vertreten.

Nun denke ich nicht das erste Mal darüber nach, mich auf das Thema einzulassen. Nur tippen- aber- will ich nicht. Es muss reifen, was gesagt sein will. Brennen muss die Folge eines Funkens sein.

Ganz so ist es nicht. Schon oft habe ich dazu etwas geschrieben, immerhin ist vor nicht allzulanger Zeit ein Slogan durch die Welt geprügelt worden, der die Was-krieg-ich-billig-oder-gratis-Erwartungshaltung vieler Verbraucher weitgehend geprägt hat.

Schon 2007 habe ich in dem Zusammenhang meine Empörung zum Ausdruck gebracht.

Wenn das geil ist- möchte ich keusch leben!

Inzwischen ist aus dem Ursprungsslogan geworden, was ich ganz privat als schrecklich pppplumpppp abtue. Hat da wirklich jemand erkannt, wie gefährlich solche Strömungen sind? Und mal angenommen, nun gelte es als besonders klug, Geil für geil zu halten und das auch noch durch alle Medien zu pusten, will ich wirklich lieber als bleeede gelten und keusch leben.

Hierher passt sie nun, meine direkte Antwort auf Gratisaktionen.

Ich werde keine einzige PR- Aktion damit verbinden, meine eigenen Bücher zu verschenken. Es wird, meine Arbeiten betreffend, keine Preissenkung geben und keine Nullpreisrunden. Und ich glaube auch nicht daran, dass Billig- oder Kostenlostage das Potential einer Arbeit tatsächlich wertschätzen lässt/kann/lassen will.

Gleichwohl bin ich nicht weltfremd. Ich weiss, es gibt allerhand Tische, auf denen die Milch für die Kinder das Wichtigste und trotzdem oder gerade deshalb das Lesen zur Insel im Alltag geworden ist. Es darf nicht sein, dass Menschen sich Bücher nicht leisten können und keinen Zugang bekommen. Deshalb gibt es Bibliotheken. Ich plädiere, ohne ein Konzept dafür zu haben, auch für eine freie eBook- Bibliothek.

Die vielen kostenlosen Lese Apps sind die Antwort auf die Fragen, wie teuer wohl ein Reader ist. Das macht LeserInnen weitgehend unabhängig. Viele wissen es gar nicht, dass kein teurer Reader nötig ist, um eBooks zu lesen.

Das Argument, ein unbekannter Autor brächte sich mit Gratisaktionen erst einmal in den Blickwinkel der potentiellen LeserInnen, scheint mir nicht stimmig. Ich sehe zum Beispiel durchaus bekannte Autoren, mit entsprechendem Ranking immer wieder in 5- Tage- kostenlos Aktionen. Jemand hat mir mal geschrieben, solche PR – Aktionen hätten den zusätzlichen Vorteil, gemeinsam mit anderen in der Empfehlung aufzutauchen: „Wer den Artikel kaufte- kauft auch …“. Es sei sozusagen das Schlepptau an jemanden, der sein Buch mit Erfolg verkaufe. Inzwischen habe ich sowas eine Weile verfolgt und festgestellt, oftmals reiht sich Kostenlosartikel neben Kostenlosartikel ein. Na fein, wenn das damit erreicht werden wollte, hat es geklappt. Ausserdem bin ich zu stolz, mich darüber freuen zu sollen, neben einer preisgünstigen Mikrowelle aufzutauchen, die sich die bestellen, die das Einloggen gleich sinnvoll nutzen wollen und schon immer genau die haben wollten, weil sie „draussen“  5 Euro teurer ist und hier kostenlos geliefert wird.

Puhhh! Tzzzz!

Immer wieder, und vor ein paar Tagen ganz aktuell, flattern die Einladung zu -zig Veranstaltungen ins Postfach. Viele Veranstaltungen entpuppen sich als —> (m)(D)ein „Klick“ Sammeln für irgendeinen Wettbewerb.
Diese: „OhGottichbinsoaufgeregtnurnoch1000KlicksundichhabedenerstenPreis“- Aktionen finde ich schandbar. Ich nutze absichtlich genau den Begriff, der mir für so etwas einfällt. Schandbar- Schande! Und ich finde es weder fein, noch kollegial, noch irgendwie gerechtfertigt und schon gar nicht harmlos, den Markt dermassen zu verwischen. Schon gar nicht kann ich den Wert solcherlei Wettbewerbe erkennen, deren Veranstalter sich  über das Zustandekommen der Zahlen im Klaren sein müssten. Es wird zum Verkaufsschlager gemacht, was vorher Klicks gesammelt hat? Ich habe wirklich meine Zeit damit verschwendet, nachzulesen, welche Kommentare es gegeben hat und bin nicht überrascht gewesen über solche: „Habe gevotet und nun stehst Du auch auf meiner Wunschliste für Bücher, die ich noch lesen will.“

Na prima, das Gegenteil von Kostenlos klappt also auch? Zukünftige LeserInnen schon mal dafür voten lassen, dass sie später etwas kaufen, was sie vorab ins Preisspektrum klicken? Jetzt sag mir niemand, das habe was mit „gönnekönne“ zu tun. Für mich hat das eher was von einem Bockwurstverkäufer, der mit seinem Bauchladen schreiend durch die Gassen läuft und ruft: „Bockwurst, heisse Bockwurst! Senf und Brötchen gleich, Wurst später!“

Da ist fast schon normaler und nachvollziehbarer, wenn jemand behauptet, Bestseller bedienten sich ganz selbstverständlich anderer Autoren Texte als Platzhalter und vollkommen ungerührt davon, was sie wirklich vermögen, wäre bald Usus, den Jubel der Verbraucher anzunehmen und sich feiern zu lassen, für …. ja wofür bitte?

Es sind also nicht nur die KostenlosTage, die nichts über den Wert eines Buches sagen, sondern die KlickmichDumusstmichjanichtlesen Ergebnisse tragen noch eine Menge Abwertendes bei?

Es gibt noch vieles dazu zu sagen, aber vorher mache ich einen kleinen Gedankenbogen:

Abseits vom Schreiben gibt es ungeheuer viele talentierte, fleissige, hochbegabte Menschen, die etwas schaffen und anzubieten haben.
All jene müssen sich etwas einfallen lassen. Die Ware soll zum Kunden, das Werk an die Öffentlichkeit, die Idee an den Produzenten.

Nehme ich den Koch, der gerade ein feines kleines Restaurant eröffnet hat, den Kneipier, mit seiner Eckkneipe, den Imbissbetreiber, der die besten Bratwürste der Region anbietet. Nehme ich das Hotel, dessen Existenz sich genauso über Auslastung rechnet, wie die des Pizzabäckers mit Hauslieferung.

Sollten alle auf die Idee kommen, nur kostenlose Bewirtung und Beherbergung schaffe das Potential zukünftig zahlender Kunden, wäre es möglich, sich regelmässig satt zu essen und gut zu schlafen, ohne auch nur einen Euro dafür ausgeben zu müssen.

Das sei übertrieben dargestellt? Na- im Vergleich zur Gratisbücheraktion ist es sogar sehr- sehr- sehr ähnlich, denn der Verbraucher sieht vom Buch nur den „Blick ins Buch“ und in Restaurants kann er maximal Geruch und Aussehen einer Speise prüfen, bevor er festlegt, wofür er Geld ausgeben will. Und Nahrung ist es allemal- geistige und die für den Magen. Körper und Geist … Aber bitte- gern- wir können ebenso die Gilde der Friseure, der Schneider, der Schuster und der Bäcker als Vergleich heranziehen. Am Allerallerallerbesten alle gemeinsam, wir hätten dann nicht nur einen vollen Magen, sondern sähen dabei auch noch Klasse aus. Und wären da noch die Fotografen involviert, gäbe es sogar tolle Beweisfotos. Hochglanz gewünscht? Na bitte – aber gerne- kostet gerade nichts! Dann kommen Sie doch sicher morgen wieder für neue Fotos, die kosten dann ganz wenig, aber immerhin. Nein? Wenn Sie heute ein Foto haben, brauchen Sie morgen kein Neues, weil sie so schnell nicht anders aussehen, (nicht lesen, nicht wieder ausgehen)? Ach, Sie hätten es dann doch lieber gerne in Öl? Na, kein Problem, da gibt es viele Maler, die gerne ihre Bilder verkaufen würden. Sie können ja erstmal mit kostenlosen Schnellzeichnungen beginnen und dabei ihre Lager leeren und jedem noch eine Ölgemälde mitgeben. Sozusagen als kostenlose Zugabe für kostenlose Dienstleistung.

Ach? Sie kämen dann gerne wieder vorbei, wenn die neuen KostenlosTage beginnen? Irgendjemand muss immer grade was verschenken, weil er auf zahlende Kundschaft hofft?

Ach so … und nun?

Die Frage nach dem Preis ist eben kein Hinweis darauf – was es wert ist. Eher muss sich jeder Verbraucher fragen- was ihm etwas wert ist. Wer keine Pizza will, kauft sich keine. Auch Klasse. Und wer lieber die für 99Cent aus der Truhe will, durchaus verständlich.
Und ja, es kann sein, es geht jemand essen und nichts schmeckt ihm so gut, dass er sich hinterher nicht über die Rechnung ärgert. Dann isst er das nächste Mal etwas anderes oder geht gleich woanders hin. Sag mir einer, sowas käme nie vor. Wollten wir alle Risiken des Geschmackes – in jeder Beziehung- ausschliessen, lebten bald nur noch die allerletzten Einsiedler, voreinander verborgen in leeren Städten – wenn die Welt nicht schon längst entvölkert wäre. Geschmack ist Sinne beleben, Suche nach, Lust auf … er ändert sich, erweitert sich, legt sich gemächlich fest, schliesst nie aus, lässt offen, macht reich, schafft Werte, ist (es) wert …

Und- eben kein Menü und/oder keine Pizza zu verschenken, und trotzdem an die Tafeln zu liefern, schliesst sich gegenseitig nicht aus, sondern bedingt sich.

Fortsetzung – 2. Teil 

Im Spiegel der anderenEntdeckungsreise der Momente

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wissen * glauben * wollen …

Vollkommene Kontrolle hat der Mensch nur über das- was er selbst tut. Alles andere kann er höchsten glauben (wollen).

(ACR)

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